Buchbach: Knezevic verlängert schwarze Serie

Bayreuther trifft beim 0:3 dreifach – Oberfranken in allen Belangen überlegen

„Bayreuth war uns in allen Belangen von der ersten bis zur letzten Minute überlegen. So schwindlig gespielt worden sind wir in dieser Saison noch nie“, bekannte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter nach der deutlichen 0:3-Niederlage am Freitagabend – von Rückenwind nach dem 4:3-Sieg der Vorwoche in Schalding war nichts zu spüren.

Ivan Knezevic war der Mann des Abends, der alle drei Treffer für die Oberfranken erzielte und damit die schwarze Serie der Rot-Weißen verlängerte, die seit zehn Jahren keinen Heimsieg mehr gegen Bayreuth feiern konnten. Fast noch schlimmer: Der letzte Heimsieg dieser Spielzeit in der Regionalliga Bayern liegt auch schon fast zwei Monate zurück: Am 25. August gab’s ein 3:1 gegen Fürth II zu beklatschen, seither ist in der SMR-Arena der Wurm drin. Vor allem die beiden letzten Auftritte gegen Illertissen und gegen Bayreuth waren erschreckend schwach. Die einst von den Gegnern gefürchtete Buchbacher Heimstärke ist einer unerklärlichen Harmlosigkeit gewichen. Ganze zwei Torchancen – darunter ein Lattenkopfball von Thommy Breu (43.) – konnten sich die Buchbacher ohne den gesperrten Aleksandro Petrovic erarbeiten, dessen Fehlen freilich keine Ausrede sein kann, konnte die Mannschaft doch auch mit Taktgeber Petrovic in der jüngeren Vergangenheit daheim nichts reißen.

Extrem viele Fehlpässe prägten das Buchbacher Spiel, das gegen bärenstarke Gäste phasenweise recht emotionslos wirkte. Den Buchbachern fehlten schlicht und ergreifend die Mittel, eine Spielidee war nicht zu erkennen und in der Defensive gab es wieder haufenweise Fehler. Die Gäste, die aus den letzten fünf Spielen satte 13 Punkte geholt und so den Tabellenkeller verlassen haben, gingen mit der ersten Möglichkeit in Front, als sich Christoph Fenninger nach einem Chip über die Abwehr gegen Maxi Hain durchsetzte und Knezevic am langen Pfosten einschieben konnte (6.).

Richtig grausam war dann aus Sicht der Gastgeber die zweite Hälfte, in der Bayreuth nach Belieben dominierte und sogar noch zahlreiche Chancen ungenutzt ließ. Als Thomas Leberfinger in der 60. Minute einen 14-Meter-Schuss von Knezevic unhaltbar für Daniel Maus abfälschte und der Ex-Löwe in der 69. Minute eine Hereingabe von Fenninger verwerten konnte, war die siebte Saisonniederlage der Buchbacher, davon vier in der SMR-Arena, in Stein gemeißelt. Bobenstetter: „Wir hatten noch Glück, dass wir nicht höher verloren haben.“ Mit den Gastspielen beim VfR Garching, der zwar nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Rot-Weißen zählt, und in Aschaffenburg folgen nun zwei Auswärtsspiele, bei denen die Buchbacher die schwache Heimbilanz wettmachen sollten.

„Wenn wir die Punkte, die wir daheim holen wollten, alle eingefahren hätten, wären wir vorne mit dabei. Aber da gehören wir nicht hin“ räumte Bobenstetter nach der Partie ein. Mag sein, eine Erklärung für die schwache Vorstellung am Freitag ist das aber auch nicht und die Komplimente, die der Buchbacher Trainer für den Gegner aussprach, konnten auch nicht über die fehlenden Buchbacher Leitmotive hinwegtäuschen. Der viel beschworene „Kampf bis zum Umfallen“ sieht jedenfalls anders aus.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Hain, Brucia – Rosenzweig (61.  Denk), Walleth (73. Kwatu) – Bauer (73. Sassmann), Bahar, Breu – Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Dengler, Weber, Eder, Weimar – Wolf, Götzendorfer – Makarenko, Knezevic – Fenninger (86. Coleman), Sulejmani (46. Schiller). Trainer: Rost

Tore: 0:1 Knezevic (6.), 0:2 Knezevic (60.), 0:3 Knezevic (69.)

Schiedsrichter: Ostheimer (Sulzbach)

Zuschauer: 608

Gelb: Brucia – Makarenko

copyright: Michael Buchholz

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