Auf der Jagd nach Bonuspunkten

Samstag um 14 Uhr beim Tabellenvierten in Nürnberg – Kader bietet Alternativen

Nach Wochen, in denen auf der Buchbacher Bank teilweise nur noch angeschlagene Spieler saßen, haben die Trainer Markus Raupach und Andi Bichlmaier vor dem Gastspiel am Samstag um 14 Uhr in Nürnberg zumindest wieder ein paar Alternativen bei der Zusammenstellung von Kader und Mannschaft. „Wir wollen in den verbleibenden drei Spielen noch ein paar Bonuspunkte holen“, gibt Raupach die Richtung vor.

Szene aus dem Hinspiel: Der formstarke Samed Bahar und der gesperrte Thommy Breu im Dreikampf mit Marco Zietsch.

Seit fünf Runden sind die Rot-Weißen in der Fußball-Regionalliga Bayern mittlerweile ungeschlagen, der Vorsprung auf die Relegationsränge beträgt zwölf Punkte, der Rückstand auf Rang zwei dagegen nur sechs Zähler. „Wir haben 30 Punkte auf dem Konto, das ist wirklich ordentlich, aber wir müssen weiterhin nach hinten puffern“, so Raupach, der eine Nürnberger Mannschaft erwartet, die „großes Tempo geht und schnell in die Spitze spielt.“ Aus diesem Grund fordert der Coach: „Wir müssen selber schnell auf den Füßen sein, um diese flachen Bälle in die Tiefe zu verhindern.“

Spielerisch ist die Mannschaft von Marek Mintal, der nach seinem Intermezzo bei den Profis wieder die U21 anführt, extrem stark und auch im Abschluss haben Lukas Schleimer, Philipp Harlaß und Co. enorme Qualitäten. 41 Treffer stehen für den kleinen Club bislang zu Buche, auf Buchbacher Seite sind es gerade mal 22. Allerdings haben die Rot-Weißen ihre Tore ganz offensichtlich gut verteilt, denn in der Gesamtbilanz rangieren die Nürnberger ja nur drei Punkte vor den Oberbayern.

„Wenn man bei Nürnberg von Tempowechsel spricht, dann heißt das von schnellem Spiel auf sehr schnelles Spiel umschalten. Und das alles bei einer sehr feinen Klinge“, erklärt Raupach, der freilich auch weiß, dass die Mittelfranken bei aller Qualität nicht unverwundbar sind: „Wir haben das ja im Hinspiel gesehen, als wir in der Schlussphase noch ein 2:2 geholt haben. Da war dann plötzlich die Souveränität und die Selbstverständlichkeit dahin.“ Schwer abzuschätzen ist, wie der Kader des Tabellenvierten angesichts der Trainerwechsels bei den Profis und der Länderspielpause aussehen wird. Raupach: „Prognosen sind da fast nicht möglich. Es kann aber schon sein, dass intern eine Drucksituation entstanden ist, in der sich jeder dem neuen Coach zeigen will. Vielleicht steht der Mannschaftsgedanke sogar etwas hinten an, weil die Spieler mehr für sich spielen. Aber das ist alles Spekulation und wir können nur planen, was wir selber in der Hand haben. Denkbar ist auf jeden Fall, dass die unbefriedigende Situation der Profis zumindest teilweise durchwirkt.“

Thommy Breu fehlt in Nürnberg noch, ehe er nächste Woche gegen Bayreuth nach seiner Rotsperre wieder ran darf, umgekehrt ist Selcuk Cinar zum letzten Mal dabei, ehe er an der Schulter operiert wird. Nach abgebüßter Gelbsperre kehrt Thomas Leberfinger ins Team zurück, Joe Wieselsberger, Moritz Sassmann und Marin Culjak sind bereits in der Winterpause, ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Tobi Sztaf, der zu Beginn der Woche angeschlagen war und nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Bei den Gastgebern fehlt der siebenfache Torschütze Harlaß wegen einer Schambeinentzündung.

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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