Nachdreh: „Einstudierter Sieg“ für den TSV Buchbach

Leberfinger und Denk sorgen beim 2:0 gegen Seligenporten für Startrekord

Der TSV Buchbach hat den besten Start seiner Regionalliga-Geschichte hingelegt und rangiert nach dem fünften Spieltag mit zehn Punkten auf Rang drei. Auch wenn die Rot-Weißen beim 2:0-Erfolg am Freitagabend gegen Seligenporten eine Halbzeit lang keinen Glanz versprühten, war der Sieg aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause vor 733 Zuschauern klar verdient.

Die obligatorische Kurzanalyse nach dem Abpfiff fiel dank der zweiten Hälfte positiv aus. Foto: Buchholz

„Letzte Saison hätten wir bei so einem Spiel die Hucke vollbekommen“, spekulierte Trainer Anton Bobenstetter angesichts der Darbietung seiner Schützlinge in den ersten 45 Minuten, als die Buchbacher zu wenig Laufarbeit verrichteten und die Abstände deswegen zu groß waren: Konsequenz: Maxi Bauer war im Angriffszentrum meist auf sich allein gestellt, die zweiten Bälle landeten regelmäßig beim Gegner und so blieb das Spiel nach vorne nur Stückwerk. „Wir hatten viel Ballbesitz, konnten damit aber wenig anfangen“, ärgerte sich Seligenportens Trainer Roger Prinzen dementsprechend. Anders ausgedrückt: Mannschaften mit mehr Qualität im Angriff hätten die Buchbacher wohl deutlich stärker unter Druck gesetzt. „Seligenporten hat bis in die Spitze super gut gespielt“, lobte Bobenstetter den Gegner und verklausulierte damit zugleich dessen Abschlussschwäche. So kamen die Gastgeber dank einer soliden Leistung in der Defensive mit einem 0:0 in die Pause.

„Der Platzverweis und das Tor durch eine Standard-Situation waren dann die Knackpunkte“, wusste Prinzen um die entscheidenden Momente. Erst musste Kai Neuerer in der 65. Minute nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz, dann köpfte Thomas Leberfinger einen Freistoß von Maximilian Drum zum Führungstreffer in die Maschen (70.). „Das haben wir am Tag zuvor noch geübt. Für einen Trainer ist das immer besonders schön, wenn das dann auch noch klappt“, zeigte sich der Buchbacher Coach über die einstudierte Situation nach dem ruhenden Ball sehr zufrieden. Überhaupt waren die Buchbacher an diesem Tag mit Standards immer gefährlich, Treffer Nummer zwei fiel dann aber nach einem langen Ball von Markus Grübl, den Stefan Denk zu seinem ersten Treffer nach seiner einjährigen Verletzungspause (Kreuzbandriss) verwerten konnte (84.) – cool und mit viel Übersicht wie eh und je! „Stefan ist ein Torjäger und wenn er wieder trifft, tut uns das natürlich gut“, freute sich Bobenstetter über den Treffer des 27-Jährigen, den er einst entdeckt und 2010 vom FC Falke Markt Schwaben mitgebracht hat.

Letztlich hätten die Rot-Weißen die Partie nach der Pause bei zahlreichen Topchancen – Bauer scheiterte per Kopf am Pfosten (77.) – wesentlich deutlicher für sich entscheiden können, doch Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier war gar nicht so unglücklich darüber, dass es bei zwei Treffern geblieben ist: „Wenn wir hier ein Schützenfest veranstalten, wird es nächste Woche in Ingolstadt noch schwerer als es schon ist.“ Erst einmal steht aber am Dienstag um 18.30 Uhr die 1. Runde im Totopokal beim FC Schwabing 56 auf dem Programm. „Wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir Favorit und werden gewinnen, wenn nicht, wird es auch gegen einen Bezirksligisten schwer“, so Bobenstetter.

TSV Buchbach: Maus – Grübl, Leberfinger, Drum, Brucia – Walleth, Petrovic – Drofa, Büch (46. Denk) – Thee (78. Breu), Bauer (80. Maier). Trainer: Bobenstetter/Werner.

SV Seligenporten: Kolbe – Herzel, Schärtel, Olschewski, Woleman, Neuerer – Schelle – Kobrowski (81. Wöllner), Katidis – Yetkin (66. Schäf), Weber (66. D’Adamo). Trainer: Prinzen.

Tore: 1:0 Leberfinger (70.), 2:0 Denk (84.)

Schiedsrichter: Treiber (Zell-Bruck)

Zuschauer: 733

Gelb: Breu, Walleth – Weber, Yetkin, D’Adamo, Katidis

Gelb-Rot: Neuerer (65.) wegen wiederholten Foulspiels.

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