Buchbach klettert nach drittem Sieg auf Rang sechs

Maxi Bauer trifft beim 1:0-Sieg gegen Schweinfurt – Drei Mal ohne Gegentreffer

Maxi Bauer erzielte das Tor des Abends.

Der TSV Buchbach hat seine kleine Serie in der Fußball-Regionalliga Bayern auf drei Siege in Folge ausgebaut: Nach dem 1:0-Erfolg am Freitagabend gegen die Profis aus Schweinfurt kletterten die Rot-Weißen auf Rang sechs und haben sich ein Neun-Punkte-Polster auf die Relegationsplätze erarbeitet. Erfreulich: Bei allen drei Siegen blieb die Mannschaft von Trainer Anton Bobenstetter ohne Gegentreffer.

Beim ersten Heimdreier des Jahres sahen die 625 Zuschauer trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Partie mit hohem Tempo. „Man hat gut gesehen, was die Mannschaft leisten kann, wenn sie eine normale Trainingswoche hat und nicht alle drei Tage ran muss“, erklärte Bobenstetter mit Blick auf das Mammut-Programm der nächsten zwei Wochen, bei dem die Buchbacher binnen zehn Tagen gleich vier Spiele bestreiten müssen. „Das wird sonst keiner anderen Mannschaft zugemutet. So hart trifft es nur uns“, zeigt sich der Buchbacher Coach mit den Ansetzungen der Nachholspiele alles andere als zufrieden, zumal: „Wir haben ja selber nie Spiele abgesagt. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man die Nachholspiele während der Woche auswärts oder daheim spielt. Wir haben Spieler, die praktisch ihren ganzen Jahresurlaub nur für den TSV Buchbach brauchen, weil sie nur ganze Tage Urlaub nehmen können.“

Umso wichtiger ist es für die Buchbacher, dass sie schon vor dieser Mega-Belastung 38 Punkte auf dem Konto haben. „Wenn ein Spieler wegen einer kleineren Blessur eine Woche ausfällt, verpasst er gleich drei Spiele“, macht sich Bobenstetter Sorgen um die Gesundheit seiner Spieler: „Je höher die Belastung, desto größer das Verletzungsrisiko.“ Ob Keeper Daniel Maus (Gehirnerschütterung) und Patrick Walleth (Kehlkopfprellung), die am Freitagabend ins Krankenhaus mussten, bis zum Nachholspiel am Mittwoch in Eichstätt wieder einsatzfähig sind, muss man abwarten. Kurios: Gleich beide Mannschaften mussten zur Pause ihre Torhüter tauschen: Maus war bei einer Rettungstat mit dem Pfosten kollidiert und Schweinfurts Alex Eiban hatte sich einer Oberschenkelzerrung zugezogen.

Schiedsrichter Andreas Hummel musste in der hektischen Anfangsphase zwischen Lukas Kling, Marco Fritscher, Maxi Hain, Thomas Leberfinger und Patrick Walleth schlichten , als es zur Rudelbildung kam.

Schon in der ersten Halbzeit hatten sich die Buchbacher ein Chancenplus erarbeitet, obwohl die Schnüdel teilweise das gefälligere Spiel zeigte. Die meisten Schweinfurter Attacken konnten aber unterbunden werden, weil Markus Grübl und Moritz Moser die gefährlichen Flügelspieler Steffen Krautschneider und Marius Willsch gut im Griff hatten und weil Maxi Hain und Walleth das Zentrum bestens abschirmten, so dass Top-Stürmer Adam Jabiri kaum Abschlüsse hatte.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren dominanter und in der 50. Minute klopfte Ali Petrovic mit einer Bogenlampe gegen die Latte schon mal an. Das Tor des Abends fiel dann in der 80. Minute: Eine abgerutschte Flanke wurde durch ein Schweinfurter Abwehrbein erst scharf und Maxi Bauer schaufelte die Kugel aus 14 Metern unter die Latte. Bobenstetter: „Das war ein Top-Regionalligaspiel mit riesigem Tempo und vielen Chancen auf beiden Seiten. Offensiver hätten wir nicht spielen können, sonst hätten wir uns einen Gegentreffer eingefangen.“ Und auch Schweinfurts Coach Gerd Klaus war trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben den Kampf gut angenommen. Das war ein 50:50-Spiel, bei dem klar war, dass die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt.“

TSV Buchbach: Maus (46. Weber) – Grübl, Leberfinger, Drum, Moser – Walleth, Hain – Drofa, Petrovic, Denk (82. Büch) – Bauer (81. Breu). Trainer: Bobenstetter/Werner

1.FC Schweinfurt: Eiban (46. Paulus) – Messingschlager, Strohmaier,Wolf, Fritscher – Kracun – Willsch, Ferry, Kling (64. Görtler), Krautschneider (54. Pieper)  – Jabiri. Trainer: Klaus.

Tor: 1:0 Bauer (80.)

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau)

Zuschauer: 625

Gelb: Denk, Walleth – Wolf, Pieper

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar