Manhart kommt, Drofa geht

Stürmer-Talent aus Freising für die Rot-Weißen – Weitere Angreifer gesucht

Stühlerücken beim Fußball-Regionalligisten TSV Buchbach im Angriff: Nach Sammy Ammari (24) und Maxi Bauer (25) verlässt auch Patrick Drofa im Sommer die Rot-Weißen. Mit dem 19-jährigen Andi Manhardt konnte der Kultverein umgekehrt aber einen talentierten Angreifer unter Vertrag nehmen, der vom SE Freising aus der Landesliga Südost kommt.

Patrick Drofa verlässt nach vier Jahren den TSV Buchbach.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Andi einen sehr gut ausgebildeten Stürmer verpflichten konnten, an dem wir sicher viel Freude haben werden“, sagt Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der dem Flügelstürmer den Sprung in die Eliteliga Bayerns auf alle Fälle zutraut: „Er hat in dieser Saison in 20 Spielen fünf Tore für Freising in der Landesliga erzielt, das ist für einen jungen Angreifer keine schlechte Quote.“ Der Oberschleißheimer, der bei der JFG TaF Glonntal ausgebildet wurde, spielt seit der U17 bei Freising und hat in der U19-Bezirksoberliga in 24 Spielen 22 Tore geschossen, ein Jahr später in der U19-Landesliga waren es immerhin 13 Tore in 19 Begegnungen. „Andi ist ein junger Spieler aus der Region, der den nächsten Schritt machen will. Somit passt er super in unser Konzept“, so Hanslmaier über den Studenten, der Sport und Mathematik fürs Lehramt studiert.

Mit Drofa verlässt hingegen ein wichtiger Angreifer nach vier Jahren die Rot-Weißen, der 27-Jährige wechselt zur SpVgg Osterhofen in die niederbayerische Bezirksliga West. „Pat war die lange Fahrtstrecke vom Aufwand her einfach auf Dauer zu viel, deswegen hat er um Vertragsauflösung gebeten“, erklärt Hanslmaier. Musste Drofa, der eigentlich Vertrag bis 2020 hatte, von seinem Wohnort bislang vier Mal wöchentlich gut über zwei Stunden im Auto sitzen, so sind es nach Osterhofen gerade mal zehn Minuten. In bislang 105 Regionalligaspielen hat Drofa 18 Treffer für Buchbach erzielt und möchte noch den einen oder anderen Treffer zum Klassenerhalt beitragen. „Pat hat in den vier Jahren hier super Leistungen gebracht, aber wir haben Verständnis für seine Situation“, so Hanslmaier, der klar macht: „Wir sind natürlich noch auf der Suche nach weiteren Angreifern. Ist ja klar, dass wir nicht nur einen Stürmer holen, wenn wir drei abgeben.“ Allerdings hat Hanslmaier die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, Talente zum Schritt in die Regionalliga zu überzeugen: „Es gibt immer wieder Talente, die sich das aus unterschiedlichen Gründen nicht zutrauen.“

Manhart ist nach Jonas Wieselsberger und Lukas Winterling (beide SpVgg Landshut), der dritte Sommer-Zugang. Hanslmaier: „Wir wollen den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern aus der Region weitergehen und sind mit der Kaderplanung schon relativ weit. Natürlich werden wir die Augen auch nach einem etablierten Angreifer offen halten, aber erfahrungsgemäß klappt das halt meist erst nach der Saison oder erst während der Vorbereitung. Das macht uns jetzt nicht nervös.“

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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