Buchbach beim 0:2 in Schalding einfach zu lethargisch – Keine Abschlüsse

Der TSV Buchbach hat am Freitagabend mit einer 0:2-Niederlage beim SV Schalding-Heining die Quittung für einen schwachen Auftritt kassiert. „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz als der Gegner, aber vorne hatten wir keine Abschlüsse“, musste Anton Bobenstetter konstatieren und bekannte: „Schalding hat verdient gewonnen. Wir sind mit dem Ergebnis noch gut bedient.“

Der Coach der Rot-Weißen hatte nach dem Auftaktsieg gegen Rosenheim exakt die gleiche Mannschaft aufgeboten und rätselte nach der leblosen Darbietung: „Es gibt Spiele, bei denen man genau sagen kann, warum man verloren hat, warum wir aber nach dem Sieg gegen Rosenheim, bei dem wir vieles richtig gemacht haben, so ein Spiel abliefern, ist unerklärlich. Das war kein Pech, da war kein Schiedsrichter schuld. Wir haben einfach völlig versagt.“ Als Trainer ist man ja im Normalfall froh, wenn man eine erfolgreiche Mannschaft – never change a winning team – im nächsten Spiel unverändert wieder aufbieten kann, doch davon konnte am Freitag keine Rede sein. Bobenstetter: „Wenn ich die Mannschaft auf drei Positionen verändert hätte, hätte jeder gesagt, dass der Trainer jetzt spinnt. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich zehn andere Spieler bringen müssen.“

Bezeichnend, dass sich die Mannschaft in 90 Minuten keine einzige klare Chance erarbeiten konnte und Distanzschüsse von Markus Grübl und Thomas Leberfinger noch die gefährlichsten Aktionen waren, wenngleich SVS-Keeper Markus Schöller mit den Versuchen keine Probleme hatte. Schalding hat so gespielt, wie es die Buchbacher erwartet hatten: In der Defensive mit einer Fünferkette kompakt und vorne mit weiten Bällen. „Die Schaldinger Stürmer sind ja nicht groß gewachsen, deswegen haben unsere Innenverteidiger fast alle Bälle weggeköpft, aber wir haben dann keinen zweiten Ball erwischt“, ärgerte sich Bobenstetter, der auch am Tag nach dem Spiel noch nicht wusste: „Keine Ahnung, wo unser Mittelfeld war – egal ob die Bälle nach außen oder ins Zentrum kamen, wir waren bei den zweiten Bällen immer meilenweit weg.“

Beim ersten Schaldinger Treffer köpfte Adrian Gahabka eine Flanke von Alexander Kurz in die Box und Neuzugang Fabian Schnabel vollendete per Innenpfosten (11.) und dem zweiten Treffer ging ein langer Ball von Stefan Rockinger voraus, den Christian Seidl nach schöner Einzelleistung aus spitzem Winkel im Tor unterbrachte (72.). „Solche Situationen hatten wir erst gar nicht. Wir wollten alles spielerisch lösen, aber das geht einfach nicht. Da hat es an Einsatz und Wille gefehlt, die Tugenden, die den TSV Buchbach ausmachen, haben wir komplett vermissen lassen“, kündigte Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier eine postwendende Kopfwäsche an und Bobenstetter erklärte: „Wenn wir am Mittwoch gegen die Löwen so spielen wie gegen Schalding, dann erleben wir ein Waterloo.“

SV Schalding-Heining: Schöller – Alagöz, Köck (58. Beck), Burmberger – Gahabka, Kurz – Brückl, Enzesberger, Rockinger – Seidl (89. Bauer), Schnabel (79. Huber). Trainer: Köck

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Drum, Büch – Walleth (73. Maier), Petrovic – Drofa (74. Breu), Thee, Brucia (62. Denk) – Bauer. Trainer: Bobenstetter/Werner.

Tore: 1:0 Schnabel (11.), 2:0 Seidl (72.)

Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)

Zuschauer: 1 215

Gelb: Enzesberger – Leberfinger, Walleth, Drofa

coypright: Michael Buchholz