Buchbacher 1:1 gegen Bayreuth – Petrovic und Denk am Dienstag gesperrt

Planungen für den Sommerurlaub müssen die Spieler des TSV Buchbach weiter auf Eis legen: Nach dem halbgaren 1:1 am Freitagabend gegen die SpVgg Bayreuth steht das Schreckgespenst Relegation weiter drohend in den Startlöchern – eine siebte Saison in der Fußball-Regionalliga Bayern ist noch längst nicht gesichert.

Die Freude über den ersten Punktgewinn nach fünf Niederlagen in Serie und über den ersten Heimpunkt gegen Bayreuth in der gesamten Buchbacher Regionalliga-Geschichte hielt sich in Grenzen. „Wir hätten nach einer halben Stunde mit 2:0 führen müssen“, monierte Trainer Anton Bobenstetter. Stattdessen gingen die Gäste in der neunten Minute in Front, als die Buchbacher den Ball im Zentrum vertändelten, Ivan Knezevic auf Patrick Hobsch durchsteckte, der aus 13 Metern vollstreckte. Nur drei Minuten später aber der Ausgleich nach einem Freistoß von Patrick Walleth: Thomas Leberfinger war mit den Haarspitzen dran, aber letztlich gab wohl Julian Kolbeck dem Ball die entscheidende Richtung. Zwei Minuten später hatte Tommy Breu Pech, dass sein Kopfball nach einer Flanke von Moritz Moser an den Pfosten klatschte und auch ein Kracher von Breu aus spitzem Winkel zischte über die Latte.

„Buchbach war in der ersten halben Stunde klar überlegen, wir haben sehr viele Zweikämpfe verloren und viele Standards verursacht, die dann auch zu dem Eigentor geführt haben“, konstatierte Bayreuths Trainer Christian Stadler, der aber sein Team gegen Ende der ersten Halbzeit besser im Spiel sah und seine Mannschaft in der Pause aufforderte, ihr Spiel durchzuziehen: „Das hat dann auch sehr gut geklappt. Da waren wir klar überlegen.“ Durchaus zutreffendes Statement, Buchbach wollte, konnte aber nicht. Und das wirkte schon befremdlich, stecken doch die Bayreuther gerade in der Vielspielphase mit Herausforderungen im Drei-Tages-Rhythmus, die Stadler als „unmenschlich für Amateure“ bezeichnete, während die Rot-Weißen eine ganze Woche Pause hatten.

„Da hat sich dann eben die große Qualität von Bayreuth gezeigt“, erklärte Bobenstetter, der in den ersten 45 Minuten ständig höheres Tempo von seiner Truppe gefordert hatte, um die Bayreuther müde zu spielen. Das misslang letztlich, zumal die Oberfranken im zweiten Abschnitt sehr konzentriert verteidigten und in der Schlussphase dem Sieg näher war.

Pech für Buchbach allerdings, dass Schiedsrichter Lothar Ostheimer in der 65. Minute ein klares Handspiel von Tobi Weber, der nach einem Schuss von Maxi Bauer kurz vor der Linie rettete, übersehen hat. Fünf Gelbe gegen Buchbach plus die Gelb-Rote gegen Petrovic in einem überwiegend fairen Spiel sprechen auch eine deutliche Sprache, zumal Ostheimer auf der anderen Seite nur ein einziges Mal Gelb zückte. Kein Wunder, dass es nach dem Schlusspfiff zu Rudelbildungen kam, die Buchbacher waren richtig sauer auf den Unparteiischen, der sich aus dem Pulk Petrovic herauspickte, um ihm die zweite Gelbe unter die Nase zu halten. „Ich habe kein Wort gesagt“, beteuerte der Buchbacher Spielmacher, der jetzt beim wichtigen Spiel am Dienstag im Garching ebenso fehlt wie Stefan Denk, der sich die fünfte Gelbe eingehandelt hat. Ob Leberfinger nach einem Schlag aufs Sprunggelenk in der kurzen Zeit wieder spielfähig wird, ist fraglich.

TSV Buchbach: Maus – Moser, Leberfinger (27. Maier) , Drum, Büch – Walleth, Hain – Breu (83. Brucia), Petrovic, Denk (66. Kwatu) – Bauer. Trainer: Bobenstetter/Werner

SpVgg Bayreuth: Skowronek – Dengler, Kolbeck, Weber – Held, Schmitt, Wolf – Knezevic, Böhnlein, Hobsch – Ulbricht. Trainer: Stadler.

Tore: 0:1 Hobsch (9.), 1:1 Leberfinger (12.)

Schiedsrichter: Ostheimer (Sulzberg)

Zuschauer: 820

Gelb: Maier, Drum, Büch, Moser – Held

Gelb-Rot: Petrovic (92.) wegen Foulspiels und Reklamierens

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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