Buchbacher Youngsters beim Spitzenteam

U23 gastiert um 15.30 Uhr in Ebersberg – Kobler und Perovic fehlen

Vier Siege und nur eine Niederlage stehen für den TSV Ebersberg in der Fußball-Bezirksliga Ost zu Buche – auf die U23 des TSV Buchbach wartet also heute eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. Anpfiff der Partie in Ebersberg ist um 15.30 Uhr, wegen des Ebersberger Volksfestes wird im Jugendstadion an der Attenberger-Schillinger-Straße gespielt.

Noch warten die Rot-Weißen ja auf den ersten Auswärtspunkt, aber genau das will die Mannschaft von Manuel Neubauer heute ändern: „Unser Ziel ist ein Punkt, gerne auch drei, aber mit einem Punkt wären wir schon mal zufrieden. Uns ist natürlich klar, dass sich die Ebersberger wegen uns nicht die Volksfeststimmung verderben lassen wollen.“ Der Spielertrainer wird selbst erst mal auf der Bank Platz nehmen und versuchen seine junge Truppe von außen zu dirigieren: „Wir befinden uns weiter in einem Lernprozess, da kann ich der Mannschaft wahrscheinlich besser helfen, wenn ich von der Linie aus Anweisungen gebe. Es besteht ja immer noch die Option, dass ich je nach Spielstand dann noch selber eingreife.“ Der ehemalige Buchbacher Regionalligaspieler hat das 0:0 im letzten Heimspiel gegen Reichertsheim analysiert und dabei festgestellt, dass er in einigen Situationen zu sehr mit seinen Mitspielern beschäftigt war: „Da habe ich das Spiel eher langsam gemacht und dann waren die Situationen oft schon vorbei.“

Buchbachs Spielertrainer Manuel Neubauer wird heute zunächst auf der Bank Platz nehmen. Foto: Buchholz

Da sich Markus Kobler während der Woche im Training am Sprunggelenk verletzt hat und in Ebersberg passen muss, fehlen die beiden Routiniers, so dass eine blutjunge Buchbacher Truppe mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren auflaufen wird. Das wird also eine echte Nagelprobe, zumal das Gastgeberteam von Heiko Baumgärtner überwiegend aus gestandenen Bezirksligaspielern besteht, die zum Teil auch schon höherklassig Erfahrungen sammeln konnten, wie etwa Angreifer Georg Münch, der schon für Heimstetten, Kirchheim und Unterföhring auf Torjagd gegangen ist und aktuell vier Treffer auf seinem Konto hat. „Die Ebersberger Offensive ist richtig stark, da müssen wir schon auf der Hut sein“, weiß Neubauer.

Außer Kobler fehlt bei den Gästen noch Stefan Perovic, der noch im Urlaub weilt, dafür ist Felix Köpf nach abgelaufener Sperre wieder an Bord und dürfte die Abwehr verstärken. Für Neubauer selbst wird voraussichtlich Benedikt Orth neben Christian Fischer in der Innenverteidigung auflaufen. Ob aus dem Regionalligateam, das ja an diesem Wochenende pausieren muss, jemand Spielpraxis bekommt, war vor dem Abschlusstraining am Freitagabend noch nicht klar. „Wir haben so oder so eine gute Mannschaft, die in Ebersberg bestehen kann“, ist sich Neubauer sicher, der natürlich hofft, dass seiner blutjungen Mannschaft möglichst keine Leichtsinnsfehler unterlaufen.

 

Buchbach scheitert erneut an der Chancenverwertung

2:5-Heimpleite gegen Heimstetten in Unterzahl – Nur Sassmann und Petrovic treffen 

Es ist wie verhext: Der TSV Buchbach braucht einfach zu viele Chancen und hat deswegen am sechsten Spieltag der Fußball-Regionalliga die erste Heimniederlage kassiert, die mit 2:5 auf dem Papier sehr deutlich ausfiel. Allerdings hätte das Spektakel vor 900 Zuschauern am Freitagabend auch ganz anders enden können.

Moritz Sassmann erzielte den Buchbacher Anschlusstreffer kurz vor der Pause.

„Das war Werbung für den Fußball“, waren sich die Trainer Christoph Schmitt und Anton Bobenstetter nach einer Partie einig, die in der Anfangsphase nie und nimmer auf eine 2:5-Niederlage der Rot-Weißen hingedeutet hatte. Die stürmten nämlich 20 Minuten los, als gäbe es kein Morgen, spielten den Gegner regelrecht an die Wand, so dass SVH-Trainer Schmitt gestand: „Da hatten wir keinen Zugriff und einige Male Glück.“ Dass die Buchbacher in dieser Phase kein Tor erzielten, hatte in der Tat auch viel mit Pech zu tun, denn die zahlreichen Möglichkeiten wurden mit Traumkombinationen herausgespielt und die Abschlüsse waren ebenfalls zum größten Teil sehenswert und durchaus gekonnt. „Das war echte Powerfußball. Wir hatten fünf Hochkaräter. Die muss man nicht alle machen, aber wenn wir ein oder zwei Mal treffen, nimmt das Spiel einen ganz anderen Verlauf“, erklärte Bobenstetter, der auf der anderen Seite die Abschlussqualitäten von Lukas Riglewski und Orhan Akkurt hervorhob: „Die schießen aufs Tor und der Ball ist halt drin.“ So geschehen in der 21. Minute, als die Hausherren Tim Schels nicht attackierten und dessen Pass bei Riglewski landete, der nicht lange fackelte. Akkurt, den die Buchbacher Defensive nicht in den Griff bekam, legt in der 35. Minute nach – zu diesem Zeitpunkt eine doch sehr glückliche Führung für den Aufsteiger.

Noch durfte man den Rot-Weißen zutrauen, die Partie zu drehen, aber dann wertete Schiedsrichter Florian Badstübner ein Foul am vorbelasteten Thomas Leberfinger als Schwalbe und zückte Gelb-Rot. „Ob es Elfmeter war, kann ich nicht sagen, aber es war nie und nimmer mehr eine Schwalbe. So etwas fällt einem kreuzbraven Verteidiger wie Leberfinger gar nicht ein“, ärgerte sich Bobenstetter, dessen Team durch einen schönen Kopfballtreffer von Moritz Sassmann noch vor der Pause zum Anschlusstreffer kam.

Warum der agile Sassmann nach der Pause in der Kabine bleiben musste, wurde unter den Fans heftig diskutiert, doch der eingewechselte Tommy Breu hatte dann prompt den Ausgleich auf dem Schlappen, scheiterte jedoch an Maximilian Riedmüller. Buchbach drängte auf den Ausgleich, Heimstetten suchte die Entscheidung – Unterhaltungswert überragend! Die Gastgeber hatten in der Folge bei einigen gefährlichen Kontern Glück, mussten dann aber den dritten Treffer durch einen tollen Freistoß von Riglewski hinnehmen, der aus 22 Metern unter die Latte traf (61.). Alles erledigt? Mitnichten! Nur zwei Minuten später brachte Aleks Petrovic sein Team nach Flanke des starken Maxi Bauer per Kopf wieder zurück ins Spiel, Buchbach stemmt sich gegen die Niederlage, ging hohes Risiko. „Wir haben alles versucht, deswegen haben wir dann auch so viele Tore kassiert. Wenn wir mit voller Kontrolle weitergespielt hätten, wäre es wahrscheinlich 2:1 oder 3:2 für Heimstetten ausgegangen, aber das hätte die Sache nicht besser gemacht“, erklärte Bobenstetter, der in der 80. Minute einen Konter der Gäste sah, den Fabio Sabbagh zum 2:4 abschloss – jetzt war der Drops endgültig gelutscht und Akkurt packte in der Nachspielzeit noch das fünfte Tor drauf.

Buchbach rangiert nach sechs Spieltagen zwar noch im Mittelfeld, ist aber wegen des Schweinfurter Pokalspiels nächste Woche gegen Schalke zum Zuschauen verdammt und steht dann in 14 Tagen gegen die SpVgg Greuther Fürth II schon wieder mächtig unter Druck.

TSV Buchbach:  Maus – Leberfinger, Hain, Rosenzweig – Grübl (72. Moser), Walleth, Petrovic, Drum – Drofa, Bauer (81. Bahar), Sassmann (46. Breu). Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

SV Heimstetten: Riedmüller – Günzel, Schäffer, Beierkuhnlein, Hintermaier (69. Thomik) – Regal, Sabbagh – Laverty (67. Hannemann), Riglewski (84. Schmitt) – Schels, Akkurt. Trainer: Schmitt

Tore: 0:1 Riglewski (21.), 0:2 Akkurt (35.), 1:2 Sassmann (45.), 1:3 Riglewski (61.) 2:3 Petrovic (63.), 2:4 Sabbagh (80.), 2:5 Akkurt (93.)

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 899

Gelb: – Günzel, Hintermeier, Sabbagh

Gelb-Rot: Leberfinger (39.) wegen Foulspiels und Unsportlichkeit

copyright: Michael Buchholz

Erste Buchbacher Heimniederlage nach Spektakel

2:5 am Freitag gegen Heimstetten in Unterzahl – Wieder zu viele Chancen nicht genutzt

Der TSV Buchbach hat nach dem 0:1 in Memmingen die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Für die Rot-Weißen war das 2:5 am Freitagabend gegen den SV Heimstetten die erste Heimniederlage – erneut ein Resultat, das in erster Linie der eklatanten Abschlussschwäche geschuldet war

Das Highlightspiel des sechsten Spieltages in der Fußball-Regionalliga Bayern bot den 900 Zuschauern größten Unterhaltungswert, jede Menge Chancen auf beiden Seiten und sieben Tore. Die Rot-Weißen legten dabei wie entfesselt los, waren dem Aufsteiger in den ersten 20 Minuten in jeder Hinsicht überlegen. Bereits in der ersten Minute hatten Maxi Hain und Moritz Sassmann den Führungstreffer auf dem Fuß, in der vierten Minute traf Maxi Drum per Freistoß die Latte und in der fünften Minute verfehlte ein toller Drehschuss von Maxi Bauer um Zentimeter den Kasten der Gäste. Buchbach schneller, zweikampfstärker, konstruktiver, aber mit der bekannten Schwäche vor dem Tor des Gegners: Aleks Petrovic brachten den Ball nach Flanke von Patrick Drofa nicht im Tor unter (12.), Drum scheiterte aus zwei Metern an Keeper Maximilian Riedmüller (15.), erneut Petrovic war es in der 17. Minute, der aus 20 Metern scharf abzog aber nur den Pfosten streifte.

Buchbach brannte ein Feuerwerk ab, doch Heimstetten erzielte mit dem zweiten Schuss aufs Buchbacher Tor den Führungstreffer durch Lukas Riglewski nach Zuspiel von Tim Schels (21.). Nun kippte die Partie, der SVH hatte durch den Treffer viel Selbstvertrauen getankt, agierte nun auf Augenhöhe und kam in der 35. Minute durch Torjäger Orhan Akkurt zum zweiten Treffer. Als dann auch noch Thomas Leberfinger in der 39. Minute nach einem Foul und einer angeblichen Schwalbe – der Buchbacher wurde klar am Trikot gezogen – mit der Ampelkarte vom Platz flog, war die Partie eigentlich entschieden. Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte Sassmann die Gastgeber nach Flanke von Drofa per Kopf wieder ins Spiel

Nach der Pause ging es rauf und runter, Buchbach um den Ausgleich bemüht, die Gäste immer wieder mit gefährlichen Kontern. Doch den dritten Treffer erzielte Riglewski mit einem Standard, als er einen Freistoß aus 22 Metern unter die Latte zauberte (61.). Buchbach kam jedoch erneut zurück: Petrovic köpfte nur zwei Minuten später nach schöner Einzelaktion von Bauer den Ball zum 2:3 in die Maschen. Die Rot-Weißen nun mit vollem Risiko und mit dem schlechteren Ende, denn in der 80. Minute schloss Fabio Sabbagh einen Konter zum 2:4 ab, ehe Akkurt in der Nachspielzeit den fünften Treffer draufpackte.

TSV Buchbach:  Maus – Leberfinger, Hain, Rosenzweig – Grübl (72. Moser), Walleth, Petrovic, Drum – Drofa, Bauer (81. Bahar), Sassmann (46. Breu). Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

SV Heimstetten: Riedmüller – Günzel, Schäffer, Beierkuhnlein, Hintermaier (69. Thomik) – Regal, Sabbagh – Laverty (67. Hannemann), Riglewski (84. Schmitt) – Schels, Akkurt. Trainer: Schmitt

Tore: 0:1 Riglewski (21.), 0;2 Akkurt (35.), 1:2 Sassmann (45.), 1:3 Riglewski (61.) 2:3 Petrovic (63.), 2:4 Sabbagh (80.), 2:5 Akkurt (93.)

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 899

Gelb: – Günzel, Hintermeier, Sabbagh

Gelb-Rot: Leberfinger (39.) wegen Foulspiels und Unsportlichkeit

Copyright: Michael Buchholz

Buchbach will zweiten Heimsieg feiern

Am Freitag um 19 Uhr kommt Aufsteiger Heimstetten – Bis auf Brucia alle Mann an Bord

Nur drei Tage nach dem Pokalsieg beim VfL Waldkraiburg muss der TSV Buchbach erneut ran: In der SMR-Arena gastiert am Freitag um 19 Uhr Aufsteiger SV Heimstetten zum sechsten Spieltag in der Fußball-Regionalliga Bayern. „Wir wollen zuhause den Grundstein zum Klassenerhalt legen und möglichst drei Punkte einfahren“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter.

Der Coach hat den Aufsteiger bei der 0:1-Heimniederlage am Samstag gegen den FC Augsburg – das Tor erzielte mit Sebastiano Nappo ausgerechnet einer der Heimstettner Aufstiegshelden – unter die Lupe genommen und war von der Qualität der Mannschaft angetan: „Heimstetten hat sehr gut gespielt, ich war echt beeindruckt. Am Ende war die Niederlage wirklich unglücklich. Das wird eine ganz heikle Aufgabe für uns, denn Heimstetten hat viel Qualität und mit Orhan Akkurt und Lukas Riglewski zwei brandgefährliche Angreifer.“ Heimstetten steht nach vier Spielen bei sechs Punkten, beide Heimspiel gingen verloren, aber die Auswärtsaufgaben in Bayreuth (1:0) und in Aschaffenburg (4:1) hat das Team von Trainer Christoph Schmitt optimal gelöst. „Das kommt nicht von ungefähr. Es ist also Vorsicht geboten“, so Bobenstetter.

Als brandgefährlich haben sich auf der anderen Seite die Buchbacher Stürmer in dieser Saison nur bedingt gezeigt. „Die Chancen, die wir in Waldkraiburg vergeben haben, müssen wir am Freitag gegen Heimstetten eben machen. Daran werden wir arbeiten“, so Bobenstetter, der mit der Heimausbeute an Toren aber bislang zufrieden ist: „Wir haben in zwei Spielen fünf Tore erzielt, wenn das so bleibt, werden wir daheim viele Punkte machen, so viele Tore fallen ja in der Regionalliga für gewöhnlich nicht.“

Das Duell gegen Heimstetten ist für Buchbach fast wie ein Derby, liegen doch zwischen beiden Orten nur 55 Kilometer, zudem treffen sich in dieser Partie auch alte Weggefährten: 14 Vergleiche gab es seit den Landesligazeiten beider Vereine, in der Bilanz liegen die Gäste mit sechs Siegen ganz knapp vorne, die Buchbacher haben fünf Mal gewonnen, zuletzt vor drei Jahren im Totopokal. In der Saison 2014/15, nach der der SVH in die Bayernliga absteigen musste, gab es in Buchbach ein 1:1, das Auswärtsspiel in Heimstetten entschieden die Rot-Weißen knapp mit 1:0 für sich. „Wir freuen uns auf Freitag, die Duelle gegen Heimstetten waren eigentlich immer knapp und spannend. Wir sind jedenfalls froh, dass Heimstetten wieder in der Regionalliga ist. Aber daheim müssen wir Heimstetten einfach niederringen“, sagt Bobenstetter.

Die Buchbacher Trainer Bobenstetter und Andreas Bichlmayr haben am Freitag fast freie Auswahl bei der Aufstellung, lediglich Christian Brucia (Adduktoren-Probleme) fehlt noch. Ansonsten sind alle Mann einsatzfähig, auch Aleks Petrovic, der am Dienstag wegen eines dicken Knöchels passen musste. „Die Jungs wollen unbedingt den zweiten Heimsieg feiern“, weiß Bobenstetter, dessen Team nach der Partie erst einmal Pause hat, weil das Auswärtsspiel in Schweinfurt am Wochenende darauf auf 18. September verlegt wurde, da Schweinfurt am 17. August in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Schalke 04 trifft. Bobenstetter: „Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet wir der Gegner an diesem Wochenende gewesen wären. Jetzt müssen wir an einem Dienstag nach Schweinfurt zum Nachholspiel. Das ist nicht gerade eine Auswärtsfahrt, von der man als Amateursportler träumt.“

copyright: Michael Buchholz

Trotz 7:0 – Chancenverwertung schwach

Totopokal: Buchbach nach Sieg in Waldkraiburg locker in Runde zwei 

Der TSV Buchbach steht in der zweiten Hauptrunde des bayerischen Totopokals: Die Rot-Weißen setzten sich am Dienstagabend vor 300 Zuschauern mit 7:0 beim Bezirksligisten VfL Waldkraiburg durch und ließen dabei noch jede Menge Chancen ungenutzt.

Der Regionalligist war dem VfL in läuferischer, spielerischer und athletischer Hinsicht deutlich überlegen, allerdings verpasste die Buchbacher Offensive ein zweistelliges Resultat, das angesichts der Fülle an glasklaren Möglichkeiten ganz locker drin gewesen wäre. „Ich habe 14 Hundertprozentige auf dem Zettel, von den anderen Chancen ganz zu schweigen“, erklärte Co-Trainer Sepp Harlander. Alleine der dreifache Torschütze Tommy Breu und Merphi Kwatu hätten zusammen zehn Treffer machen müssen. Immer wieder tauchten sie allein vor den Torhütern Domen Bozjak und Tobias Neumann auf, brachten aber die Kugel nicht im Kasten unter. Aber auch Stefan Denk, Patrick Drofa und nach der Pause Moritz Sassmann ließen einige Kracher ungenutzt verstreichen.

„Immerhin haben wir mal sieben Tore gemacht“, zeigte sich Trainer Anton Bobenstetter milde gestimmt, wohl wissend, dass es in der Regionalliga nicht annähernd so viele Chancen gibt. Unglücklich aus Waldkraiburger Sicht war vor allem der zweite Treffer, als Mert Lata nach scharfer Flanke von Moritz Moser zwei Meter vor der Torlinie ein Handspiel unterlief und Schiedsrichter Markus Huber nicht nur den Elfmeter verhängte, sondern auch noch die rote Karte zückte, so dass die Gastgeber bei brütender Hitze 65 Minuten in Unterzahl agieren mussten.

Gewinner auf Seiten der Gäste waren in den Augen von Bobenstetter Benedikt Orth und Klaus Bachmayr: „Beide haben mit ihren 19 Jahren gut gespielt. Das freut mich, weil sich beide ihre Einsätze in diesem Spiel durch ihren Trainingsfleiß auch verdient haben.“

VfL Waldkraiburg: Bozjak (46. Neumann) – Keri, Karatepe, Deutsch, Lata – Altmer, Weichhart – Vetter (59. Grötsch), Block – Rivis, Uzun (31. Plez). Trainer Steiger.

TSV Buchbach: Weber – Leberfinger, Hain (46. Walleth), Moser – Orth, Rosenzweig, Bahar, Kwatu – Drofa (46. Bachmayr), Breu, Denk (46. Sassmann). Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

Tore: 0:1 Drofa (11.), 0:2 Breu (25., Handelfmeter), 0:3 Drofa (27.), 0:4 Breu (66.), 0:5 Kwatu (79.), 0:6 Breu (83.), 0:7 Bahar (86.).

Schiedsrichter: Huber (Wurmannsquick)

Zuschauer: 300

copyright: Michael Buchholz

Buchbach freut sich aufs Pokalderby

Morgen um 18.30 Uhr beim Bezirksligisten VfL Waldkraiburg

Der TSV Buchbach gastiert am Dienstag um 18.30 Uhr in der ersten Runde des bayerischen Totopokals beim VfL Waldkraiburg. „Wir freuen uns, dass Waldkraiburg uns als Wunschgegner gewählt hat“, sagt Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier. Und: „Die Fans dürfen sich auf ein tolles Pokalspiel freuen, das vor einer hoffentlich großen Kulisse stattfinden wird.“

Auch Trainer Anton Bobenstetter ist heiß auf das Duell mit dem einstigen Rivalen aus Bezirksligazeiten. Die letzten Pflichtspiel-Vergleiche gab es in der Bezirksliga-Saison 2001/02, nach der die Buchbacher in die damalige Bezirksoberliga aufgestiegen sind und den sofortigen Durchmarsch in die Landesliga geschafft haben. „Ich kann mich noch gut an die Spiele gegen Waldkraiburg erinnern, das waren immer faire und freundschaftliche Duelle“, sagt Bobenstetter.

Will die Rot-Weißen heute wieder als Kapitän auf Feld führen: Maxi Hain. Foto: Buchholz

Für den VfL Waldkraiburg ist die heutige Partie in der 70-jährigen Vereinsgeschichte der erstmalige Auftritt in der Hauptrunde des Toto-Pokals. Qualifiziert hat sich die Mannschaft von Trainer Tom Steiger in der letzten Saison, als sie das Kreisfinale gegen die DJK SV Edling mit 6:3 gewann. „Wir werden mit der ersten Mannschaft spielen und geben Vollgas. Wir haben ja schon einige Male erfahren müssen, dass man auch als Regionalligist gegen eine Bezirksligamannschaft scheiterten kann“, sagt Bobenstetter, wohl wissend, dass sich die Waldkraiburger als Underdog die speziellen Gesetze zu eigen machen und den Favoriten aus dem Pokal kegeln wollen. In der Bezirksliga läuft es für die Industriestädter bislang noch überhaupt nicht: Nach drei Runden steht die Steiger-Elf ohne Punktgewinn am Tabellenende und musste sich am Samstag unglücklich mit 3:4 in Saaldorf geschlagen geben.

Auch die Buchbacher mussten ja am Freitag eine sehr unglückliche 0:1-Niederlage in Memmingen einstecken, deswegen wollen die Rot-Weißen heute einen möglichst souveränen Auftritt im Waldkraiburger Jahnstadion hinlegen. Bobenstetter: „Wir wollen Selbstvertrauen für das Heimspiel am Freitag gegen Heimstetten tanken. In Memmingen haben wir mal wieder erleben müssen, wie schwer es ist, Tore zu schießen, deswegen wollen wir in Waldkraiburg versuchen ein paar Tore machen.“

Nicht dabei ist nach einem bösen Foul in Memmingen Spielmacher Aleks Petrovic, der einen dicken Knöchel hat, und auch Christian Brucia (Adduktoren-Probleme) ist noch nicht so weit. Dafür könnte Kapitän Maxi Hain, der in Memmingen mit einer Magen-Darm-Grippe passen musste, wieder ins Team zurückkehren.

copyright: Michael Buchholz

Verdienten Punktgewinn verpasst

0:1-Niederlage am Freitag in Memmingen – Petrovic fällt nach „Mammutfoul“ aus

„Alle waren begeistert von dem tollen Spiel, alle haben den schönen Fußball beider Mannschaften gelobt. Mir wäre etwas weniger Lob lieber gewesen, wenn wir stattdessen gepunktet hätten“, Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter trauerte nach der 0:1-Niederlage am Freitagabend beim FC Memmingen vielen guten Chancen seiner Mannschaft hinterher, die locker zu einem Punktgewinn hätten reichen müssen.

Ärgerte sich über die Niederlage in Memmingen und über die bösen Fouls an Aleksandro Petrovic: Anton Bobenstetter. Foto: Buchholz

Am fünften Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern mussten die Rot-Weißen also die zweite Saisonniederlage hinnehmen und wie beim 0:1 in Nürnberg wäre für die Oberbayern wesentlich mehr drin gewesen. Ohne Kapitän Maximilian Hain, der wegen einer Magen-Darm-Grippe fehlten, mussten die Trainer Bobenstetter und Andreas Bichlmaier die Startformation etwas umbauen, dennoch legten die Gäste gleich richtig gut los und hätten durch Maxi Bauer nach Gassenpass von Thomas Leberfinger das 1:0 erzielen müssen, doch Keeper Martin Gruber konnte zur Ecke klären (10.). Bereits in der fünften Minute zückt Schiedsrichter Patrick Hanslbauer die erste Gelbe gegen den starken Memminger Neuzugang Olcay Kücük, der Aleks Petrovic so umsenste, dass der Buchbacher Spielmacher nur mit Schmerzen und einem dicken Knöchel weitermachen konnte und am Dienstag im Pokalspiel beim VfL Waldkraiburg passen muss. „Das war jetzt in fast jedem Spiel so, dass Ali gleich in den ersten Minuten ganz böse gefoult wurde. Immerhin hat dieses Mal der Schiri diese Mammutfoul auch bestraft, oft gibt es ja in der Anfangsphase gar keine Karten“, so Bobenstetter, der natürlich mit der Methode, wie der Gegner den Buchbacher Regisseur aus dem Spiel nehmen will, überhaupt nicht einverstanden ist.

Nach 20 Minuten hatte dann die Buchbacher bei einem Lattentreffer von Sebastian Schmeißer Glück, auf der anderen Seite konnte die Gastgeber einen Schuss von Stefan Denk noch von der Linie schlagen (26.) und in der 42. Minute köpfte Stefan Heilig eine Flanke von Patrick Drofa gerade noch vor Denk aus der Gefahrenzone. Auch nach dem Seitenwechsel ging es rauf und runter, die über 1000 Zuschauer in Memmingen kamen voll auf ihre Kosten und sahen das Tor des Abends in der 52. Minute: Nach einer abgewehrten Ecke zog Jamey Hayse aus 25 Metern ab, Daniel Maus konnte nur noch die Fäuste hochreißen, der Abpraller landete über Umwege bei Schmeiser, der im Getümmel mit der Hacke traf. „Da hat der Glücksfaktor schon eine große Rolle gespielt. Ungewöhnlich war, dass es bei diesem Spielstand geblieben ist, denn wir hatten noch zahlreiche Chancen zum Ausgleich und Memminger hatte immer wieder brandgefährliche Konter, bei denen der zweite Treffer hätte fallen können“, resümiert Bobenstetter, der in der Schlussphase mehrfach den Torjubel auf den Lippen hatte: Erst zielte Merphi Kwatu aus 16 Metern knapp neben den Pfosten (69.), dann köpfte Petrovic nach Flanke von Maxi Drum haarscharf über die Latte (86.) und in der 88. Minute hatte Moritz Moser bei einem Flugkopfball knapp neben das Gehäuse Pech.

„Das Spiel hätte gut und gerne auch 5:5 ausgehen können“, fand Bobenstetter angesichts der zahlreichen Top-Möglichkeiten auf beiden Seiten, letztlich mussten die Buchbacher die Heimreise aber mit leeren Händen antreten und standen wegen eines Unfalls auf der Autobahn auch noch 45 Minuten im Stau. Bobenstetter: „Wir müssen uns jetzt einfach den Mund abputzen und schauen, dass wir uns am Dienstag in Waldkraiburg Selbstvertrauen für das Heimspiel am Freitag gegen Heimstetten holen.“

FC Memmingen: Gruber – Boyer (46. Hayse), Schmeiser, Jokic, Lutz – Kücük (69. Hoffmann), Heilig – Kircicek (78. Dzalto), Rietzler – Celani, Rochelt. Trainer: Baierl

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Drum, Moser – Drofa, Walleth (60.  Rosenzweig), Petrovic, Sassmann – Bauer (68. Breu), Denk (68. Kwatu). Trainer: Bobenstetter / Bichlmaier

Tor: 1:0 Schmeiser (52.)

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg)

Zuschauer: 1078

Gelb: Kücük, Rochelt, Celani – Leberfinger, Drofa, Walleth, Moser, Sassmann

copyright: Michael Buchholz