Buchbach zeigt sein schönes Auswärtsgesicht

Negativserie gegen Garching mit 3:1 im Finish geknackt – Tore: Breu, Ammari, Drofa

Der TSV Buchbach hat am letzten Vorrundenspieltag der Fußball-Regionalliga Bayern wieder sein schönes Auswärtsgesicht aufgesetzt und mit einem 3:1-Erfolg in Garching die zuletzt schwarze Serie von vier 2:3-Niederlagen gegen den VfR beendet. Zur Halbzeit der Saison stehen für die Rot-Weißen 14 Auswärtspunkte bei nur acht Heimzählern zu Buche.

Mit dem vierten Auswärtssieg kletterten die Buchbacher in die obere Tabellenhälfte und stehen vor dem Auftakt in die Rückrunde bei 22 Zählern auf Platz neun. Rot-Weiß also voll im Soll und zur Saisonhälfte trotz der ernüchternden Heimspielbilanz so gut platziert wie schon lange nicht mehr. Zugleich beendeten die Buchbacher die Garchinger Serie von fünf Unentschieden in Folge.

„Das sind die Spiele, in denen man mit einem Unentschieden zufrieden ist, der Gegner viel Ballbesitz hat, man selber dann aber die Räume bekommt und schließlich gewinnt“, kommentiert Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter den Sieg und sieht sich in seiner Meinung bestätigt, dass sich mittlerweile viele Mannschaften auswärts leichter tun, als vor eigener Kulisse: „Mit Ballbesitz-Fußball gewinnt man auf diesem Niveau nichts mehr, man braucht einfach die Räume, die sich nach Ballverlusten ergeben.

Sammy Ammari, „verfolgt“ von Aleks Petrovic, erzielte den 2:1-Führungstreffer für Buchbach. Foto: Buchholz

In einem umkämpften Spiel, in dem die Buchbacher Innenverteidiger Maxi Hain und Thomas Leberfinger fast alle Kopfball-Duelle gewannen, gingen die Gäste nach der ersten dicken Möglichkeit in Führung: Eine tolles Solo von Maxi Bauer von der Mittellinie konnte Sebastian Koch nur mit einem Foul im Strafraum stoppen, Schiedsrichter Simon Marx zögerte mit dem Pfiff keine Sekunde und Thommy Breu verwandelte vom Punkt mit seinem sechsten Saisontreffer (26.). In der 25. Minute dann die beste Ausgleichschance für die Hausherren, doch Dennis Niebauer konnte allein vor Daniel Maus den Buchbacher Schlussmann nicht überwinden. „Mausi ist halt im Eins gegen Eins einfach brutal stak“, lobte Buchbachs Coach seinen Keeper. Als Koch in der 36. Minute im Buchbacher Strafraum zu Fall kam und Dennis Niebauer den Ausgleich erzielte, protestierten die Gäste wohl zurecht. Bobenstetter: „Es waren sich alle einige, dass das kein Elfmeter war, aber es gab vorher schon ein paar knifflige Situationen. Insgesamt hat der Schiedsrichter bei den vielen Zweikämpfen auf dem rutschigen Rasen aber einen sehr guten Job gemacht.“

Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Buchbacher noch zwei gute Möglichkeiten durch Sammy Ammari und Moritz Sassmann, nach der Pause ein ähnliches Bild: Garching drückte, Buchbach stand gut und konnte immer wieder für Entlastung sorgen. „Die Garchinger dachten, dass wir mit einer Fünferkette spielen und haben taktisch entsprechend aufgestellt, wir waren aber der Meinung, dass ein 4-4-2 besser passen würde. Das ist dann auch aufgegangen, weil unsere beiden Spitzen den Gegner immer wieder gut angelaufen haben“, so Bobenstetter, der vom 2:1 durch Ammari nach Zuspiel von Patrick Drofa in der 87. Minute begeistert war: „Umringt von drei Mann, dreht sich Sammy in aller Ruhe und schießt den Ball aus spitzem Winkel ins lange Ecke. Das ist Wahnsinn, das ist extrem hohe Qualität.“ Sein siebter Treffer im elften Spiel – kein Zweifel, Ammari ist der Königstransfer der letzten Jahre und die Lebensversicherung der Buchbacher, die ohne Ammari wohl ganz hinten stehen würden. „Jede Mannschaft in der Regionalliga rüstet Jahr für Jahr brutal auf, da müssen auch wir jedes Jahr mindestens einen Volltreffer landen, um mithalten zu können“, weiß Bobenstetter.

Toll dann auch der dritte Treffer in der 93. Minute, als sich Patrick Walleth am linken Flügel durchsetzen konnte und Drofa sein exaktes Zuspiel von der Grundlinie aus fünf Metern am langen Pfosten verwerten konnte. Bobenstetter: „Danach gabs nur noch Jubel bei uns, die Leute sind auf den Platz gestürmt und der Schiedsrichter hat gar nicht mehr angepfiffen.

VfR Garching: Engl – Kelmendi, Pflügler, Koch, Walter, Genkinger (89. Zettl) – Mike Niebauer (73. Kollmann), Suck – Dennis Niebauer – Staudigl, Tunc (61. Zimmerschied). Trainer: Weber.

TSV Buchbach: Maus – Moser, Hain, Leberfinger, Drum – Bauer (78. Drofa), Petrovic, Sassmann, Breu (64. Denk) – Kwatu (85. Walleth), Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

Tore: 0:1 Breu (20., Foulelfmeter), 1:1 Dennis Niebauer (36., Foulelfmeter), 1:2 Ammari (88.), 1:3 Drofa (90. + 3).

Schiedsrichter: Marz (Großwelzheim)

Zuschauer: 202.

Gelb: Suck, Pflügler, Genkinger – Bauer, Petrovic, Denk.

copyright: Michael Buchholz

Buchbach: Knezevic verlängert schwarze Serie

Bayreuther trifft beim 0:3 dreifach – Oberfranken in allen Belangen überlegen

„Bayreuth war uns in allen Belangen von der ersten bis zur letzten Minute überlegen. So schwindlig gespielt worden sind wir in dieser Saison noch nie“, bekannte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter nach der deutlichen 0:3-Niederlage am Freitagabend – von Rückenwind nach dem 4:3-Sieg der Vorwoche in Schalding war nichts zu spüren.

Ivan Knezevic war der Mann des Abends, der alle drei Treffer für die Oberfranken erzielte und damit die schwarze Serie der Rot-Weißen verlängerte, die seit zehn Jahren keinen Heimsieg mehr gegen Bayreuth feiern konnten. Fast noch schlimmer: Der letzte Heimsieg dieser Spielzeit in der Regionalliga Bayern liegt auch schon fast zwei Monate zurück: Am 25. August gab’s ein 3:1 gegen Fürth II zu beklatschen, seither ist in der SMR-Arena der Wurm drin. Vor allem die beiden letzten Auftritte gegen Illertissen und gegen Bayreuth waren erschreckend schwach. Die einst von den Gegnern gefürchtete Buchbacher Heimstärke ist einer unerklärlichen Harmlosigkeit gewichen. Ganze zwei Torchancen – darunter ein Lattenkopfball von Thommy Breu (43.) – konnten sich die Buchbacher ohne den gesperrten Aleksandro Petrovic erarbeiten, dessen Fehlen freilich keine Ausrede sein kann, konnte die Mannschaft doch auch mit Taktgeber Petrovic in der jüngeren Vergangenheit daheim nichts reißen.

Extrem viele Fehlpässe prägten das Buchbacher Spiel, das gegen bärenstarke Gäste phasenweise recht emotionslos wirkte. Den Buchbachern fehlten schlicht und ergreifend die Mittel, eine Spielidee war nicht zu erkennen und in der Defensive gab es wieder haufenweise Fehler. Die Gäste, die aus den letzten fünf Spielen satte 13 Punkte geholt und so den Tabellenkeller verlassen haben, gingen mit der ersten Möglichkeit in Front, als sich Christoph Fenninger nach einem Chip über die Abwehr gegen Maxi Hain durchsetzte und Knezevic am langen Pfosten einschieben konnte (6.).

Richtig grausam war dann aus Sicht der Gastgeber die zweite Hälfte, in der Bayreuth nach Belieben dominierte und sogar noch zahlreiche Chancen ungenutzt ließ. Als Thomas Leberfinger in der 60. Minute einen 14-Meter-Schuss von Knezevic unhaltbar für Daniel Maus abfälschte und der Ex-Löwe in der 69. Minute eine Hereingabe von Fenninger verwerten konnte, war die siebte Saisonniederlage der Buchbacher, davon vier in der SMR-Arena, in Stein gemeißelt. Bobenstetter: „Wir hatten noch Glück, dass wir nicht höher verloren haben.“ Mit den Gastspielen beim VfR Garching, der zwar nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Rot-Weißen zählt, und in Aschaffenburg folgen nun zwei Auswärtsspiele, bei denen die Buchbacher die schwache Heimbilanz wettmachen sollten.

„Wenn wir die Punkte, die wir daheim holen wollten, alle eingefahren hätten, wären wir vorne mit dabei. Aber da gehören wir nicht hin“ räumte Bobenstetter nach der Partie ein. Mag sein, eine Erklärung für die schwache Vorstellung am Freitag ist das aber auch nicht und die Komplimente, die der Buchbacher Trainer für den Gegner aussprach, konnten auch nicht über die fehlenden Buchbacher Leitmotive hinwegtäuschen. Der viel beschworene „Kampf bis zum Umfallen“ sieht jedenfalls anders aus.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Hain, Brucia – Rosenzweig (61.  Denk), Walleth (73. Kwatu) – Bauer (73. Sassmann), Bahar, Breu – Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Dengler, Weber, Eder, Weimar – Wolf, Götzendorfer – Makarenko, Knezevic – Fenninger (86. Coleman), Sulejmani (46. Schiller). Trainer: Rost

Tore: 0:1 Knezevic (6.), 0:2 Knezevic (60.), 0:3 Knezevic (69.)

Schiedsrichter: Ostheimer (Sulzbach)

Zuschauer: 608

Gelb: Brucia – Makarenko

copyright: Michael Buchholz

Knezevic schießt den TSV Buchbach ab

0:3 nach schwacher Vorstellung gegen Bayreuth – Schwarze Serie hält

Die tiefschwarze Heimserie des TSV Buchbach gegen die SpVgg Bayreuth hat auch nach dem 16. Spieltag der Regionalligasaison 2018/19 Bestand. Die Rot-Weißen unterlagen am Freitagabend den Oberfranken mit 0:3 und warten jetzt schon seit über zehn Jahren auf einen Heimsieg gegen die Oldschdod. Gleichzeitig setzte sich die Serie der schwachen Heimspiele in dieser Saison fort – gerade mal acht Punkte stehen aus acht Auftritten in der SMR-Arena zu Buche.

Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter musste schon vor dem Start umdisponieren, weil sich Patrick Drofa beim Aufwärmen eine Muskelverletzung zugezogen hat, für ihn rückte Maxi Bauer in die Startformation. Aber auch Bayreuths Coach Timo Rost musste Johannes Golla kurzfristig durch Mario Götzendorfer ersetzen.

Die formstarken Bayreuther, die jetzt aus dem letzten fünf Spielen satte 13 Punkte eingefahren haben, gingen bereits mit der ersten Möglichkeit in Front, als sich Christoph Fenninger nach einem Chip über die Abwehr gegen Maxi Hain dursetzte und Ivan Knezevic am langen Pfosten nur noch einschieben musste. Einfach zu billig dieser frühe Gegentreffer, der das Konzept der Gastgeber über den Haufen warf.

In der Folge verteiltes Spiel mit Vorteilen für die Gäste, die Hausherren hatten erst in der 31. Minute die erste Chance, als ein Kopfball von Sammy Ammari nach Ecke von Patrick Walleth knapp über die Latte strich. Auf der anderen Seite dann Glück für Buchbach, als Götzendorfer an der Grundlinie der Ball über den Schlappen rutschte und die Kugel gegen den Innenpfosten klatschte (40.). Fast hätten die Rot-Weißen kurz vor dem Pausenpfiff noch den Ausgleich erzielt, doch Thommy Breu traf per Kopf nur die Latte und beim zweiten Kopfball von Samed Bahar war Sebastian Kolbe zur Stelle.

Nach dem Seitenwechsel spielte eigentlich nur noch Bayreuth. Erst zwang Chris Wolf Daniel Maus zu einer Glanzparade, dann setzte Anton Makarenko den Nachschuss knapp am langen Pfosten vorbei (48.). Drei Minuten später tauchte Fenninger allein vor Maus auf, machte aus der Situation zu wenig und in der 55. Minute rutschte Makarenko knapp an der Kugel vorbei. In der 60. Minute dann aber der K.o.-Schlag für die Buchbacher, als Thomas Leberfinger einen 14-Meter-Schuss von Knezevic unhaltbar für Maus abfälschte. Wieder Knezevic war es, der in der 69.  Minute endgültig den Deckel draufmachte: Eine Hereingabe von Fenninger musste er aus kurzer Distanz nur über die Linie bugsieren. Fast hätte der Ex-Löwe in der 84. Minute noch sein viertes Tor erzielt, doch das wäre dann des Guten zu viel gewesen.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Hain, Brucia – Rosenzweig (61.  Denk), Walleth (73. Kwatu) – Bauer (73. Sassmann), Bahar, Breu – Ammari. Trainer: Bobenstetter/Bichlmaier.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Dengler, Weber, Eder, Weimar – Wolf, Götzendorfer – Makarenko, Knezevic – Fenninger (86. Coleman), Sulejmani (46. Schiller). Trainer: Rost

Tore: 0:1 Knezevic (6.), 0:2 Knezevic (60.),0:3 Knezevic (69.)

Schiedsrichter: Ostheimer (Sulzbach)

Zuschauer: 608

Gelb: Brucia – Makarenko

copyright: Michael Buchholz

Buchbach erwartet Mannschaft der Stunde

Am Freitag um 19 Uhr gegen die SpVgg Bayreuth – Fragezeichen bei der Aufstellung

Nach dem 4:3-Auswärtserfolg beim SV Schalding-Heining ist der TSV Buchbach am vorletzten Vorrunden-Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern im Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth gefordert. Die Oberfranken, die sich derzeit in glänzender Verfassung präsentieren, gastieren am Freitag um 19 Uhr in der SMR-Arena.

„Natürlich würden wir gerne nachlegen. Ein Sieg wäre ein Meilenstein, aber die Liga ist halt nun mal kein Wunschkonzert“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter mit Blick auf den Gegner, der zehn seiner 15 Punkte aus dem letzten vier Spielen geholt hat. „Bayreuth ist aktuell eine der besten Mannschaften. Im Juli und im August wäre es leichter gewesen. Aber im Fußball zählt nun mal der Ist-Zustand“, so der Buchbacher Coach, der weiß: „Bayreuth hat im Sommer sehr viel Qualität verpflichtet, das macht sich jetzt bezahlt.“ Seitdem Timo Rost von Joe Albersinger das Ruder übernommen hat, geht es bei der Oldschdod kontinuierlich bergauf und da kommt das Gastspiel in der SMR-Arena gerade recht, denn die Oberfranken haben seit zehn Jahren nicht mehr in Buchbach verloren. Umgekehrt haben die Rot-Weißen zwar die letzten fünf Gastspiele in Bayreuth für sich entscheiden können. „Ich weiß auch nicht, warum das so ist, aber Tatsache ist eben, dass wir daheim immer Probleme mit Bayreuth gehabt haben“, so Bobenstetter, dessen Team zuletzt aber auch die schwarze Serie in Schalding beenden konnte. Vielleicht knacken die Rot-Weißen ja gleich am Freitag die nächste Uraltserie?

„Da wartet viel Arbeit auf uns“, ist sich Bobenstetter sicher, zumal die Bayreuther gerade in der Offensive mit Anton Makarenko, dem Ex-Burghauser Christoph Fenninger, dem Ex-Löwen Ivan Knezevic und Shpetim Sulejmani, der sich für einen neuen Profivertrag empfehlen will, extrem gut besetzt sind. Und auch die Abwehr der Gäste, die in den letzten vier Begegnungen nur zwei Treffer zugelassen hat, steht seit Wochen. Während Rost wohl nur auf Marco Rapp (Kreuzbandriss) und Gelbsünder Edwin Schwarz verzichten muss, dürfte die Liste der Ausfälle bei den Gastgebern deutlich länger sein. Mit Aleks Petrovic und Maxi Drum fehlen schon zwei Akteure wegen der fünften Gelben, Thomas Leberfinger plagt eine Muskelverletzung, Thomas Breu hat sich in Schalding eine Bänderdehnung zugezogen und Moritz Moser eine Gehirnerschütterung. Sollte die Muskelverhärtung von Markus Grübl einen Einsatz verhindern, würden gleich sechs Mann aus der erfolgreichen Mannschaft der Vorwoche fehlen.

Die größte Baustelle wird für Bobenstetter und Andi Bichlmaier auf jeden Fall die Abwehr werden, die definitiv ein ganz anderes Gesicht haben wird als noch in Schalding. Mögliche Alternativen für die Defensive sind Christian Brucia, Marco Rosenzweig oder Patrick Walleth, der ja schon im Passauer Westen in der Schlussphase den rechten Verteidiger gab. Eventuell kommt auch Benedikt Orth zu seinem Startelfdebüt. „Die Aufstellung entscheidet sich erst beim Abschlusstraining“, so Bobenstetter, der klar macht: „Nicht die Aufstellung ist entscheidet, sondern die Einstellung. Wer spielt, ist egal, wenn die Mannschaft, die auf dem Platz steht, diszipliniert und mit Herzblut spielt.“

copyright: Michael Buchholz