Die Buchbacher, hier Hannes Maier, segelten aufgrund der Verletztenmisere in den letzten Wochen hart am Wind. Foto Buchholz

Am Samstag um 16 Uhr wird in der SMR-Arena gegen die Bundesliga-Reserve gefeiert

Nach der Wies‘n ist vor dem Oktoberfest! Wie das geht? Ganz einfach: Nach dem 0:0 in Pipinsried absolvierten die Regionalliga-Fußballer des TSV Buchbach ihren traditionellen Besuch auf der Münchner Wies‘n und am Samstag beim Heimspiel gegen den FC Augsburg II veranstalten die Rot-Weißen ihr eigenes Oktoberfest mit Wies’nbier, Grillhendl, Ente und Schweinshaxn.

Ob es nach der Partie – Anpfiff ist um 16 Uhr – auch für die Buchbacher Spieler, Trainer und Fans auch Punkte zu feiern gibt, muss man abwarten, schließlich kommt mit dem Team von Trainer Dominik Reinhardt die Mannschaft der Stunde in die SMR-Arena: Vier Siege aus den letzten vier Spielen bei einem wahrlich imponierenden Torverhältnis von 15:2 stehen für die Gäste zu Buche – mit 29 Saisontreffern haben die Schwaben nur ein Tor weniger als Spitzenreiter TSV 1860 München erzielt.

„Wir freuen uns riesig auf das Spiel, weil wir gegen Augsburg fast immer super Spiele gemacht haben“, sagt Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier. 18 Mal sind sich die beiden Team seit 2004 bislang gegenüber gestanden, bis auf wenige Ausreißer war es immer knapp, aber die Bilanz der Rot-Weißen ist bei acht Siegen und nur vier Niederlagen absolut positiv.

Mit dem erst 19-jährigen Marco Richter haben die Augsburger einen angehenden Bundesligaspieler in ihren Reihen, der mit Sicherheit zu den ganz großen Talenten in Deutschland gehört, Bundesliga-Haudegen Jan-Ingwer Callsen-Bracker (33) erzielte vor Wochenfrist das Siegtor gegen Wacker Burghausen und gehört wie der 35-jährige Markus Feulner (rund 250 Bundesligaspiele) zu den Leitwölfen neben Supertechniker Efkan Bekiroglu (22), der schon fünf Mal in dieser Saison getroffen hat.

„Bei Augsburg ist es fast egal, wer spielt, die Augsburger haben 38 Profis, da hast du immer mit Leuten zu tun, die für diese Liga eigentlich zu gut sind“, weiß Hanslmaier und fügt hinzu: „Unser Jungs spielen da ja oft genug gegen Leute, die man normalerweise nur im Fernsehen sieht.“

Die angespannte Personalsituation hat sich bei den Gastgebern gegenüber dem Pipinsried-Spiel etwas entschärft: Thomas Leberfinger und Christian Brucia sind wieder an Bord und für Patrick Walleth könnte es nach seiner Bänderverletzung auch wieder zu einem Kaderplatz reichen. „Wir haben unsere Engpässe super überstanden, obwohl wir zwischendurch vier Spiele nicht gewonnen haben. Hannes Maier und Moritz Moser haben in Pipinsried eine super Leistung in der Innenverteidigung abgeliefert, Mo hat bei seinem ersten Einsatz so gespielt, als ob er schon immer bei uns gewesen wäre“, sagt Hanslmaier.

Wegen der Verlegung des Bayernspiels auf Ende November haben die Rot-Weißen nach der Partie gegen Augsburg jetzt 14 Tage Pause und können nach der sehr intensiven Phase mit 13 Punktspielen und drei Pokalrunden regenerieren, frische Kräfte tanken und die Wehwehchen auskurieren. „Ein Dreier wäre jetzt natürlich ein satter Abschluss“, hofft Hanslmaier auf Zählbares, damit trotz der Pause die Distanz zu den hinteren Plätzen gewahrt bleibt. „Danach wollen wir mit geballter Buchbach-Power wieder einsteigen und bis zum Winter noch so viele Punkte wie möglich sammeln“, so die Planspiele des Sportlichen Leiters, der hofft, dass dann auch Stefan Denk, der derzeit im Aufbautraining steckt, wieder angreifen kann.

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