Buchbach beim Schlusslicht in Hof

Morgen ab 18 Uhr gilt’s – Trainer Bobenstetter mahnt weiterhin zur Bescheidenheit

Sieben Spiele in Serie ungeschlagen, 13 Punkte aufs Konto gebracht – das ist keine Bilanz, mit der man absteigt: Trotzdem, der TSV Buchbach ist in der Fußball-Regionalliga Bayern weiterhin zum Punkten verdammt, um den Klassenerhalt einzutüten. Am Donnerstag geht’s zum Schlusslicht nach Hof (18 Uhr) und da hoffen die Rot-Weißen auf den nächsten Dreier.

Szene aus dem Hinspiel, dass die Buchbacher mit 3:0 gewannen: Stephan Thee im Duell mit Hofs Christian Schraps.

Der Blick auf die Tabelle entlockt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter hinsichtlich der eigenen Situation mit 31 Punkten noch längst kein entspanntes Grinsen: „Wir müssen weiterhin siegen, siegen, siegen.“ Schon zur Winterpause war der Erfolgscoach überzeugt: „Die Zweiermannschaften gehen nicht in die Relegation und steigen erst recht nicht ab.“ Doch wen hinter sich lassen?

Betrachtet Bobenstetter die Ausbeute der Hofer sieht er ein eher trügerisches Tabellenbild: „Hof hatte in den letzten Wochen extrem viel Pech, war immer gut im Spiel, war meist sogar die bessere Mannschaft, hat aber jedes Mal verloren.“ Macht des Fußball-Gesetzes, das den Kellerkindern keine Fortune zubilligt? „Wir haben das ja im Sommer und im Herbst am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn man hinten steht und einen Tiefschlag nach dem anderen wegstecken muss“, sagt Bobenstetter, der weiß, dass die Hofer spätestens seit der unglücklichen 3:4-Niederlage in Fürth am vergangenen Wochenende die Rolle des Absteigers angenommen haben und deswegen ohne Druck auftreten können.

Die mickrige Hofer Ausbeute von nur neun Punkten ist für die Oberfranken natürlich deprimierend, für den Rest der Konkurrenz, die um den Klassenverbleib spielt, sind Erfolge gegen das Schlusslicht Pflicht. Wer gegen Hof patzt, hat praktisch einen Malus, der schwer aufzuholen ist. Gut möglich, dass in dieser Saison die magische Grenze von 40 Punkten nicht zwingend zum Klassenerhalt reicht. Das Hinspiel gegen Hof haben die Buchbacher mit 3:0 gewonnen, jetzt soll auch der zweite Dreier gegen das Schlusslicht her. „Der Sieg gegen Burghausen wird erst dann richtig wertvoll, wenn wir auch in Hof einen Dreier holen“, hat Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier schon unmittelbar nach dem Derby-3:1 am vergangenen Freitag  prognostiziert.

Dass die Buchbacher in den bisherigen fünf Regionalliga-Vergleichen mit Hof noch nie als Verlierer vom Platz gegangen sind, ist für Bobenstetter eine bemerkenswerte Randnotiz, mehr aber nicht. „Davon können wir uns nichts kaufen. Wir haben großen Respekt vor dem Gegner und wir müssen so weitermachen wie in den bisherigen Spielen“, mahnt der Coach einerseits zu „Bescheidenheit und Demut“, fordert aber andererseits von seiner Truppe aber auch Mut: „Wir müssen Jagd auf die drei Punkte machen. Wenn wir in Hof 1:0 gewinnen, haben wir alles richtig gemacht.“

Keeper Alexander Strobl, der gegen Burghausen Rot gesehen hat, wird durch Maxi Weber ersetzt, ansonsten wird sich bei den Rot-Weißen nicht viel ändern. Ob die angeschlagenen Markus Grübl und Maxi Bauer schon wieder dabei sind, ist fraglich. Im Hinblick auf das Spiel am Ostermontag in Unterhaching wird Bobenstetter wohl keine personellen Experimente wagen, zumal auch Stephan Thee und Patrick Drofa mit vier Gelben vorbelastet sind.

Fotos & Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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