Vor der Partie gegen Aschaffenburg zieht Sportlicher Leiter Hanslmaier Bilanz

Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier sieht immer größere Herausforderungen auf den Verein zukommen

Zum Start in die Rückrunde der Fußball-Regionalliga Bayern gastiert der TSV Buchbach am heutigen Samstag um 14 Uhr bei Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg, der sich zuletzt mit zwei Siegen in Folge auf Platz sieben hoch gearbeitet hat und derzeit zwei Zähler vor den Rot-Weißen steht.

Mitte Juli trennten sich bei Mannschaften im ersten Saisonspiel mit 2:2, als Markus Grübl die Buchbacher schon in der zweiten Minute in Führung schoss, die Viktoria dann aber die Partie drehte und Thommy Breu für den späten Ausgleich in der Nachspielzeit sorgte. Der Spielverlauf der Auftaktpartie wurde dann zum Spiegelbild der bisherigen Saison. „Wir haben eine Vorrunde mit Höhen und Tiefen gespielt“, so Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der von einer „überragenden Auswärtsbilanz“ spricht, aber von den meisten Heimauftritten auch nicht angetan ist: „Natürlich würden wir lieber die Heimspiele gewinnen, aber das ist halt kein Wunschkonzert und in dieser brutal starken Liga haben fast alle Mannschaften Probleme mit Ballbesitz-Fußball. Die Liga verzeiht längst keine Fehler mehr. Die Gegner erstarren auch längst nicht mehr in Ehrfurcht, wenn sie nach Buchbach kommen.“

Wie mörderisch die Liga ist, zeigt ein Blick auf die Halbzeittabelle: Die letzten acht Mannschaften trennen gerade mal zwei Punkte. Wer zwei Mal in Folge verliert, findet sich schnell ganz hinten. Hanslmaier: Zum Glück sind wir in dieser Saison sehr stabil und haben noch nie zwei Mal hintereinander verloren. Allerdings auch nicht zwei Mal in Folge gewonnen.“

Mit 22 Punkten nach der Vorrunde sieht Hanslmaier die Rot-Weißen „stabil im Mittelfeld“ und „so gut, wie schon seit Jahren nicht mehr“ postiert: „Das liegt in erster Linie daran, dass wir in dieser Saison weitgehend von schweren Verletzungen verschont worden sind.“ Ins gleiche Horn stößt auch Trainer Anton Bobenstetter: „Wir haben am Mittwoch im Stadion elf gegen elf im Training gespielt. Das ist für diese Jahreszeit ein Traum.“ Vor allem in den letzten beiden Spielzeiten hat sich ja die Mannschaft um im Oktober und November meist von alleine aufgestellt, aktuell fehlt nur Markus Grübl (Handbruch). Und mit Simon Motz ist ein Spieler wieder ins Training eingestiegen, der seit weit über einem Jahr wegen seiner komplizierten Knieverletzung nicht mehr dabei war.

Während viele Mannschaften bei den Auswärtsspielen in Aschaffenburg schon am Vortag anreisen, geht die weite Reise für die Buchbacher am heutigen Samstag um sieben Uhr morgens los. In Aschaffenburg haben die Rot-Weißen nur im Gründungsjahr der Regionalliga verloren, im Jahr darauf feierten die Oberbayern einen 4:1-Auswärtssieg und vor drei Jahren gab es ein 1:1 am Schönbusch.

„Wir wollen versuchen in den verbleibenden fünf Spielen noch die 30-Punkte-Marke zu knacken. Dann können wir gut in die Winterpause gehen und im Frühjahr vernünftig weiterarbeiten“, so Hanslmaier, der in der Winterpause die Gespräche mit den Spielern führen wird, deren Verträge auslaufen: „Natürlich ist ein Spieler wie Sammy Ammari ein Glücksfall für uns, aber wir werden künftig jedes Jahr solche Spieler brauchen. Der Trend zur Professionalisierung geht immer weiter. Viele Vereine, die zwar Amateurstatus haben, trainieren schon regelmäßig auch am Vormittag.“ Zudem müssen die Buchbacher ja auch die Mannschaft weiter verjüngen. Hanslmaier: „Wir können uns nicht ausruhen. Weder aktuell, noch in Hinblick auf die nächste Spielzeit. Wir haben selbstverständlich schon Gespräche mit jungen und ehrgeizigen Spielern geführt.“ Je eher die Buchbacher dem Ziel Klassenerhalt näherkommen, desto schneller könnten diese Gespräche dann auch erfolgreich abgeschlossen werden. Hanslmaier: „Wir spielen jetzt die siebte Saison in der Regionalliga. Das mag für den einen oder anderen Alltag sein. Für uns ist es eine Herausforderung, die von Saison zu Saison größer wird.“

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