Buchbach in Bayreuth zum Siegen verdammt

Die Rot-Weißen gastieren am Samstag um 14 Uhr mit „gutem Gefühl“

Schafft der TSV Buchbach noch den direkten Klassenerhalt oder muss das Gründungsmitglied der Fußball-Regionalliga Bayern in die Relegation? Diese Frage wird voraussichtlich erst am letzten Spieltag beantwortet, bis dahin gilt es für die Rot-Weißen, die durch die Niederlage gegen Ingolstadt auf den Relegationsplatz abgerutscht sind, möglichst viele Punkte zu sammeln. So ist ein Sieg am Samstag um 14 Uhr bei der SpVgg Bayreuth fast schon Pflicht.

Hat auf den Tag genau vor einem Jahr in Bayreuth getroffen und möchte dies am Samstag möglichst wiederholen: Florian Pflügler.

Die Oberfranken sind mit 42 Punkten fast schon aus dem Schneider, Buchbach könnte bei einer Maximalausbeute von noch neun zu vergebenen Punkten im besten Fall noch auf 43 Zähler kommen. Derzeit sieht es nach einem Zweikampf zwischen Buchbach und dem SV Schalding-Heining um den direkten Ligaverbleib aus, die Niederbayern haben einen Punkt mehr auf dem Konto, besitzen zudem das deutlich bessere Torverhältnis, müssen aber bereits am heutigen Freitag beim FC Bayern München II Farbe bekennen. Während Buchbach nächste Wochen den designierten Vizemeister TSV 1860 München II zu Gast hat und zum Saisonfinale das Derby beim TSV 1860 Rosenheim bestreitet, erwartet Schalding nächste Woche den FC Augsburg II und wird am 20. Mai bei Schlusslicht Hof vorstellig.

Prognosen sind schwer zu treffen, wie eine mögliche Relegation genau aussehen wird, ist auch noch nicht sicher. Nach aktuellem Stand treffen die beiden Regionalliga-Releganten auf einen der beiden Bayernliga-Vizemeister und ermitteln in Hin- und Rückspiel jeweils einen Regionalligisten für die kommende Spielzeit. Sollte Meister Unterhaching aufsteigen, wird ein zusätzlicher Platz frei und die Verlierer der ersten Runde bekommen im direkten Vergleich eine zweite Chance. Im Raum steht ja auch noch der drohende Zweitligaabstieg der Münchner Löwen, der deren U21 in die Bayernliga verdammen würde und auch die finanzielle Zukunft des VfR Garching ist ja noch nicht gesichert.

„Auf all diese Dinge haben wir ja keinen Einfluss. Für uns kann es einzig allein nur darum gehen, noch möglichst viele Punkte einzusammeln“, sagt Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der weiter zuversichtlich bleibt: „Wir wussten ja im Winter, dass wir bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen. Und wenn wir den Umweg über die Relegation gehen müssen, dann nehmen wir diese Aufgabe an.“

Ein positives Vorzeichen für das Duell am Samstag bei der SpVgg Bayreuth verheißt ein Blick auf die Statistik: Die letzten drei Gastspiele in Bayreuth konnten die Buchbacher allesamt gewinnen, umgekehrt haben die Bayreuther fast immer die Punkte aus Buchbach mitgenommen. Zuletzt beim 5:1 in der Vorrunde – das war einer der größten Tiefpunkte der Saison aus Buchbacher Sicht. Auf den Tag genau, also am 6. Mai 2016 haben die Buchbacher vor Jahresfrist einen 2:1-Erfolg in Bayreuth gelandet, wobei Florian Pflügler und Maxi Bauer nach einem 0:1-Rückstand die drei Punkte herausgeschossen haben, die damals den endgültigen Klassenerhalt bedeutet haben. „Warum soll uns das am Samstag nicht wieder gelingen. Ich habe ein gutes Gefühl“, so Hanslmaier.

Die Bilanz mit nur einem Punkt aus den drei letzten Spielen empfindet auch der Sportliche Leiter als nicht so prickelnd: „Wir mussten die Spieler nach der Niederlage gegen Ingolstadt schon wieder aufrichten, aber grundsätzlich liegen wir mit den Ergebnissen nach der Winterpause ja gut im Rennen.“ Und auch personell sieht es bei den Gästen im Gegensatz zu den Hausherren, die zahlreiche Ausfälle zu beklagen haben, gut aus. Nur Patrick Drofa muss eine Gelbsperre absitzen, ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Christian Brucia (Probleme mit den Adduktoren), der Rest ist an Bord. Hanslmaier: „Unsere medizinische Abteilung um Jószef Féhér hat hier ganz hervorragende Arbeit geleistet.“

Fotos & Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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