Buchbacher 1:0 am Samstag bei den Junglöwen – Denk erzielt goldenen Treffer

Im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt: Erstmalig konnte der TSV Buchbach aus dem „Grünwalder“ einen Dreier entführen. Die Rot-Weißen setzten sich am 16. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern mit 1:0 beim TSV 1860 München II durch, holten so den zweiten Auswärtsdreier in Folge und kletterten auf Rang zehn.

„Wir haben uns einige Jahre glücklich geschätzt, dass wir überhaupt im Grünwalder spielen durften, jetzt haben wir endlich den ersten Sieg hier errungen“, freute sich Trainer Anton Bobenstetter vor allem für seine Mannschaft: „Die Jungs sind nach der blöden Niederlage gegen Bayreuth für ihren enormen Einsatz belohnt worden. Es war wieder ein sehr enges Spiel, aber dieses Mal haben die vier oder fünf Schlüsselszenen für uns entschieden.“

Den goldenen Treffer erzielte Stefan Denk in der 69. Minute, als Stefan Alschinger einen weiten Ball von Patrick Drofa auf Denk zurücklegte, der Löwen-Keeper Michael Netolitzky regelrecht „ausschaute“ und in rechte Kreuzeck traf. „Stark gemacht“, lobte Bobenstetter, seinen linken Flügelstürmer, dessen Treffer den Buchbachern fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz beschert. Die U21 des TSV 1860 München antwortete mit stürmischen Angriffen und einige Mal konnten die Gäste erst im dritten Versuch klären. In der 84. Minute hätte dann der eingewechselte Thomas Breu den Deckel drauf machen können, als er 20 Meter vor dem Tor seinen Gegenspieler austanzte, dann aber aus 15 Metern knapp neben den Winkel schoss. „Dann ist es natürlich noch mal richtig spannend geworden, aber wir haben die Schlussphase mit vereinten Kräften überstanden“, so Bobenstetter, der schon zur Pause recht optimistisch war: „Endlich sind wir mal nicht in Rückstand geraten, sondern mit einem 0:0 in die Kabinen gekommen. Und die zweiten Halbzeiten gewinnen wir ja meistens.“

Bei den Gästen konnte der immer noch angeschlagenen Thomas Leberfinger im Abwehrzentrum wieder auflaufen, das war umso wichtiger, als mit Kapitän Maximilian Hain (Gelbsperre) ein wichtiger Kopfballspieler fehlte. „Leber hat die Zähne zusammenbissen, hat viele brenzlige Situation geklärt und tatsächlich bis zum Schluss durchgehalten. Das hat uns schon gut getan“, so Bobenstetter, der mit Thomas Reichlmayr für Maxi Weber auch auf der Torhüter-Position einen Wechsel vorgenommen hat: „Das war eine Bauchentscheidung. Maxi hat immer gut gehalten, aber wenn man nur zwei Punkte vor der Abstiegszone steht, dreht man halt jeden Stein um. Und wir wussten ja, dass Thomas beidfüßig sehr gut von hinten rausspielt. Und zwar nicht nur 30 oder 40 Meter, sondern auch mal 80 Meter. Und das hat dann auch für Entlastung gesorgt.“

Die Löwen hatten zwar übers gesamte Spiel gesehen leichte Vorteil, hatten auch ihre Chancen, aber Buchbach war immer im Spiel. Bobenstetter: „Wir haben schon mitgespielt, waren präsent, auch das Eckenverhältnis von 9:4 spricht für uns.“ Dass die Standards von Patrick Walleth und Maxi Drum immer brandgefährlich waren, belegen auch schon einige gute Möglichkeiten der Rot-Weißen vor der Pause durch Leberfinger und Aleks Petrovic. Letztendlich sind Siege mit einem Tor Unterschied meist etwas glücklich, unverdient war der Buchbacher Dreier auf Giesings Höhen aber nicht.

TSV 1860 München II: Netolitzky – Kelmendi, Weber, Uduokhai, Köppel (77. Mayer) – Andermatt, Kinjo (74. Seferings), Hürzeler (60. Pieper) – Helmbrecht, Bachschmid, Karger. Trainer: Bierofka.

TSV Buchbach: Reichlmayr – Grübl, Leberfinger, Drum, Motz – Brucia (59. Drofa), Walleth, Petrovic, Alschinger – Bauer (74. Breu), Denk (90. Dotzler). Trainer: Bobenstetter/Werner.

Tor: 0:1 Denk (79.)

Schiedsrichter: Ostheimer (TSV Sulzberg)

Zuschauer: 614

Gelb: Köppel – Motz, Petrovic.

Besonderheiten: keine.

von Michael Buchholz.