Buchbach am Samstag unter Zugzwang

Um 16 Uhr gegen Fürth II – Drofa fällt sechs Wochen aus – Leberfinger gesperrt

Nach einer Woche Liga-Pause geht es für den TSV Buchbach am Samstag um 16 Uhr in der Fußball-Regionalliga Bayern weiter: Die Rot-Weißen erwarten nach dem erfolgreichen Pokalauftritt am Mittwoch bei Türkgücü-Ataspor München nun die SpVgg Greuther Fürth II und stehen dabei schon etwas unter Zugzwang.

Patrick Drofa (links) muss nach einem Bruch des Wadenbeinköpfchens sechs Wochen pausieren.

„Die beiden unglücklichen Niederlagen in Memmingen und gegen Heimstetten haben uns schon sehr weh getan und weil wir ja letzte Woche wegen dem Schweinfurter DFB-Pokalspiel gegen Schalke zum Zuschauen verurteilt waren, fehlen uns jetzt schon die Punkte von drei Wochenenden. Und deswegen haben wir natürlich Druck“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, der sich jedoch sicher ist: „Diesen Druck haben wir aber ab dem ersten Spieltag und das schon seit Jahren. Meine Spieler haben gelernt damit umzugehen. Wir sehen das positiv, denn wir brauchen den Druck, um die Leistungen abzurufen, die uns Siege bringen und uns in der Liga halten.“

Bobenstetter und Andi Bichlmaier sind gegen Fürth zu einigen personellen Änderungen gezwungen, denn es müssen zahlreiche Spieler ersetzt werden. Am schlimmsten hat es Patrick Drofa erwischt, der sich bei einem Zusammenprall im Training das Wadenbeinköpfchen gebrochen hat und deswegen sechs Wochen pausieren muss. „Brüche dauern nun mal sechs Wochen, das lässt nicht beschleunigen“, weiß der Buchbacher Coach, der auch auf Moritz Sassmann verzichten muss: „Er hat am Mittwoch einen Schlag auf den Spann bekommen, der Fuß ist geschwollen, da geht am Samstag sicher nichts.“ Inwiefern Maxi Bauer nach einem ziemlich heftigen Foul am Mittwoch fit wird, muss man abwarten, sicher fehlen der verhinderte Markus Grübl und der mit Gelb-Rot gesperrte Thomas Leberfinger. Fast alle Ausfälle betreffen also die rechte Buchbacher Abwehr- und Angriffsseite, so es wohl nicht nur zu personellen, sondern auch zu taktischen Umstellungen kommen könnte.

Gegen Fürth II haben die Rot-Weißen eine ganz schwache Bilanz: In zwölf Spielen gab es schon sechs Niederlagen, aber nur einen Sieg und der liegt bereits sechs Jahre zurück – höchste Zeit also, dass sich daran etwas ändert. Bei den Gästen, die zwei Punkte mehr auf dem Konto haben, führt seit dieser Saison der ehemalige Löwe Daniel Adlung die jungen Fürther an: Der 30-Jährige hat bislang alle sieben Saisonspiele bestritten und wird auch in Buchbach als spielender Co-Trainer auflaufen. Wohl ebenfalls mit dabei ist der erst 18-jährige Maxi Bauer, der im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund über 90 Minuten als Innenverteidiger zum Einsatz gekommen ist. Zu beachten ist sicherlich auch Dominic Minz (19), der vor drei Wochen von RB Leipzig an den Ronhof gekommen und bereits zwei Mal für die Mannschaft von Trainer Petr Ruman im Einsatz war. Der 22-jährige Benedikt Kirsch, der schon 15 Mal in der 2. Bundesliga gespielt hat, könnte ebenfalls im Team von Ruman, der vor der Saison Angreifer Egson Gashi (18) von Darmstadt 98 mitgebracht hat.

„Unsere größte Herausforderung war im Vorfeld die Verlegung von Freitag auf Samstag. Wir Trainer und die Spieler wissen das sehr wohl zu würdigen, was für ein Aufwand hier von den ganzen freiwilligen Helfern geleistet wird, die ja alle wegen dem Pokalspiel kurzfristig umdisponieren mussten“, sagt Bobenstetter, der natürlich hofft, dass dieser Aufwand auch belohnt wird: „Wenn wir drei Punkte einfahren, dann ist das für unsere vielen Helfer sicherlich der schönste Lohn.“

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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