Kann Buchbach die Löwen noch mal ärgern?

Die Rot-Weißen wollen am Mittwoch um 19.30 Uhr im Pokal Vorjahrescoup wiederholen

Szene aus dem Vorjahr: Patrick Walleth und Patrick Drofa auf den Fersen von Sascha Mölders.

TSV Buchbach gegen 1860 München – da war doch was! Die Löwen in die Fußball-Regionalliga Bayern abgestürzt und gleich am dritten Spieltag in Buchbach zu Gast: Nach einem Eigentor von Felix Weber setzte sich der krasse Außenseiter am 26. Juli 2017 in der ausverkauften SMR-Arena mit 1:0 durch und sorgte damals für eine krachende Sensation – knappe 15 Monate später die Neuauflage am Mittwoch um 19.30 Uhr im Viertelfinale des bayerischen Totopokals.

Wieder ausverkauftes Stadion, wieder dieses Knistern. „Wir hätten nach den beiden Spielen im Vorjahr nie gedacht, dass wir in einem Pflichtspiel noch einmal gegen 1860 München spielen würden“, so der bekennende Löwen-Fan Anton Bobenstetter, der natürlich unheimlich stolz ist, dass ein Team noch einmal gegen seine große Liebe ran darf: „Das ist ein unglaubliches Highlight für den Verein, für Buchbach und die gesamte Region mit ihren vielen Löwen-Fans, die dem Spiel seit Wochen entgegenfiebern.“

Nach dem Aufstieg der Löwen in die 3. Liga haben sich die sportlichen Voraussetzungen für Bobenstetter noch einmal entscheidend verändert: „Man kann die beiden Mannschaften der Löwen von damals und heute nicht mehr vergleichen. Da ist ja unheimlich viel Qualität dazu gekommen.“ Unter anderem der ehemalige Buchbacher Stefan Lex, der ja bei seinen weiteren Vereinen Fürth und Ingolstadt nie in Buchbach ran durfte, aber jetzt in den Planspielen von Löwen-Coach Daniel Bierofka sicher eine Option ist. Und natürlich brennt auch der ehemalige Burghauser Benjamin Kindsvater auf einen Einsatz in der Nähe seiner Heimatstadt Traunreut.

„Wer bei den Löwen spielt, tut für uns nichts zur Sache“, sieht Bobenstetter die Giesinger Profis auf allen Positionen stärker besetzt als seine Truppe, die ja zuletzt gegen Illertissen die schwächste Saisonleistung abgeliefert hat: „Sicher war Illertissen sehr stark, aber wir waren auch nicht gut. Woran das im Detail lag, haben wir noch herausfinden können. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns gegen 1860 München ganz anders präsentieren werden. Ansonsten kriegen wir eine Klatsche.“

Jubelnde Buchbacher nach dem Abpfiff, wiederholt sich die Szenerie am Mittwoch?

Dass die Löwen am Sonntag in Meppen mit 0:1 das Nachsehen hatten und nach starkem Saisonbeginn ins Mittelfeld abgesackt sind, passt dem Buchbacher Trainer überhaupt nicht: „Als Löwen-Fan hätte ich mir das ganz anders vorgestellt und als Trainer des TSV Buchbach hätte ich mir gewünscht, dass Sechzig Meppen auf den Mond schießt und dann etwas überheblich zu uns kommt. So ist Sechzig aber gegen uns in der Bringschuld und das ist nicht gut für uns.“

Gut für Buchbach: Die Trainer Bobenstetter und Andreas Bichlmaier haben den kompletten Kader zur Verfügung und können auch hinsichtlich des Spiels am Samstag in Schalding nach Gusto taktieren. Vermeintlich beste oder zweitbeste Aufstellung spielt in dieser Partie ohnehin nicht die ganz große Rolle, hier geht es um Willensstärke, eiserne Disziplin und das nötige Matchglück!

Um die Besucherströme zu entzerren, sind bereits ab 17.30 Uhr die Stadiontore geöffnet – dass ab diesem Zeitpunkt die Grill- und Ausschankstände in der SMR-Arena ebenfalls besetzt sind, müsste man eigentlich nicht extra erwähnen, ist aber gerade für Löwen-Fans, die mit den kulinarischen Gepflogenheiten in Buchbach nicht so vertraut sind, sicher auch ein Argument, um möglichst früh anzureisen.

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar