Buchbach entführt Punkt aus Bayreuth

Drum bringt die Rot-Weißen beim 1:1 mit Freistoß in Front – Später Ausgleich bitter

Der TSV Buchbach hat am vierten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern einen weiteren Punkt für den Klassenerhalt aufs Konto gebracht: Die Mannschaft von Markus Raupach und Andi Bichlmaier führte nach einem Freistoßtreffer von Maxi Drum (74.) bis in die Nachspielzeit, ehe dem eingewechselten Tim Sulmer noch der Ausgleich gelang.

Brachte Buchbach mit einem direkten Freistoß in Bayreuth in Front: Maxi Drum.

„Die Mannschaft war natürlich nach dem späten Ausgleich etwas enttäuscht, aber wir können trotzdem mit dem Punkt zufrieden sein“, so Bichlmaier, der den Gastgeber ein Übergewicht an Spielanteilen zusprach. Aufgrund des erhöhten Verkehrsauskommen wegen des Ferienbeginns standen die Buchbacher phasenweise im Stau und kamen erst um 18 Uhr in Bayreuth an, so dass trotz des um eine Viertelstunde verschobenen Anpfiffs nur wenig Zeit zur Vorbereitung blieb. „Es war mit unserer verspäteten Ankunft ein schweres Spiel. Die Vorteile lagen klar bei der Heimmannschaft, wir waren mit dem 0:0 zur Pause gut bedient. In der zweiten Hälfte haben wir aber nicht mehr viel zugelassen. Die SpVgg konnte mit ihrer großen Qualität auf der Bank noch nachlegen. Mit dem einen Punkt sind wir zufrieden,“ resümierte Raupach.

Nach dem Auswärtssieg in Memmingen wollten die Bayreuther mit Macht den nächsten Dreier einfahren und hatten vor der Pause auch Möglichkeiten durch Alexander Piller, Johannes Golla, Ivan Knezevic und Edwin Schwarz, auf Seiten der Gäste blieb ein Kopfball von Thomas Leberfinger, der nach einer Ecke knapp über den Kasten rauschte, die einzig nennenswerte Chance. Nach der Pause standen die Buchbacher hinter sehr sicher und die Oldschdod tat sich schwer. „Da war von Bayreuth wenig zu sehen“, so Bichlmaier, der sich ein wenig wunderte, dass Bayreuths Trainer Timo Rost die defensive Spielweise der Rot-Weißen kritisierte und anführte, dass er seine Mannschaft lieber Fußball spielen ließe, anstatt zu mauern. „Das ist leicht gesagt, wenn man Leute wie Christoph Fenninger oder Tim Sulmer von der Bank bringen kann. Wir mussten für Stefan Denk mit Maxi Hain einen Abwehrspieler einwechseln, weil wir offensiv nichts mehr hatten. Bayreuth hat im Sommer drei Stürmer bekommen, wir mussten drei abgeben“, so Bichlmaier, der auch noch auf den angeschlagenen Thommy Breu verzichten musste.

Den Freistoß, den Drum in der 74. Minute über die Mauer ins untere Eck schoss, holte kurz zuvor Denk raus, der von Tobias Weber gefällt wurde. Bichlmaier: „Aus meiner Sicht eine 50:50-Entscheidung zwischen Gelb und Rot.“ Schiri Thomas Stein beließ es bei der gelben Karte und Drum versenkte zwar nicht scharf, aber sehr präzise. Nach der Einwechslung von Hain schoben die Buchbacher Ali Petrovic weiter nach vorne. „Wir hatten ja sonst gar keinen mehr, der vorne etwas die Bälle hätte festmachen können“, erklärt Bichlmaier, der findet: „Dass uns vorne die Durchschlagskraft fehlt, wissen wir alle, aber auf der Abwehrleistung können wir aufbauen. Die Sinne sind geschärft, wir wissen, dass wir uns hinten einfach keine Aussetzer erlauben können.“ Beim Gegentreffer konnte die Buchbacher Hintermannschaft für eine Sekunde den Raum nicht hundertprozentig schließen, ein Schnittstellenpass erreichte Fenninger, der den mitgelaufenen Sulmer so bediente, dass der Ex-Garchinger keine große Mühe hatte, aus fünf Metern seinen Premierentreffer für Bayreuth zu erzielen (90. + 2).

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Messingschlager, Weber, Schwarz, Golla (49. Koussou) – Wolf – Schiller (76. Sulmer), Knezevic, Kracun, Piller – Marinkovic (64. Marinkovic). Trainer: Rost.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Rosenzweig, Leberfinger, Drum, Bahar – Walleth, Petrovic – Brucia (90. Orth), Denk (76. Hain), Culjak (54. Wieselsberger). Trainer: Raupach/Bichlmaier.

Tore: 0:1 Drum (74.), 1:1 Sulmer (90. + 2)

Schiedsrichter: Stein Homburg)

Zuschauer: 654

Gelb: Kracun, Schwarz, Weber, Messingschlager – Brucia, Leberfinger, Walleth, Petrovic.

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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