1:1 gegen Nürnberg II nach Rückstand – Viele Chancen liegen gelassen

Der TSV Buchbach schippert in der Fußball-Regionalliga Bayern weiter in relativ ruhigen Gewässern und rangiert nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg II mit acht Punkten Vorsprung auf die Gefahrenzone auf Platz acht. Acht Punkte haben die Rot-Weißen aus den letzten vier Spielen geholt und wollen diese kleine Serie auch in den verbleibenden beiden Spielen am Samstag um 14 Uhr in Rosenheim und am 1. Dezember gegen Memmingen aufrecht erhalten.

Bei Sonnenschein, aber eisigem Ostwind lieferten die Rot-Weißen gegen die spielerisch sehr starken Mittelfranken eine couragierte Leistung ab und hätten bei dicken Chancen durch Maxi Drum (20.) und Aleks Petrovic (22.) in Führung gehen müssen. Auf der Gegenseite hatten aber die Nürnberger durch Philipp Harlaß (24.) und Robin Heußer (36.) zwei dicke Dinger, ehe Harlaß nach Patzer von Drum unbedrängt flanken konnte und Kapitän Erik Engelhardt bei einem Kopfball aus sechs Metern wenig Mühe hatte (38.).

Buchbach zeigte sich allerdings wenig beeindruckt und hatte bis zur Pause zwei Großchancen durch Sammy Ammari: Nach Ecke von Drum scheiterte der Buchbacher Mittelstürmer mit einem Kopfball an der Unterkante der Latte, ehe die Kugel via Innenpfosten aus dem Tor sprang (41.) Zwei Minuten später verlängerte Patrick Drofa eine weitere Drum-Ecke, doch Ammari zirkelte den Ball aus 14 Metern knapp übers Gestänge. „Die zweite Chance muss ich machen“, gestand der Angreifer. Und Trainer Anton Bobenstetter erklärte: „Meiner Meinung nach hätten wir mit einem 1:1 in die Pause gehen müssen. Jeder weiß, wie schwer es ist, wenn man zur Halbzeit hinten liegt. Vor allem dann, wenn man gegen eine sehr starke Nürnberger Mannschaft spielt. Kompliment deswegen an meine Mannschaft, dass sie ruhig geblieben ist und dann nach der Pause den Ausgleich erzielt hat.“

Mit dem ersten guten Angriff nach dem Seitenwechsel gelang dann gleich der Ausgleich, als Drofa und Ammari nach Flanke von Drum auf Maxi Bauer ablegten, der die Pille unter Mithilfe von Lennart Grimmer über die Linie stocherte (56.). Die beste Gelegenheit auf den Siegtreffer für Buchbach hatte Moritz Sassmann nach Flanke von Bauer in der 78. Minute, doch sein Kopfball landete neben dem Pfosten, die Nürnberger hätten dann in der Nachspielzeit noch fast zugeschlagen, doch Tobias Stoßberger brachte den Ball aus extrem spitzem Winkel nicht im Tor unter.

„Unter Strich geht das Unentschieden in Ordnung“, bilanzierte Nürnbergs Trainer Fabian Adelmann nach einem fairen Spiel, in dem Schiedsrichter Michael Bacher nicht eine Gelbe verteilen musste. Trotzdem war die Partie umkämpft und am Ende war auch Bobenstetter zufrieden: „Wir haben wieder einen Punkt mehr auf dem Konto. Das zählt. Insgesamt haben wir derzeit schon einen sehr guten Lauf. Deswegen sehnen wir auch die Winterpause noch längst nicht herbei, sondern freuen uns schon auf das Derby am Samstag in Rosenheim. Die Spiele gegen Rosenheim waren in der Vergangenheit ja immer Highlights. Wir hoffen natürlich, dass uns möglichst viele Fans am Samstag nach Rosenheim begleiten.“

TSV Buchbach: Maus – Brucia (46. Moser), Hain, Leberfinger, Drum – Petrovic, Rosenzweig – Drofa, Sassmann (85. Bahar), Bauer (80. Breu) – Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier

1.FC Nürnberg II: Klandt – Schimmel, Medic, Grimmer, Mouhaman – Heußer – Harlaß (89. Stoßberger), Freitag (70. Schleimer), Nürnberger – Engelhardt, Euschen (64. Zizek). Trainer: Adelmann.

Tore: 0:1 Engelhardt (38.), 1:1 Grimmer (64., Eigentor)

Schiedsrichter: Bacher (Amerang)

Zuschauer: 643.

Gelb: Fehlanzeige.

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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