Beim 4:0 gegen Augsburg wird’s am Ende deutlich – Tore: Hain, Ammari, Drofa, Petrovic

Der TSV Buchbach kann also doch noch in der SMR-Arena gewinnen: Zweieinhalb Monate nach dem 3:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth II haben die Rot-Weißen am Samstag einen 4:0-Erfolg gegen den FC Augsburg II gefeierte und sind mit 26 Punkten auf Platz acht der Fußball-Regionalliga Bayern geklettert.

Vor allem in der ersten Hälfte spielten die Gastgeber eine gute Partie und hätten durch einen Kopfball von Thomas Leberfinger (15.) früh in Führung gehen können. In der 22. Minute brachten die Augsburger bei einem Rückpass von Moritz Sassmann von der Grundlinie noch ein Abwehrbein dazwischen, sonst hätte Sammy Ammari eigelocht, in der 27. Minute war es dann aber soweit: Maxi Hain verwandelte einen von Jozo Stanic verursachten Handelfmeter mit einem wuchtigen Schuss in die Tormitte zum 1:0. „Wir hätten zur Pause deutlicher führen müssen“, spielte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter auch auf einige gute Schussgelegenheiten an, die von den Augsburgern geblockt wurden. Gleichzeitig bekannte der Coach: „Wenn Augsburg fünf Minuten nach dem Seitenwechsel den Ausgleich macht, wäre es schwer für uns geworden. Dann hätte der Gegner Oberwasser bekommen.“ So aber blieb es bei der Schrecksekunde für die Rot-Weißen, die nach dem Außennetz-Treffer von Sebastiano Nappo einige Zeit Mühe hatten die Partie wieder in den Griff zu bekommen.

Als Aleksandro Petrovic nach Zuspiel von Patrick Drofa gleich zwei Augsburger im Strafraum austanzte, hatten die Buchbacher Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Keeper Fleming Niemann entschärfte den Schuss aus fünf Metern mit einer sensationellen Parade (70.). Auf der Gegenseite hätte Ex-Bundesliga-Profi Markus Feulner den Ausgleich machen können, der 36-Jährige scheiterte aber alleine vor Daniel Maus (78.). Im Gegenzug dann aber die Vorentscheidung durch Ammari, der nach Zuspiel von Drofa und Weiterleitung von Petrovic am langen Pfosten ganz cool blieb und überlegt zu seinem achten Saisontreffer einschob (79.).

Nun brach der Wiederstand der Gäste und in der 87. Minute war Drofa nach Vorarbeit von Ammari und Petrovic aus acht Metern mit dem 3:0 zur Stelle. Und es kam sogar noch besser, als sich Maxi Bauer auf der linken Seite durchtankte und mustergültig für Petrovic auflegte, der den Ball am langen Pfosten nur noch über die Linie drücken musste (90.).

„Der Heimsieg war wichtig für die Seele. Der FC Bayern hat nur zwei Heimsiege in der Bundesliga, wir immerhin schon drei. Fast die Hälfte der Mannschaften in der Regionalliga haben noch keine drei Heimsiege“, kramte Bobenstetter ein wenig im Zahlenwerk der Auswärtsvorteile, die den Fußball aktuell bestimmen, während Augsburgs Trainer Alexander Frankenberger gestand: „Der Buchbacher Sieg ist verdient, ist aber etwas zu hoch ausgefallen. Buchbach war uns in den Zweikämpfen überlegen. Das hat den Ausschlag gegeben. Insgesamt wollten die Buchbacher den Sieg mehr als meine Spieler.

Bereits am kommenden Samstag steht für die Rot-Weißen das nächste Heimspiel gegen 1. FC Nürnberg II auf dem Programm, vielleicht gibt es ja dann sogar den vierten Heimsieg zu beklatschen.

TSV Buchbach: Maus – Moser, Hain, Leberfinger, Drum – Walleth (67. Rosenzweig), Petrovic – Drofa, Sassmann (85. Orth), Brucia (80. Bauer) – Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier

FC Augsburg II: Niemann – Stanic, Feulner, Negrea – Lannert (54. Kilian), von Schröter, Schuster, Mbila – Nappo (59. Mergel), Stowasser (68. Kurz), Rösch. Trainer: Frankenberger.

Tore: 1:0 Hain (27., Handelfmeter), 2:0 Ammari (79.), 3:0 Drofa (87.), 4:0 Petrovic (90.)

Schiedsrichter: Potemkin (Friesen)

Zuschauer: 609

Gelb: Drum, Walleth, Hain, Petrovic, Leberfinger – Schuster, Rösch

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Patrick Drofa gegen Alex Negrea und Josue Mbila

Moritz Sassmann setzt sich mit seiner Dynamik gegen Markus Feulner durch, der in der Bundesliga für Bayern München, Köln, Mainz, Dortmund, Nürnberg und Augsburg gespielt hat

Drei der vier Buchbacher Torschützen auf einem Bild (von links): Aleks Petrovic, Patrick Drofa und Sammy Ammari