Buchbach möchte nächsten Heimerfolg landen

Samstag um 14 Uhr gegen 1. FC Nürnberg II – Nur Grübl und Walleth fehlen

Zweites Heimspiel binnen einer Woche für den TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern: Nach dem 4:0-Erfolg über den FC Augsburg II erwarten die Rot-Weißen am Samstag um 14 Uhr den 1. FC Nürnberg II in der SMR-Arena. Und natürlich hoffen Fans und Verantwortliche darauf, dass die Buchbacher dem wiederendeckten Spaß an den Heimsiegen weiter frönen.

„Wenn wir weiter so fokussiert auftreten wie in den letzten Wochen, dann ist auch ein Heimsieg über Nürnberg möglich“, sagt Buchbachs Trainer Andi Bichlmaier, der sich schon auf die Partie freut: „Aufgrund der Länderspielpause erwarten wir einige Spieler aus dem erweiterten Bundesliga-Kader. Also Leute, die demnächst Bundesliga spielen werden oder schon Einsätze hatten. Solche Spieler werten die Liga auf, schon insofern ist Nürnberg ein sehr attraktiver Gegner.“

Mit erst 16 Gegentreffern stellen die jungen Nürnberger die zweitbeste Abwehr der Liga nach den kleinen Bayern, die erst 15 Gegentore einstecken mussten, allerdings haben die Schützlinge von Holger Seitz ja auch zwei Spiele weniger bestritten. „An der Anzahl der Gegentore sieht man schon, wie schwer es ist, gegen Nürnberg ein Tor zu schießen“, so Bichlmaier, der aber gleichzeitig darauf verweist, dass die Buchbacher Offensive bei 33 Treffern in 19 Spielen acht Mal häufiger getroffen hat als die der Gäste, die das Hinspiel knapp mit 1:0 entscheiden konnten: „Dass wir im Vergleich mit Nürnberg acht Tore mehr haben, spricht ja auch für unsere Mannschaft.“ Überhaupt ist die Ausbeute im Angriff beachtlich, der VfB Eichstätt und der 1. FC Schweinfurt stellen mit 37 Toren die treffsichersten Mannschaften der Liga, da müssen sich die Buchbacher also nicht groß verstecken.

„Dieses Mal wollen wir mit der Unterstützung unserer Fans den Spiel umdrehen“, hofft Bichlmaier auf den vierten Heimdreier der Rot-Weißen, die ja aus den letzten drei Spielen sieben Punkte holen konnten und dabei nur zwei Gegentreffer hinnehmen mussten. Die Nürnberger, die seit Saisonbeginn eine starke Runde spielen und immer in der Spitzengruppe zu finden waren, haben nach einem kleinen Zwischentief mit den Niederlagen gegen Aschaffenburg und in Eichstätt wieder in die Spur gefunden. Unter Fabian Adelmann, der auf Reiner Geyer (FC Admira Mödling) gefolgt ist, haben die Nürnberger in Augsburg mit 1:0 gewonnen und sich am vergangenen Sonntag mit 0:0 gegen die Bayern getrennt. Adelmann, der zuvor unter Geyer Co-Trainer war, ist übrigens mit 26 Jahren der jüngste Coach der Regionalliga Bayern. Neu ist die Aufgabe für Adelmann nicht, denn bereits in der Saison 2016/17 zeichnete er in zwölf Spielen für den kleinen Club verantwortlich, ehe er wieder ins zweite Glied rückte.

Bei den Hausherren kann das Trainerteam fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Markus Grübl (Handbruch) und Patrick Walleth (Gelbsperre) stehen nicht zu Verfügung. Der zuletzt angeschlagene Merphi Kwatu konnte hingegen in dieser Woche wieder voll mit der Mannschaft trainieren und bereichert den Konkurrenzkampf im Offensiv-Bereich.

Für die Buchbacher ist die Partie gegen den 1. FC Nürnberg II, der aktuell vier Punkte vor den Gastgebern steht, aller Voraussicht nach noch nicht der letzte Heimauftritt des Jahres, denn nach dem Auswärtsderby nächste Woche in Rosenheim ist für den 1. Dezember noch die Heimpartie gegen den FC Memmingen terminiert. Bichlmaier: „Das sind drei enorm wichtige Spiele für uns, in denen wir uns noch ein Polster zulegen können.“

copyright: Michael Buchholz

Buchbacher Heimspielkönige fordern Spitzenreiter

U23 der Rot-Weißen am Samstag um 18 Uhr gegen den SC Baldham-Vaterstetten

Nimmt man nur die aktuelle Formkurve beider Mannschaften, steigt am Samstag um 18 Uhr ein echtes Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Ost, wenn die U23 des TSV Buchbach Tabellenführer Baldham-Vaterstetten empfängt. Die Gastgeber, die mit 23 Punkten auf Rang neun stehen, haben aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt, die Gäste als Rangerster zwölf Zähler.

„Wir sind der klare Außenseiter, normalerweise haben wir da keine echte Chance“, sagt Buchbachs Spielertrainer Manuel Neubauer, der sich trotz der knappen 1:2-Niederlage nicht gerade gerne an das Hinspiel erinnert, als seine Mannschaft in der 61. Minute durch einen Foulelfmeter von Klaus Bachmayr in Front gegangen war, in Überzahl aber noch zwei Treffer von Roman Krumpholz einstecken musste: „Wir haben in diesem Spiel außer dem Elfmeter nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen. Allerdings sind wir seither auch um einiges besser geworden.“

Niko Davydov und Co wollen am Samstag gegen Baldham überraschen. Foto: Buchholz

Vor allem in der SMR-Arena ist die Buchbacher Regionalliga-Zweite eine Macht, hat dort erst ein Spiel gegen die Auswärtskönige des ESV Freilassing verloren und ist die drittbeste Heimmannschaft der Liga. Spitzenreiter Baldham-Vaterstetten stellt mit 24 Punkten die beste Heimmannschaft der Liga, auswärts tut sich die Elf von Trainer Gzim Shala aber auch nicht so leicht und hat nur 16 von 24 möglichen Punkten eingefahren.

Mit 45 Treffern haben die Baldhamer die beste Offensive der Liga, wobei allein 31 Tore auf die Angreifer Krumpholz, Stefan Lechner und auf Mittelfeldmann Simon Lämmermeier entfallen. Soviel Tore haben die Buchbacher noch nicht einmal gemeinsam geschossen, bester Torschütze der Rot-Weißen ist Ali Bircan, der sieben der insgesamt 25 Treffer erzielt hat. Auch in der Defensive schneidet Spitzenreiter mit 15 Gegentreffern deutlich besser ab, als die Hausherren, bei denen Daniel Süßmaier und Manuel Glaßl schon 26 Mal hinter sich greifen mussten. Gegen Baldham hat sich Neubauer übrigens auf der Torhüter-Position schon festgelegt: „Daniel wird wieder im Tor sein und die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen.“

Der Buchbacher Spielertrainer hofft ein wenig auf zu viel Übermut des Spitzenreiters und kündigt schon mal an, dass die Räume in der Buchbacher Hälfte für Baldham eng werden: „Wenn uns Baldham unterschätzt, haben wir vielleicht eine Chance, vor allem, wenn es uns gelingt unsere Konter zu nutzen. Uns könnte auch zu Gute kommen, dass der Rasen nach dem Regionalligaspiel gegen Augsburg nicht mehr im besten Zustand sein wird. Wir wollen gegen Baldham nicht im Strafraum verteidigen, das wäre bei der Qualität der Angreifer fatal, aber 30 Meter vor dem Tor wollen wir dem Gegner keinen Platz geben.“ Mit dieser Taktik haben die Buchbacher ja vor einigen Wochen auch den damaligen Spitzenreiter TSV Ampfing geschlagen. Neubauer: „Das allein wird nicht reichen, aber ich habe mir schon ein paar Extra-Feinheiten überlegt, die in letzter Zeit immer gut aufgegangen sind. Unser Vorteil ist, dass wir nicht unter Zugzwang stehen. Als Aufsteiger, der bei einer Niederlage nicht sofort in die gefährdete Zone fällt, müssen wir gegen den Tabellenführer nicht gewinnen.“