Heimspiel Nummer sechs – die Oktoberfestausgabe

Buchbach am Samstag um 17 Uhr gegen starken FC Ingolstadt II mit Wies’n- Ambiente

Ein Tag im Jahr ist auch beim TSV Buchbach Oktoberfest mit Augustiner-Festbier, Giggerl, Enten und saftigen Haxen. Am heutigen Samstag ist es wieder soweit, wenn der FC Ingolstadt II seine Visitenkarte abgibt, herrscht in der SMR-Arena Wies’n-Stimmung.

Die Partie des zwölften Spieltages in der Fußball-Regionalliga-Bayern wird um 17 Uhr angepfiffen, Einlass ins Stadion ist wegen des Ticketverkaufs für den Pokalknüller gegen die Löwen am 10. Oktober bereits ab 15 Uhr. Wenn schon das ganze Ambiente auf gute Stimmung ausgerichtet ist, wollen die Rot-Weißen natürlich auch sportlich etwas zum Feiern haben. Nach dem vergeblichen Anlauf vor 14 Tagen gegen den VfB Eichstätt soll heute der dritte Heimsieg der Saison unter Dach und Fach gebracht werden.

Hofft nach den grandiosen Auswärtsleistungen auf den dritten Heimsieg: Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter. Foto: Buchholz

„Nach zwei grandiosen Leistungen bei den Bayern und in Schweinfurt werden wir erneut eine grandiose Leistung und das nötige Quäntchen Glück brauchen, um gegen Ingolstadt einen Dreier verbuchen zu können“, weiß Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, dessen Team von Bayern-Trainer Holger Seitz und Schnüdel-Coach Timo Wenzel viel Lob erhalten hat. Normalerweise loben Trainer den Gegner ja meist nur dann, wenn die eigene Mannschaft gewonnen hat, insofern haben sich die Buchbacher nach den beiden Unentschieden besonders über die Komplimente gefreut. Seitz bezeichnete die Buchbacher als „Mentalitätsmonster“ und Wenzel lobte die Rot-Weißen nach ihrem aufopferungsvollen Kampf, mit dem sie der Schnüdel die ersten Heimpunkte stibitzt haben: „Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die sich so gewehrt hat.“

Die große Frage ist jetzt natürlich, ob bei Gastgeber nach den extrem intensiven Spielen vom Samstag und vom Dienstag noch ausreichend Kraft im Tank ist. „Die Spiele haben viel Sprit gekostet. Bayern und Schweinfurt sind ein extrem hohes Tempo gegangen, das meine Spieler mitlaufen mussten, sonst hätten wir ja nicht gepunktet. Nach dem Schlusspfiff in Schweinfurt ist dann aber fast die gesamte Mannschaft vom Platz gehumpelt“, berichtet der Buchbacher Trainer, der trotzdem glaubt, dass seine Mannschaft so viel Selbstvertrauen getankt hat, dass auch die müden Beine gut regeneriert konnten. Große Fragezeichen stehen allerdings hinter Markus Grübl und Sammy Ammari, die mit muskulären Problemen vom Platz mussten. Die verletzten Moritz Sassmann und Patrick Drofa sind zwar im Lauftraining, stehen aber noch nicht im Kader. Immerhin: Der am Dienstag beruflich verhinderte Patrick Walleth kommt wieder dazu. „Das ist gut, denn Walle ist auch eine richtige Laufmaschine, die wir nach den beiden Powerspielen brauchen werden“, so Bobenstetter.

Der Coach der Rot-Weißen erwartet einen sehr starken Gegner: „Uns ist natürlich nicht entgangen, dass Ingolstadt nach dem Trainerwechsel von Sieg zu Sieg eilt. Da kommt eine Mannschaft, die richtig viel Qualität hat und einen super Fußball spielt.“ Drei Siege in Folge haben die schwach gestarteten Schanzer zuletzt in der Liga verbucht und zudem am Dienstag ein 4:3 im Testspiel beim VfR Neuburg, Tabellenführer der Landesliga Südwest, gefeiert. Das Team von Trainer Tobias Strobl, der ja letzte Saison noch in Rosenheim das Sagen hatte, ist also richtig gut unterwegs. Aber das waren ja die Buchbacher zuletzt auch und so dürfen sich die Zuschauer sicher wieder auf hochklassigen Regionalliga-Fußball freuen.

coypright: Michael Buchholz

Buchbachs U23 hofft auf dritten Saisonsieg

Am Freitag um 19 Uhr gegen den ASV Au – Sonnleitner muss länger pausieren

Gelingt den TSV Buchbach II am Freitag endlich der dritte Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga Ost. Der Aufsteiger, der seit sieben Spieltagen auf einen Dreier wartet, empfängt um 19 Uhr den ASV Au in der SMR-Arena und braucht dringend einen Sieg, um den Kontakt zum unteren Mittelfeld wieder herzustellen.

Der Auswärtspunkt in Schönau war gut, aber richtig wertvoll wird er halt erst dann, wenn wir gegen Au mal wieder einen Sieg einfahren. Zeit wird es auf jeden Fall“, so Buchbachs Spielertrainer Manuel Neubauer. Die Rot-Weißen stehen mit neun Punkten aus zehn Spielen auf dem ersten Relegationsplatz, der ASV Au als Elfter ist der unmittelbare Tabellennachbar, hat aber vier Punkte mehr auf dem Konto. „Wenn wir gegen Au nichts holen, wird es ganz grob“, weiß Neubauer, umgekehrt wäre der Aufsteiger mit einem Dreier wieder bei der Musik.

Können Ali Bircan und Alex Linner am Freitag endlich mal wieder einen Dreier bejubeln?
Foto: Buchholz

Problem der jungen Buchbacher Truppe: In den ersten beiden Heimspielen hat sie sieben Treffer erzielt, doch seit dem dritten Spieltag gelangen nur noch drei Treffer – keine Tore, keine Punkte, stimmt zwar nicht ganz, denn drei Mal haben sich die Buchbacher schon von ihrem jeweiligen Gegner mit 0:0 getrennt. Kleinvieh macht zwar auch Mist, ergibt aber eben nur dann, wenn mal wieder ein größerer Punktehaufen dazu kommt.

Verzichten muss Neubauer weiter auf Christian Fischer, der noch im Urlaub weilt und Christian Sonnleitner fällt in den nächsten Wochen ebenfalls aus. Der Defensivspieler hat sich in Schönau in der vorletzten Minute einen Bänderriss am Sprunggelenk zugezogen. Dafür könnte Markus Kobler nach Hochzeit und überstandener Verletzung wieder ins Team zurückkehren und den Platz von Sonnleitner übernehmen. André Vogl ist nach seiner Bänderverletzung auch wieder im Training, hat aber noch Rückstand und wird deswegen noch nicht von Anfang an spielen.

Im Training hat die Buchbacher Bezirksliga-Mannschaft diese Woche im Spiel jung gegen alt eine Brotzeit ausgespielt. „Am Anfang haben uns die Jungen brutal überrannt, am Ende haben wir Alten dann aber locker 3:1 gewonnen. Dass ein Stefan Perovic mit 23 bei den Alten spielt, sagt eigentlich alles“, erzählt Neubauer, der genau weiß, dass die Erfahrung in der Bezirksliga eine große Rolle spielt.

Erfahrung hat der Gegner um Spielmacher Franz-Xaver Pelz (31) reichlich, die Mannschaft von Trainer Florian Dirschl bringt ein Durchschnittsalter von über 26 Jahren auf den Platz. „Spielerisch können wir mit Au mithalten, das macht mir keine Sorgen und wenn wir Pelz richtig unter die Fittiche bekommen, wäre das schon ein wichtiger Schritt“, so Neubauer, der auch um die Standard-Stärke des Gegners weiß: „Die Standards könnten der entscheidende Punkt in diesem Spiel werden.“

copyright: Michael Buchholz