Buchbach baut mit Derbysieg die Serie aus

Bobenstetter-Team nach 3:1 gegen Burghausen seit sieben Spielen ungeschlagen

Der TSV Buchbach ist im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Bayern so etwas wie die Mannschaft der Stunde: Mit dem 3:1 am Freitagabend gegen den SV Wacker Burghausen blieben die Rot-Weißen zum siebten Mal in Folge ungeschlagen, verteidigten Platz 14 und wollen die Serie am Gründonnerstag bei Schlusslicht Hof ausbauen.

An diesem Abend der bessere Neuner im Vergleich zu Burghausens Juvhel Tsoumou: Merphi Kwatu.

Vor etwa 1500 Zuschauern waren Buchbacher beim Debüt von Burghausens neuem Trainer Patrick Mölzl von der ersten Minute an hellwach, sorgten immer wieder für Gefahr und gingen früh durch Patrick Drofa, der ein Zuspiel von Patrick Walleth mit einem schönen Schuss aus 14 Metern verwertete, in Front. „So ein frühes 1:0 gibt einfach immer Selbstvertrauen“, erklärte Trainer Anton Bobenstetter, der bereits in der 17. Minute den zweiten Treffer von Drofa bewundern konnte, als der Flügelflitzer nach Vorarbeit von Dusan Jevtic und Merphi Kwatu am langen Pfosten zur Stelle war.

„Wir sind sehr stolz auf die Mannschaft, aber wir sind vor allem sehr stolz auf unsere treuen Zuschauer, die uns schon in Seligenporten so toll unterstützt haben. Den Derbysieg widmen wir unseren Fans“, freute sich Trainer Walter Werner, der ja auch in der kommenden Saison wieder Hand in Hand mit Bobenstetter zusammenarbeiten wird: „Bis November ist alles geklärt, da waren beruflich noch ein paar Sachen abzustimmen.“ Werner sprach nach intensiven 90 Minuten von einem „hochklassigen Spiel“ und einem „verdienten Sieg“ der Rot-Weißen: „Das war vor allem in der ersten Halbzeit Hochgeschwindigkeits-Fußball. Wir waren sehr bissig und in einem ausgesprochen fairen Spiel sehr aggressiv. Gegen einen sehr guten Gegner haben wir uns für den Trainingsfleiß der letzten Wochen belohnt.“

Weniger glücklich war aus verständlichen Gründen der neue Coach der Gäste. „Den Einstand habe ich mir sicher anders vorgestellt. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber wir haben in der ersten Hälfte zu viele leichte Fehler gemacht und nach der Pause konnten wir den nötigen Druck nicht aufbauen.“ Vorwürfe, er habe mit einer B-Elf gespielt, wies Mölzl entschieden zurück, zumal er auf Philipp Knochner (Gehirnerschütterung) und Dominik Weiß (Kreislauf-Probleme) nicht zurückgreifen konnte und Benji Kindsvater am Vormittag signalisiert hatte, dass er nicht spielen könne. „Mit Keeper Alex Eiban, der den Verein verlassen wird, habe ich abgesprochen, dass Miha Tetickovic fängt. Ich will den Torhüter, der nächste Saison voraussichtlich spielen wird, auch mal unter Stresssituationen sehen“, führte Mölzl aus und fügte an: „An Miha, der in der zweiten Hälfte noch zwei Mal großartig reagiert hat, kann man die Niederlage sicher nicht festmachen.“

Die Burghauser Hoffnungen auf die Wende im Spiel nach dem herrlichen Treffer von Marco Fritscher, der aus 16 Metern direkt in den Winkel traf (25.), machte Kwatu mit seinem zweiten Tor binnen einer Woche zunichte, als er kurz vor dem Pausenpfiff nach einer Ecke und Kopfball-Verlängerung von Florian Pflügler blank stand und eiskalt vollendete.

Richtig Aufregung in Halbzeit zwei gab es nur noch in der Nachspielzeit, als Buchbachs Keeper Strobl außerhalb des Strafraums mit der Hand klärte und dafür mit Rot vom Platz flog. Strobl fehlt somit im wichtigen Gründonnerstagsspiel in Hof, Petrovic ging für den Österreicher in die Kiste, musste aber nicht eingreifen, denn Christoph Burkhard schoss den finalen Freistoß in die Mauer. Der Kapitän der Burghauser verlässt Wacker übrigens nach acht Jahren an der Salzach, geht zurück in seine Heimat, wo der 32-Jährige mit seiner Frau Tina und Sohn Valentin in sein Elternhaus in Hollenbach bei Aichach zieht. Burghausen hätte den Kapitän gerne behalten, hat ihm auch Angebote gemacht, doch Burki zieht’s einfach heim und wird zumindest in der nächsten Saison für den FC Pipinsried auflaufen.

TSV Buchbach: Strobl – Brucia, Pflügler, Drum, Motz – Walleth, Petrovic – Drofa (80. Breu), Thee (86. Löffler), Jevtic (90. Büch) – Kwatu. Trainer: Bobenstetter/Werner.

SV Wacker Burghausen: Tetickovic – Schulz (69. Moser), Hofstetter, Rech, Subasic – Wächter,  Hingerl – Fritscher (75. Popp), Burkhard, Bann (55. Duhnke) – Tsoumou. Trainer: Mölzl.

Tore: 1:0 Drofa (10.), 2:0 Drofa (17.), 2:1 Fritscher (25.), 3:1 Kwatu (45.)

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich)

Zuschauer: 1473

Gelb: Drum – Rech

Rot: Strobl (892.) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums

Fotos & Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar