Beim 0:3 gegen Ingolstadt II fehlte die Effizienz – Hain spielt mit Bänderriss durch

Vor einer Woche noch auf Wolke sieben, hadert der TSV Buchbach drei Spiele später mit dem schier unmenschlichen Spielplan in der Fußball-Regionalliga Bayern und der eigenen Chancenverwertung. Vor knapp 600 Zuschauer spielten die Rot-Weißen den FC Ingolstadt II 50 Minuten an die Wand und unterlagen dann deutlich 0:3.

„Recht viel besser können wir nicht spielen, allerdings hätten wir unsere Chancen nützen müssen“, ärgerte sich Trainer Anton Bobenstetter über die überflüssige Niederlage und unkt: „Der Spielplan, der uns aufgedrückt wurde, kann uns den Klassenerhalt kosten. Aktuell weiß ich nicht, wie wir die sieben Punkte holen können, die uns noch fehlen.“ Das Auslassen hochkarätiger Möglichkeiten kann freilich nur insofern am Spielplan festgemacht werden, weil eben mit der Frische auch die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlt, eklatant ist jedoch, dass nur manchen Vereinen etwas abverlangt wird, was anderen Mannschaften erspart bleibt: „Nach unserem Spiel am Freitag in Augsburg haben wir vier Spiele mehr als Bayreuth absolviert. Die Bayreuther spielen dann ihre Nachholspiele, wenn es bei den meisten Gegnern um nichts mehr geht, weil die zu dem Zeitpunkt schon gerettet sind. Wir müssen dann tatenlos zusehen“, ereifert sich der Buchbacher Coach.

Das böse Wort Wettbewerbsverzerrung hat in Buchbach noch keiner in den Mund genommen, aber laut gedacht wird es beileibe nicht nur vom Trainerteam. Vor allem die Zwangsverlegung der Heimspiele gegen Pipinsried und gegen Ingolstadt II empfinden die Buchbacher als unverhältnismäßig. Bobenstetter: „Wir spielen unser Heimspiele auch dann, wenn andere Vereine absagen und werden dafür auch noch bestraft. Und Abteilungsleiter Günther Grübl fügt an: „Die ungünstigen Termine haben uns neben der sportlichen Misere auch noch viele Zuschauer gekostet. Wir leben aber von unseren Zuschauern.“ Ein Teufelskreis: Wie bei anderen Vereinen wollen natürlich auch die Buchbacher Fans möglichst Siege in der heimischen SMR-Arena feiern, fehlen die Erfolge, bleiben auch die Zuschauer aus.

Bobenstetter hat am Dienstag die Mannschaft aufgeboten, die zuvor drei Siege am Stück eingefahren hat, aber wie viel ist die Bestaufstellung nach dem sechsten Spiel innerhalb von 21 Tagen noch wert? Fakt ist jedenfalls, dass der Mannschaft nach den Kontertoren von Thomas Kurz (53.) und Tjark Dannemann (61.) sowohl die Kraft als auch die geistige Frische gefehlt haben, um gegen defensive bärenstarke Schanzer noch mal die Wende zu packen. Der finale Konter in der 90. Minute mit dem Treffer von Alexander Krogler tat am Ende nichts mehr zur Sache. „Die Mannschaft ist völlig am Boden“, gewährte Bobenstetter Einblicke in die Kabine. Hinzu kommt noch, dass wohl Maxi Hain die nächsten Spiele versäumen wird. Der Kapitän hat sich beim Foul von Kurz, für das der Ingolstädter Gelb gesehen hat, einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Bobenstetter: „Maxi hat auf die Zähne gebissen und durchgehalten. Das ist ein echter Mentalitätspieler, der uns jetzt auch noch fehlen wird.“

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Drum, Moser (68. Büch) – Walleth, Hain – Drofa (80. Breu), Petrovic, Denk (80. Kwatu) – Bauer. Trainer: Bobenstetter/Werner

FC Ingolstadt II: Buntic – Langen, Kotzke (71. Gerlspeck), Grauschopf, Niklas – Suljic, Kurz, Breitfeld (79. Kogler) – Dannemann  (85. Schröder), Hasenhüttl, Elm. Trainer: Demir.

Tore: 0:1 Kurz (53.), 0:2 Dannemann (61.), 0:3 Kogler (90.)

Schiedsrichter: Emmer (Schalding)

Zuschauer: 596

Gelb: Hain – Grauschopf, Kurz, Kotzke

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar