Buchbach mit breiter Brust gegen Schalding

Sieht sowohl Buchbach als auch Schalding auf einem guten Weg: Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier

Freitag um 19 Uhr in der SMR-Arena Revanche für die Hinrunden-Pleite

Acht Spiele in Folge hat der TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern nicht mehr verloren und trifft nun am heutigen Freitag um 19 Uhr in der SMR-Arena auf den SV Schalding-Heining, der in der Tabelle mit vier Siegen aus den letzten vier Spielen entscheidend Boden gut gemacht hat und jetzt nur noch zwei Zählern hinter den Gastgebern liegt.

Hält die Serie der Buchbacher, die erst vier Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz gegangen sind oder schaffen die Schaldinger Auswärtssieg Nummer drei? „Schalding ist aktuell auswärts die erfolgreichste Mannschaft der Liga“, sagt Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier mit Blick auf die beiden jüngsten Siege bei den Jungbayern und der SpVgg Bayreuth. Pferdefuß: Es waren die beiden ersten Auswärtssiege der Niederbayern in neun Begegnungen zuvor.

Die Rot-Weißen können und wollen mit breiter Brust antreten. „Nach drei Unentschieden vor eigenem Publikum wollen wir im vorletzten Heimspiel vor der Winterpause unbedingt einen Dreier und damit die 30-Punkte-Marke knacken“, sagt Hanslmaier, der weiß, dass Trainer Anton Bobenstetter wieder mehr Alternativen zur Verfügung stehen, zumal Christian Brucia seine Gelbsperre abgesessen und Patrick Walleth seine Grippe auskuriert hat. Ob’s für Maxi Hain (Achillessehen-Reizung) reicht, muss man abwarten.

„Da sind schon große Emotionen im Spiel“, weiß Hanslmaier, der die Rivalität der Spieler untereinander als sehr hoch einschätzt, wenngleich sich beide Vereine auf Funktionärsebene freundschaftlich verbunden fühlen. Im Hinspiel hatte Schalding nach einer ganz schwachen Vorstellung der Oberbayern die Nase mit 2:0 vorne, im nächsten Spiel besiegten aber die Buchbacher gleich die Münchner Löwen mit 1:0 und sorgten damit für die erste faustdicke Überraschung der Liga. Hanslmaier: „Wenn ein 0:2 die höchste Saisonniederlage ist, haben wir sowieso kein Problem.“

Mit je fünf Siegen und vier Unentschieden ist die Bilanz in diesem ostbayerischen Derby ausgeglichen, wobei die Niederbayern in der jüngeren Vergangenheit Boden gut gemacht haben. Die aktuelle Entwicklung der Passauer nötigt Hanslmaier ohnehin Respekt ab: „Noch nie stand Schalding zu dieser Phase der Saison so gut da wie dieses Jahr. Und das trotz des personellen Umbruchs im Sommer. Das spricht für die tolle Arbeit, die da geleistet wird.“ Ähnliche Strukturen, ähnliche Problemstellungen, logisch, dass der Sportliche Leiter Parallelen zieht: „Mit der gleichen Kontinuität, die wir leben, erarbeitet sich auch Schalding die Erfolge. Beide Vereine bewegen sich auf Augenhöhe und schaffen es immer wieder Spieler aus niederklassigeren Vereinen auf Regionalliga-Niveau zu heben. Das hat Schalding diese Saison sehr gut gemacht, aber wir stehen da nicht an.“

Dass sich Moritz Sassmann und Hannes Maier, gerade für den Bayern-Treffer des Monats nominiert, nach den langfristigen Verletzungen von Maxi Bauer, Thomas Leberfinger, Stephan Thee und Maxi Drum so schnell akklimatisiert haben, freut Hanslmaier besonders: „Auf die Jungs ist Verlass. Und wenn ein Spieler wie Moritz mal zwei oder drei Spiele draußen sitzt, dann hat er Zeit um gut zu trainieren und Kräfte zu sammeln. Er hat das angenommen und ist auf einer ungewohnten Position brutal stark wieder zurückgekommen.“ Mit Nikolai Davydov, Marco Neudecker, Felix Köpf und Alexander Linner sieht Hanslmeier vier junge Spieler in Lauersteller, die letzte Saison noch in der A-Jugend gespielt haben: „Ich gehe davon aus, dass die Jungs nach der Wintervorbereitung mehr und mehr Einsatzzeiten bekommen. Welche Qualität sie haben, sieht man am Abschneiden unserer Zweiten in der Kreisliga. Daran kann man ablesen, dass wir auf einem guten Weg sind und das macht uns unheimlich Freude.“

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors