Drofa, Bauer und Sassmann treffen zum 3:0 – 1860 Rosenheim stirbt in Schönheit

Es war eigentlich wie immer, wenn das Regionalligaderby Buchbach gegen 1860 Rosenheim auf dem Programm steht: Starke Leistungen beider Mannschaften, toller Unterhaltungswert und am Ende bleiben die Punkte in der SMR-Arena. Auch am Freitagabend feierten die Rot-Weißen einen 3:0-Erfolg, der sechste Heimsieg im sechsten Heimderby gegen die roten Sechziger.

Ganz anders als in der Vergangenheit der Umgangston unter Trainern und Verantwortlichen: Geprägt von einer freundschaftlichen Atmosphäre wurde noch lange nach dem Spiel miteinander geplaudert und gefachsimpelt. „Endlich ist der alte Schmarrn vergessen, so macht das doch viel mehr Spaß. Und so soll es jetzt auch bleiben. Wir sind Amateurvereine und Nachbarn und müssen zusammenstehen“, sagte Rosenheims Sportlicher Leiter Hansjörg Kroneck und Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl freute sich: „Endlich ist das Gift raus und es geht nur noch um Fußball. Die Rivalität auf dem Platz ist da, das ist ja ganz normal, aber das war’s dann auch.“

Den besserten Fußball zeigten in den ersten 45 Minuten die Sechziger, allerdings blieb das Bemühen brotlos. „Wir haben die Räume gut bespielt, aber wir müssen derzeit einfach viel zu viel investieren, um mal in Führung zu gehen“, erklärte Trainer Ogi Zaric, während Kroneck ergänzte: „Wir sind wieder wie in Aschaffenburg in Schönheit gestorben.“ Anders die Rot-Weißen, denen es unter der Woche bei der Niederlage in Nürnberg ähnlich ergangen war. Diesmal überstanden die Buchbacher die erste Halbzeit schadlos und gingen dann in der 58. Minute nach schöner Einzelleistung von Maxi Bauer in Front, als Rosenheims Keeper Mario Stockenreiter den Schuss von Bauer Patrick Drofa vor die Füße patschte und der Flügelflitzer am langen Pfosten keine Mühe mehr hatte. Als Bauer in der 67. Minute in einen Rückpass von Wiggerl Räuber spurtete und den Ball an Stockenreiter vorbei einschieben konnte, war die Partie bereits entschieden. Der erste Regionalligatreffer von Moritz Sassmann überhaupt, der nach Ecke von Patrick Walleth aus acht Metern einköpfte (77.), war aus Buchbacher Sicht nur noch das Sahnehäubchen.

„Die ersten beiden Treffer sind aus individuellen Fehlern entstanden, wobei es Buchbachs Bauer beim ersten Tor auch stark macht“, ärgerte sich der junge Rosenheimer Coach, der jedoch feststellte: „Der Sieg für Buchbach ist verdient.“ Anton Bobenstetter analysierte auf der anderen Seite: „Wir haben in der Phase, in der es nicht gut für uns gelaufen ist, die Null gehalten, ruhig weitergespielt und in unserer guten Phase die Tore geschossen. Früher sind wir oft nach vorne gerannt, wenn es mit dem Tor nicht geklappt hat und haben dann die Gegentore bekommen, die wir dann nicht mehr aufholen konnten.“

Das Buchbacher Trainerteam stellte nach der Pause von Dreier- auf Viererkette um, dadurch bekamen die Rot-Weißen mehr Zugriff. „Wir haben uns dann mit viel Willen die Chancen herausgespielt, die wir vor der Pause nicht hatten. Da war Rosenheim klar besser und da hat man die Handschrift des Trainers gesehen, der in kurzer Zeit eine tolle Mannschaft geformt hat und mit seiner Arbeit auch Erfolg haben wird. Dieser sympathische und kompetente junge Mann wird seinen Weg gehen“, so Bobenstetter, der allgemein anmerkte: „Man hat einfach gesehen, dass beim dritten Spiel in einer Woche das Tempo nicht mehr ganz so hoch war. Wir konnten nach der Pause noch etwas mehr Tempo gehen und haben dann zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“

TSV Buchbach: Maus – Rosenzweig, Hain, Moser – Grübl, Walleth (78. Leberfinger), Petrovic, Drum (71. Sassmann) – Brucia (23.  Drofa), Bauer, Bahar. Trainer:  Bobenstetter/Bichlmaier.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Lenz (70. Linner), Räuber, Heiß, Krätschmer – Neumeier (77. Krüger), Maier, Shabani, Mayerl (55. Bosnjak) – Jahic, Majdancevic. Trainer: Zaric.

Tore: 1:0 Drofa (58.), 2:0 Bauer (67.).3:0 Sassmann (77.)

Schiedsrichter:  Kornblum (TSV Chieming)

Zuschauer: 830

Gelb: Grübl – Maier, Shabani,  Neumeier

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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