Buchbach kassiert zu einfache Gegentreffer

1:4-Niederlage bei Tabellenführer Türkgücü – Ausgleich durch Petrovic hält nicht lange

Der TSV Buchbach hat im letzten Spiel vor der Winterpause eine ziemlich deutliche 1:4-Niederlage bei Spitzenreiter Türkgücü München kassiert und überwintert mit 33 Punkten auf Platz acht der Fußball-Regionalliga Bayern. „Wir haben es Türkgücü vor allem bei den Toren vor der Pause zu leicht gemacht“, ärgert sich Buchbachs Trainer Markus Raupach.

Samed Bahar scheiterte vor der Pause an einer Monsterparade von Franco Flückiger.

Nach dem Buchbacher 2:1-Erfolg im Hinspiel war dem Spitzenreiter etwas Respekt vor dem Underdog schon anzumerken. „In der ersten Halbzeit hatte Türkgücü schon an uns zu beißen, dass wir die Tore dann so hergeschenkt haben, ist eigentlich völlig untypisch für uns“, so Raupach. Bereits in der neunten Minute war es Linksverteidiger Furkan Zorba, der einen Schuss von Michael Zant unhaltbar für Daniel Maus zum 1:0 abfälschte. Die Rot-Weißen brauchten danach einige Minuten, um sich zu sortieren, aber nach einer knappen halben Stunde waren sie am Drücker und hatten in der 27. Minute eine erste gute Möglichkeit durch Aleks Petrovic, die aber Franco Flückiger zunichte machte. In der 38. Minute tauchte Samed Bahar allein vor dem Münchner Schlussmann auf, der mit einer sensationellen Parade den Ausgleich verhinderte und zwei Minuten später auch noch einen Schuss von Maxi Drum über die Latte lenkte. Nichts zu halten gab es für den Ex-Burghauser dann aber in der 42. Minute, als die Buchbacher das Spiel schön verlagerten und Christian Brucia für Petrovic servierte, der aus 16 Metern die Lücke fand und ins lange Eck traf – bereits sein achter Saisontreffer.

Mit Sicherheit wäre die Partie ganz anders gelaufen, hätte Stefan Denk in der 44. Minute vom Fünfereck aus ins Tor getroffen: Sein Aufsetzer wurde in letzter Sekunde von den Gastgebern geblockt und auf der anderen Seite war dann Patrick Hasenhüttl mit seinem 13. Saisontreffer zur Stelle (45.). Raupach: Ab der 30. Minute hatten wir ein deutliches Übergewicht, insofern war der Ausgleich mehr als verdient. Leider fällt dann das 2:1 für Türkgücü viel zu schnell, als wir zwar die erste Welle noch stoppen konnten, dann aber zu wenige Leute hinter den Ball gebracht haben. Wenn wir mit einem 1:1 in die Pause gegangen wären, hätte die Sache ganz anders ausgesehen. Dieses Mal haben wir einfach unsere Momente nicht wie gewohnt nutzen können.“

Nach der Halbzeit, in der sich die Rot-Weißen noch einmal viel vorgenommen haben, hätte es beinahe mit dem erneuten Ausgleich geklappt, als die Buchbacher in der 51. Minute zu einer Dreifachchance kamen, die jedoch irgendwie vereitelt wurde, weil alle Buchbacher Schüsse inklusive des finalen Versuchs von Petrovic geblockt wurden. Sechs Minute später leistete sich die Buchbacher Abwehr einen Wackler, den Yasin Yilmaz bestrafte. „Ab diesem Zeitpunkt hat Türkgücü die Sache dann richtig im Griff gehabt. Der Treffer hat dem Tabellenführer die nötige Sicherheit gegeben“, so Raupach, der in der 87. Minute nach Vorlage von Masaaki Takahara den zweiten Treffer von Yilmaz notieren musste.

„Ein Erfolgserlebnis wäre im letzten Spiel noch einmal schön gewesen, zumal nach der Winterpause ja ein knackiges Programm auf uns wartet“, so Raupach, der sich mit der Niederlage nur schwer abfinden konnte: „Das ist schon ärgerlich, weil durchaus mehr drin gewesen wäre. Auf der einen Seite sind wir jetzt froh, dass Winterpause ist, auf der anderen Seite hätten wir gerne noch eine Woche drangehängt, um doch noch ein Erfolgserlebnis verbuchen zu können.“

Türkgücü München: Flückiger – Fischer, Erb, Zant, Zorba – Holz – Rabihic, Kirsch (61. Sorge), Yilmaz (87. Tosun), Weiß (82. Takahara) – Hasenhüttl. Trainer: Maurer.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Rosenzweig, Winterling, Drum, Bahar – Walleth (64. Breu), Hain – Brucia, Petrovic, Denk (46. Orth). Trainer: Raupach/Bichlmaier.

Tore: 1:0 Zorba (9.), 1:1 Petrovic (42.), 2:1 Hasenhüttl (45.), 3:1 Yilmaz (57.), 4:1 Yilmaz (87.)

Schiedsrichter: Treiber (Neuburg/Donau)

Zuschauer: 659

Gelb: Takahara – Drum

Fotos und Text: © mb.presse, weitere Veröffentlichungen nur mit Zustimmung des Autors

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