Buchbach ohne Sorgen nach Rosenheim

Bobenstetter hofft am Samstag um 14 Uhr auf die Rückkehr von Drofa, Hain und Walleth

Nächstes Derby in der Fußball-Regionalliga Bayern für den TSV Buchbach: Eine Woche nach dem 5:2-Erfolg beim SV Wacker Burghausen gastieren die Rot-Weißen am Samstag um 14 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim – für beide Vereine immer ein echtes Highlight, wobei die Sechziger seit über fünf Jahren auf ein Erfolgserlebnis  gegen die Mannschaft von Trainer Anton Bobenstetter warten.

Merphi Kwatu zeigte zuletzt gegen Nürnberg eine starke Leistung, erzielte ein Tor und sollte auch in Rosenheim wieder mit von der Partie sein.
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Der Coach der Buchbacher, dessen Team seit sieben Runden ungeschlagen ist,  sieht die Situation dieses Mal richtig entspannt: „Beide Vereine haben eine komfortable Ausgangslage. Rosenheim hat drei Siege in Folge und ist Sechster, wir sind Achter, wenn das am Ende der Saison auch so wäre, würde ich das sofort unterschreiben.“ Der Trainerfuchs sieht auf Seiten der Gastgeber eine starke Entwicklung und lobt: „Kompliment, was die Rosenheimer da leisten. Das verdient auf jeden Fall Respekt.“ Zwei Punkte liegt die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg vor den Buchbachern, die noch das Nachholspiel Ende November beim FC Bayern München II bestreiten müssen.

Spätestens bis dahin hofft Bobenstetter, das alle Langzeitverletzten bis auf Simon Motz (Kreuzband) wieder am Start sind. Maxi Bauer (Syndesmoseband) wird am ehesten zurück erwartet und könnte in den nächsten Spielen bereits wieder im Kader stehen, wenn die ersten Einheiten mit der Mannschaft gut verlaufen. Thomas Leberfinger (Innenband im Knie) dürfte der nächste sein, auch wenn der Innenverteidiger beim Laufen noch leichte Schmerzen hat, bei Maxi Drum (Ellenbogen-Luxation) hofft Bobenstetter auf die letzten beiden Spiele, unklar ist hingegen, ob Stephan Thee (Mittelfußknochenbruch) in diesem Jahr noch angreifen kann.

Sicher ist, dass Patrick Drofa nach abgebüßter Gelbsperre am Samstag wieder mit dabei ist und Bobenstetter geht auch davon auch, das Patrick Walleth und Maxi Hain, die beim 2:2 gegen Nürnberg II wegen Grippe gefehlt haben, wieder in den Kader zurückkehren: „Drei frische Leute täten uns nach der englischen Woche schon gut.“ Wobei der Trainer seine „Notaufstellung“ gegen Nürnberg II über den zu dieser Jahreszeit längst nicht mehr so grünen Klee lobt: „Einfach stark, wie die Mannschaft das frühe 0:2 weggesteckt hat.“ Besonders gut gefällt dem Coach, dass Spieler wie Moritz Sassmann, der „noch nie in seinem Leben auf der Sechs gespielt hat“, oder Moritz Moser, der nach eigenen Angaben eigentlich „nur Außenbahn spielen kann“, sich mit starken Leistungen so in den Dienst der Mannschaft stellen. Ganz zu schweigen von Hannes Maier: Im Sommer als Angreifer vom Landesligisten SV Erlbach geholt, ist „Sid“ längst nicht mehr aus der Innenverteidigung wegzudenken.

In der Vorrunde setzten sich die Buchbacher nach dem frühen Führungstreffer von Danijel Majdancevic durch Tore von Drofa und Bauer mit 2:1 durch. Majdancevic kehrt bei den Gastgeber nach abgebüßter Rotsperre ebenso wieder ins Team zurück wie Maxi Höhensteiger, der beim 3:2 gegen Burghausen eine Gelbsperre absitzen musste. Der lange verletzte Kapitän Matze Heiß absolvierte immerhin wieder 20 Minuten, dagegen muss Sturmtank Markus Einsiedler nach der fünften Gelben passen.

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Kwatu und Breu halten die Serie aufrecht

Buchbach nach 2:2 gegen Nürnberg II sieben Spiele ungeschlagen – Krasser Fehlstart

Der TSV Buchbach schwimmt nach einem 2:2 am späten Dienstagnachmittag gegen den 1. FC Nürnberg II im Haifischbecken Regionalliga Bayern weiter in ruhigen Gewässern und rangiert nach dem siebten Spiel in Folge ohne Niederlage auf Rang acht. „Mit dem Unentschieden können wir gut leben, nachdem wir ja am Anfang das Schlimmste befürchten mussten“, so Trainer Anton Bobenstetter.

Die Nürnberger, die mit sechs Siegen im Gepäck angereist waren, lagen bereits nach sieben Minuten mit 2:0 in Front und nach der extrem stürmischen Anfangsphase deutete alles auf den vierten Nürnberger Sieg in der SMR-Arena am Stück hin. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr, sind aber trotz der schnellen 2:0-Führung mit dem Punkt echt zufrieden“, bekannte Club-Trainer Reiner Geyer, der den Gegner sowohl für den Zusammenhalt, als auch für seine Leistung lobte: „Es ist einfach kompliziert hier zu spielen. Buchbach ist kampfstark, geht immer auf die zweiten Bälle, hat ein gutes Pressing und schaltet mit den weiten Bällen auf die flinken Spitzen schnell um. Da muss man auch das eigene Spiel ein Stück weit umstellen.“

Erik Engelhardt (2.) und Manuel Feil (7.), der nach einem völlig verpatzten Buchbacher Freistoß einen Konter abschloss, sorgten für den Blitzstart der Gäste, doch spätestens als der starke Merphi Kwatu eine Flanke von Christian Brucia zum 1:2 einköpfte (13.), waren die Rot-Weißen zurück in der Lotterie. Mit einem Traumtor gelang schließlich Tommy Breu in der 59. Minute das 2:2, als er Keeper Johannes Kreidl aus spitzem Winkel überlupfte – achtes Saisontor für den Mittelstürmer!

„Wir sind in den ersten Minuten überhaupt nicht in die Gänge gekommen und hatten noch vom Derby schwere Beine“, gestand Bobenstetter, der die Moral seiner Truppe hervorhob, die auf den gesperrten Patrick Drofa und die erkrankten Haxi Hain und Patrick Walleth verzichten mussten. So musste Moritz Sassmann, zuletzt nur Ergänzungsspieler, von Beginn auf der ungewohnten Position in der Zentrale neben Aleks Petrovic ran und machte seine Sache dabei richtig gut. Fast wäre dem Jungspund in der 23. Minute auch noch ein Treffer geglückt, doch sein Kopfball rauschte ganz knapp am langen Pfosten vorbei.

Bis auf ein kurze Phase zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die über 800 Zuschauer ein tolles Regionalligaspiel, in dem sich beide Mannschaften noch starke Strafraumszenen erspielen konnte. „Beide Seiten hätten den Siegtreffer setzen können und so war es bis zum Schluss spannend“, befand Bobenstetter, der in der 83. Minute einen unglaublichen Reflex von Keeper Kreidl sah, der eine Direktabnahme von Brucia noch entschärfte, als die Buchbacher den Torschrei bereits auf den Lippen hatten. Auf der anderen Seite musste sich „Mo“ Moser noch in letzter Sekunde in einen Schuss von Torjäger Feil werfen (86.), der bereits zehn Mal getroffen hat.

Neben Drofa sollten auch Hain und Walleth beim Derby am Samstag in Rosenheim wieder mit der Partie sein, Maxi Bauer hofft nach der ersten Trainingseinheit auf ein baldiges Comeback und auch Maxi Drum steht demnächst wieder in den Startlöchern, so dass Bobenstetter in den verbleibenden sechs Spielen wieder mehr Alternativen haben sollte.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Moser, Maier, Büch – Petrovic, Sassmann (89. Shalaj) – Brucia, Denk (86. Davydov) – Kwatu, Breu. Trainer: Bobenstetter/Werner.

1 . FC Nürnberg II: Kreidl – Domej, Hofmann, Pex – Knipfer, Heußer, Rhein, Hercher – Krauß (89. Mouhaman), Engelhardt, Feil. Trainer: Geyer.

Tore: 0:1 Engelhardt (2.), 0:2 Feil (7.), 1:2 Kwatu (13.), 2:2 Breu (59.)

Schiedsrichter: Schultes (Betzigau)

Zuschauer: 813

Gelb: Denk, Brucia – Feil

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