Sehr unglückliche 0:1-Niederlage gegen 1860 II – Aber: Noch liegt Rot-Weiß vorne

Die Entscheidung um den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga ist auf den letzten Spieltag vertagt: Der TSV Buchbach hat am Samstag eine überaus unglückliche 0:1-Niederlage gegen Vizemeister 1860 München II kassiert, bleibt aber einen Punkt vor dem SV Schalding-Heining, der sich vom FC Augsburg mit 4:4 getrennt hat.

Die Buchbacher müssen am kommenden Samstag beim TSV 1860 Rosenheim ran, die Schaldinger gastieren in Hof. „Wir Trainer sind superstolz auf die Mannschaft. Wir haben stark nach vorne gespielt, haben viele Chancen herausgespielt, hatten aber einfach kein Ball-Glück“, klagte Buchbachs Co-Trainer Walter Werner, der sich jedoch sicher ist: „Das Glück, das uns heute gefehlt hat, werden wir nächste Woche in Rosenheim erzwingen. Da muss die Hütte brennen. Wir haben noch alles in eigener Hand.“

Dass sich Maxi Drum die zehnte Gelbe abgeholt hat und damit in Rosenheim zuschauen muss, ist natürlich alles andere als optimal. Voraussichtlich wird auch Simon Motz, der schon früh wegen einer Knieverletzung vom Feld musste, nicht in Rosenheim auflaufen können. Die Verletzung scheint jedoch nach ersten Untersuchungen nicht so schwerwiegend, wie zunächst angenommen. „Wir haben einen breiten Kader, dann spielen eben Moritz Löffler und Gordon Büch von Anfang an. Da mache ich gar keinen Sorgen“, so Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier.

Die erste gute Gelegenheit der Partie hatte Nico Karger, der jedoch nach einem Konter über den Kasten zielte (24.), doch dann waren die Rot-Weißen am Drücker: Hursan György lenkte einen Freistoß von Stephan Thee mit den Haarspitzen noch über die Latte (25.) und in der 33. Minute hätte Patrick Drofa das 1:0 erzielen müssen, als er nach einem langen Ball von Patrick Walleth den Ball über Keeper Marco Hiller lupfte, aber Kilian Jakob in letzter Sekunde noch retten konnte. Dramatisch wurde es am Ende des ersten Durchgang, als Drofa nach einem Alleingang an Hiller scheiterte (44.) und Ugur Türk im Gegenzug aus dem Gewühl heraus traf (45.)

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber deutlich die Schlagzahl, zwangen die Junglöwen phasenweise über Minuten in die eigene Hälfte, aber der erlösende Ausgleich wollte nicht gelingen. Immer wieder brachten die Löwen bei Schüssen der Hausherren irgendwie ein Bein dazwischen, der Freistoß-Kracher von Florian Pflügler war zu unplatziert (68.) und der Schuss von Aleks Petrovic kullerte aus wenigen Metern haarscharf am Pfosten vorbei. Riesenpech für die Rot-Weißen dann in der 80. Minute, als Merphi Kwatu nach Flanke von Drofa die Beine weggezogen wurden, aber die Pfeife von Schiedsrichter von Markus Pflaum stumm blieb.

In der turbulenten Schlussphase köpfte Pflügler über den Kasten (88.) und der eingewechselte Breu fand bei einer Doppelchance im Fünfmeterraum gleich zwei Mal im bärenstarken Hiller seinen Meister – einfach zum Verzweifeln!

Immerhin: Beim Showdown in Rosenheim steht Maxi Bauer nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung und sollte für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen können. Hanslmaier: „In diesem Bereich habe uns ein paar Körner gefehlt. Da hätte uns ein Maxi Bauer schon gut getan.“

TSV Buchbach: Strobl – Grübl, Pflügler, Drum, Motz (17. Büch) – Walleth, Petrovic – Drofa, Thee, Jevtic (75. Brucia) – Kwatu (82. Breu). Trainer: Bobenstetter/Werner

TSV 1860 München II: Hiller – Aigner, Weber, Jakob – Koussou (46. Simon), Mayer (28. Bachschmid, 79. Daferner) – Hursan, Sabbagh – Türk – Karger, Helmbrecht. Trainer: Bierofka.

Tore: 0:1 Türk (45.)

Schiedsrichter: Plaum (Dörfleins)

Zuschauer: 993

Gelb: Walleth, Drum – Bachschmid, Sabbagh, Simon

Fotos & Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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