Pokalkracher: Löwen in Buchbach

Viertelfinale wahrscheinlich am 10. Oktober – Traumlos mit kleinem Fragezeichen

Es gibt Traumlose, die auf den ersten Blick, das große Glück verheißen: Das mit Abstand attraktivste Los in der Runde der letzten Acht im bayerischen Totopokal-Wettbewerb hat der TSV Buchbach mit den Münchner Löwen gezogen. Die Partie gegen den Drittligisten wird voraussichtlich am 10. Oktober um 19 Uhr in Buchbach ausgetragen.

„Die Löwen hat sich natürlich jeder gewünscht“, so Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl, der jedoch schon am Vortag der Auslosung erklärte: „Wir nehmen es, wie es kommt, aber wir würden gerne auch mal in die Hauptrunde des DFB-Pokals kommen und dann wäre es sicher besser, wenn wir sportlich eine machbare Aufgabe bekämen.“ Und dachte an die Bayernligisten Erlangen oder Seligenporten.

Dass Rot-Weiß die Blauen kann, haben die Buchbacher am dritten Spieltag der letzten Regionalliga-Saison bewiesen, als die Elf von Trainer Anton Bobenstetter die Löwen durch ein Eigentor von Felix Weber 1:0 besiegten. Lieber wäre dem Kultclub aus dem Südosten Bayerns aber ein Aufeinandertreffen in der Vorschlussrunde oder gar im Finale gewesen, das dann vielleicht den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals gebracht hätte.

„Dass wir zwei Mal die Löwen packen, ist eher unwahrscheinlich“, so Grübl, wie Bobenstetter ein erklärter Sechzger-Fan. Nach dem Los-Entscheid geht es jetzt zum einen um den Termin und zum anderen um Kontingente und Sicherheitsfragen und die damit verbundenen finanziellen Aspekte. Die SMR-Arena ist für 2500 Zuschauer zugelassen, der Wahnsinns-Geldsegen trifft da die Rot-Weißen bei Einnahmeteilung zwischen den Vereinen und der Verbandsabgabe nicht – so viel zum Thema Traumlos, wobei ja auch Auftritte in Aschaffenburg oder Illertissen mit möglichen Aus drin gewesen wären. Dann natürlich schon lieber die Löwen daheim…

Titelverteidiger 1. FC Schweinfurt 05 muss auswärts beim Ligakonkurrenten FV Illertissen ran. Drittligist SpVgg Unterhaching gastiert beim Bayernligisten ATSV Erlangen, der SV Seligenporten (Bayernliga) empfängt Regionalligist SV Viktoria Aschaffenburg, so die weiteren Paarungen.

„Wir können uns auf eine weitere packende Pokalrunde freuen. Buchbach hat in der vergangenen Regionalliga-Saison ja schon einmal gezeigt, dass sie die Löwen im eigenen Stadion schlagen können. Und Schweinfurt ist zwar Titelverteidiger und hat den Drittligisten Würzburger Kickers aus dem Wettbewerb geworfen, tat sich aber in der laufenden Saison in der Liga auswärts oft etwas schwer“, bilanzierte Regionalliga-Spielleiter Josef Janker.

Der bayerische Pokalsieger 2018/19 startet in der folgenden Saison im DFB-Pokal. Dort winken ein echter Pokalknüller gegen einen namhaften Bundesligisten und Einnahmen aus der DFB-Pokal-Vermarktung von weit über 100.000 Euro. Amtierender Toto-Pokal-Sieger ist der 1. FC Schweinfurt 05, der in Runde eins des DFB-Pokals dem FC Schalke 04 knapp mit 0:2 unterlag.

Die Partien im Viertelfinale:

TSV Buchbach (Regionalliga) – TSV 1860 München (3. Liga)

ATSV Erlangen (Bayernliga) – SpVgg Unterhaching (3. Liga)

FV Illertissen (Regionalliga) – 1. FC Schweinfurt 05 (Regionalliga)

SV Seligenporten (Bayernliga) – SV Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga)

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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