Bobenstetter: Keine Tore, keine Punkte

Buchbach scheitert bei der 0:1-Niederlage in Nürnberg an der Chancenverwertung 

„Keine Tore, keine Punkte“, bilanzierte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter nach der ersten Saisonniederlage in der Fußball-Regionalliga Bayern am Dienstagabend. Beim 0:1 in Nürnberg konnten die Rot-Weißen eine Vielzahl an Möglichkeiten nicht nutzen und gingen deswegen leer aus.

Die Buchbacher Bank mit Trainer Anton Bobenstetter und Sportlichem Leiter Georg Hanslmaier sah viele Chancen der Rot-Weißen, aber kein Tor.

„Positiv ist, dass wir in der Schlussphase läuferisch überlegen waren und viel Druck aufgebaut haben. Das ist gegen eine ausgeruhte Profi-Zweite, die am Wochenende spielfrei war, absolut keine Selbstverständlichkeit“, befand der Buchbacher Trainer, dessen Team viel Ballbesitz hatte: „Das schwere Spiel in Augsburg haben wir gut weggesteckt.“ Während die Augsburger den Buchbacher noch mit einem Eigentor gefällig waren, verteilte die Mannschaft von Trainer Reiner Geyer keine Geschenke. Ganz im Gegenteil. Die U21 des Bundesligisten profitierte beim Tor des Tages durch Jakov Medic von einem Billardtor. Bobenstetter: „Erst haben wir eine Ecke nicht gut verteidigt, dann wurde der Schuss gleich drei Mal abgefälscht, so dass der Ball einfach ins Tor gekullert ist.“

Nürnberg hatte hingegen das Glück, dass in der Nachspielzeit ein ebenfalls abgefälschter Schuss von Thomas Leberfinger um wenige Zentimeter am Pfosten vorbeirauschte – das war die letzte von vielen Buchbacher Möglichkeiten zum Ausgleich. Den Kopfball von Stefan Denk in der 21. Minute vermochte Nürnbergs Keeper Nikola Vasilj gerade noch zur Ecke zu klären, in der 32. Minute konnte Denk eine scharfe Hereingabe von Sassmann nicht verwerten, drei Minuten später war der Ex-Freisinger fast schon durch, wurde aber in letzter Sekunde noch vom Ball getrennt werden. „Für einen Elfmeter war das zu wenig“, wusste auch Bobenstetter.

Auch nach dem Seitenwechsel tauchten die Rot-Weißen immer wieder gefährlich vor dem Tor der Franken auf: Erst zischte ein Kopfball von Sassmann nach Flanke von Aleks Petrovic knapp übers Gehäuse (60.), drei Minuten später fand ein Schuss des gleichen Spielers aus guter Distanz nicht ins Tor unter und in der 70. Minute brachte Maxi Bauer allein vor Vasilj den Ball nicht richtig unter Kontrolle. Auf der anderen Seite konnte Daniel Maus gegen den durchgebrochenen Aaron Frimpong Manu klären (75.), ehe ein Kopfball von Bauer nach Freistoß von Maxi Drum knapp am Gehäuse vorbeiging (85.). Ehe der finale Schuss von Leberfinger nicht den gewünschten Erfolg hatte, versuchte es auch noch Patrick Drofa aus spitzem Winkel (90.) ohne zählbares Resultat.

„Schade, wir hätten uns einen Punkt sicherlich verdient. Im Grunde wäre ich auch bei einem Unentschieden nicht ganz zufrieden gewesen, dass wir aber gar nichts mitnehmen, ist schon ärgerlich“, erklärte Bobenstetter, der jetzt darauf hofft, dass sein Team im Derby am Freitag um 19 Uhr gegen Rosenheim endlich das nötige Zielwasser findet: „Wir haben jetzt keine Zeit zu trauern, sondern müssen den Mund abwischen und einfach weitermachen.“

1.FC Nürnberg II: Vasilj – Medic, Grimmer, Mouhaman, Kraulich – Schimmel,  Schleimer (66. Nürnberger), Heinze – Harlaß (87. Euschen), Manu (78.Pex), Engelhardt. Trainer: Geyer

TSV Buchbach: Maus – Leberfinger, Hain, Rosenzweig – Grübl (73. Brucia), Walleth, Petrovic, Drum – Sassmann, Denk (58. Bauer), Kwatu (46. Drofa). Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

Tor: 1:0 Medic (18.)

Schiedsrichter: Beretic (Friedberg)

Zuschauer: 172

Gelb: Manu – Leberfinger, Brucia

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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