Raupach: Der letzte Eindruck bleibt im Gedächtnis

Buchbach will am Samstag um 14 Uhr gegen „Angstgegner“ Bayreuth positiven Heimabschluss

Letztes Heimspiel des Jahres für den TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern: Die Rot-Weißen erwarten am Samstag um 14 Uhr die SpVgg Bayreuth in der SMR-Arena und haben sich trotz schwieriger Personallage und Heimfluch gegen die Oberfranken zumindest einen Punkt vorgenommen. „Wir haben eine sehr ordentliche Heimbilanz, die wir gerne noch etwas ausbauen würden“, hofft Trainer Markus Raupach auf einen erfolgreichen Auftritt in der SMR-Arena.

Können die Buchbacher Trainer Sepp Harlander, Andi Bichlmaier und Markus Raupach (von links) noch mal Zählbares in der SMR-Arena bejubeln?

„Der letzte Eindruck bleibt ja im Gedächtnis,“, ist dem Coach bewusst und schon aus diesem Grund will er unbedingt noch mal anschreiben. Sechs Siege, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen stehen für die Rot-Weißen in der SMR-Arena zu Buche und damit gehören die Buchbacher gegen den Trend der letzten Jahre wieder zu den heimstärksten Mannschaften der Liga. Allerdings ist die Heimbilanz gegen Bayreuth in der Regionalliga Bayern mit vier überwiegend deftigen Niederlagen und nur einem Remis stark ausbaufähig – gelingt also zumindest ein Punktgewinn gegen den langjährigen Heimspielschreck, der aktuell mit 37 Punkten auf Platz drei liegt?

„Wenn man die zunehmende Professionalisierung bei Bayreuth sieht, weiß man natürlich, wo der Vereine hin will“, weiß Raupach und leitet daraus bei zehn Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Türkgücü München ab, dass sich die Oberfranken keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten können, wollen sie die neureichen Überflieger aus München noch irgendwie einfangen: „Wir müssen das Spiel so lange wie möglich offen halten, dann muss Bayreuth zwangsläufig irgendwann das Risiko erhöhen. Und wenn wir dann noch zu unserer Effektivität zurückfinden, die uns letzte Woche in Nürnberg gefehlt hat, dann haben wir keine schlechten Karten. Wir wollen uns auf jeden Fall noch einmal belohnen, denn das hätten wir schon in Nürnberg verdient gehabt.“

Personell können die Gäste nach der Rückkehr einiger zuletzt gesperrter Spieler nahezu aus dem Vollen schöpfen, während die Hauherren mal wieder fast mit dem letzten Aufgebot dastehen: Thomas Leberfinger wurde nach seiner roten Karte in Nürnberg für drei Spiele gesperrt und Christian Brucia muss nach der zehnten Gelben ebenfalls aussetzen. „Mir fällt da allmählich nichts mehr dazu ein. Wenn man sich die Schwemme der Karten insgesamt anschaut, da müsste man ja meinen, die Regionalliga wäre eine richtige Treterliga, aber das ist ja überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Ich könnte mich da richtig aufregen, weiß aber, dass das nichts bringt“, so Raupach, der neben den Langzeitverletzten auch noch Selcuk Cinar ersetzen muss, der erfolgreich an der Schulter operiert wurde und dann hoffentlich im Frühjahr schmerzfrei wieder voll angreifen kann. Zurück kommt lediglich Thommy Breu, der seine Rotsperre abgesessen hat. Raupach: „Viele Variationsmöglichkeiten haben wir nicht. Da hätte Bayreuth selbst dann deutlich mehr zu bieten, wenn bei den Oberfranken fünf Spieler gesperrt wären.“ Im Hinspiel führten die Buchbach übrigens nach einem Freistoß-Tor von Maxi Drum bis zur 89. Minute mit 1:0, ehe Ivan Knezevic noch der Ausgleich gelang. Mit einem ähnlichen Resultat wäre Raupach durchaus zufrieden: „Dann könnten wir Stadion und Platz mit einem guten Gefühl einwintern.“

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar