Rassige Nullnummer in der SMR-Arena

Buchbachs U23 und Saaldorf trennen sich nach einem Spiel mit viel Tempo torlos

Das war Werbung für Bezirksliga-Fußball! Auch wenn die 150 Zuschauer am Samstagabend in der SMR-Arena bei nasskalten Temperaturen keine Tore zu sehen bekamen, so lieferten Buchbachs U23 und der SV Saaldorf doch eine absolut sehenswerte Partie mit viel Tempo, rassigen Zweikämpfen und mit tollen Torraumszenen vor allem im zweiten Abschnitt ab.

„Wenn das Spiel 3:3 ausgeht, dann wäre das auch in Ordnung gewesen. Mir als Trainer ist natürlich ein 0:0 lieber, aber Fakt ist, dass das Spiel keinen Sieger verdient hat. Das wäre ungerecht gewesen“, so Buchbachs Spielertrainer Manuel Neubauer, der sich 80 Minuten als Spielmacher gegen starke Saaldorfer Defensivreihen abrackerte.

Die Gäste aus dem Rupertiwinkel hatten die ersten Möglichkeiten durch Stefan Pöllner und den Hünen Felix Großschädel, der ja in der Jugend bei RB Salzburg ausgebildet wurde, dann aber damals wegen zu geringer Körpergröße durchs Raster gefallen ist. Die Gastgeber hatten im ersten Abschnitt nur eine echte Möglichkeit, bei der Neubauer im Nachfassen aber das Tor aus relativ spitzem Winkel verfehlte. Der läuferische Aufwand, den beide Mannschaften betrieben, spiegelte sich dann erst im zweiten Durchgang auch in Chancen wider, als phasenweise im Minutentakt Möglichkeiten herausgespielt wurden. Denis Rexhepi hatte in der 54. Minute den Buchbacher Führungstreffer auf dem Schlappen, ließ sich aber nach einem Solo auf einen Zweikampf ein und blieb dann am zweiten Gegenspieler hängen. Auf der anderen Seite musste Daniel Süßmaier gegen Stefan Schreyer retten, dann wehrte er einen Freistoß des gleichen Spielers ab und in der 63. Minute zwang ihn Pöllner mit einem Kopfball aus sechs Metern zu einer Glanzparade.

Dann wieder die Buchbacher: Der kampfstarke Christian Sonnleitner packte in der 70. Minute einen Kracher aus 25 Metern aus, den Maximilian Steinmaßl mit viel Können entschärfen konnte, eine Minute später machte der Saaldorfer Keeper einen Kopfball von Thomas Leberfinger unschädlich, als er dann wiederum zwei Minuten später einen Freistoß-Torpedo von Leberfinger parierte, wusste er am Ende selbst nicht recht, wie ihm geschah: „Ich hatte keine Ahnung, wo ich hinspringen sollte und hab den Ball dann irgendwie erwischt.“ In der 74. Minute feuerte Saalsdorfs Paul König einen gefährlichen Drehschuss ab und in der 81. Minute drosch Nikolai Davydov in letzter Sekunde einen Schuss von Michael Hauser von der Linie. „So weit hinten habe ich Niko noch gar nie gesehen. Ich weiß gar nicht, wo der plötzlich hergekommen ist, aber das war stark von ihm“, lobte Neubauer. Michael Schreyer auf der einen und Alex Linner auf der anderen Seite hatten dann in der Schlussphase noch Möglichkeiten, aber Tore wollten an diesem Abend einfach nicht mehr fallen.

„Ein geiles Spiel. Wir können zufrieden sein, auf der Leistung können wir weiter aufbauen“, freute sich Neubauer und auch Regionalligacoach Anton Bobenstetter war begeistert: „Ein richtig tolles Match.“

TSV Buchbach II: Süßmaier – Linner, Leberfinger, Orth Köpf – Wittmann, Sonnleitner (85. Neudecker), Kufner, Bachmayr – Neubauer (81. Perovic) – Rexhepi (63. Davydov). Trainer: Neubauer/Trojovsky

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Dauner (München)

Gelb: Sonnleitner, Linner, Neubauer – König, M. Schreyer, Pöllner

coypright: Michael Buchholz

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