Punkten im „Grünwalder“ darf kein Tabu sein

Können sich Patrick Walleth und die Rot-Weißen am Samstag belohnen? Foto: Buchholz

Können sich Patrick Walleth und die Rot-Weißen am Samstag belohnen?
Foto: Buchholz

Buchbach am Samstag um 14 Uhr bei den kleinen Löwen – Leberfinger fraglich

Wenn der TSV Buchbach am Samstag um 14 Uhr im „Grünwalder“ bei den Junglöwen antritt, ist die Zielvorgabe klar. „Wir müssen auf alle Fälle was mitnehmen“, sagt Trainer Anton Bobenstetter vor dem vorletzten Hinrunden-Spieltag in der Fußball-Regionalliga Bayern.

Punkte sammeln auf Giesings Höhen darf für die Rot-Weißen kein Tabu mehr sein, in den drei bisherigen Heimspielen gegen Buchbach haben freilich immer die kleinen Löwen das bessere Ende für sich gehabt. Das soll sich jetzt ändern: Zumal es ja für die Sechziger in dieser Saison auch nicht rund läuft. Die haben ja gerade mal einen Punkt mehr als die Buchbacher auf dem Konto. Die Schwierigkeit ist: „Wir wissen überhaupt nicht, wer bei den Löwen spielt, aber das weiß mein Freund Daniel Bierofka sicher auch noch nicht“, sagt Bobenstetter, da ja der neue Zweitliga-Trainer Benno Möhlmann bei seinem Einstand sowohl Sertan Yegenoglu als auch Emanuel Taffertshofer in die Startelf berufen hat und zudem die Profis bereits am Freitag in Fürth ran müssen. „Wir gehen jetzt mal davon aus, dass die Spieler, die am Freitag auf der Bank sitzen, gegen uns spielen werden“, so Bobenstetter, der sein Team also ziemlich kurzfristig auf den Gegner einstellen muss.

Knackpunkt bei den Jung-Löwen ist in dieser Saison, wie schon in der Rückrunde der vergangene Spielzeit die Chancenverwertung. Große Teile des Offensiv-Personals wurden zu den Profis hochgezogen, andere, wie etwa Peter Kurzweg (Würzburger Kickers), haben den Verein verlassen. Mit fünf Treffern ist Nico Karger noch der erfolgreichste Torschütze der Bierofka-Elf, der es bislang selten gelungen ist die spielerische Überlegenheit in die adäquate Anzahl an Treffern umzumünzen. „Wir hoffen natürlich, dass das gegen uns auch so bleibt. Es entscheiden ja in dieser starken Liga oft nur Nuancen, wie man bei unserem Spiel gegen Bayreuth gesehen hat, als wir zwar 11:0-Ecken hatten, aber keine Punkte bekommen haben“, so Bobenstetter, der gleich den Quervergleich bemüht: „Wir wissen natürlich, dass die Löwen eine ganz andere Qualität im Kader haben als Bayreuth, schließlich hat sich  auch 1860 vor 14 Tagen mit 4:0 in Bayreuth durchgesetzt.“

Wichtig für die Rot-Weißen wird sein, dass sie ausnahmsweise mal nicht in Rückstand geraten, denn das kostet nicht nur Kraft, sondern auch Nerven. Bobenstetter: „Das hat uns schon einige Punkte gekostet, aber so ist das nun mal in dieser engen Liga. Ich kann der Mannschaft auch keinen Vorwurf machen, sie arbeitet im Training und in jedem Spiel richtig gut, der Inhalt stimmt, aber eben das Punktekonto nicht ganz. Wir stehen ja nur ganz knapp über dem Strich, deswegen müssen wir unbedingt was holen. Jeder Punkt ist ungeheuer wichtig und Dreier sind der Wahnsinn.“

Noch nicht ganz sicher ist, ob Thomas Leberfinger bis zum Samstag einsatzfähig ist. „Das wird knapp“, sagt Bobenstetter, der nach abgelaufener Rotsperre wieder auf Thomas Breu zurückgreifen kann. Angreifer Patrick Drofa, der sich gegen Bayreuth eine Platzwunde zugezogen hat, wurde genäht und steht trotz der Fäden in der Wunde zur Verfügung. Und sollten die Buchbacher tatsächlich mal in Führung gehen, könnte Drofa bei Kontern mit Sicherheit öfter den Turbo zünden als es zuletzt gegen Bayreuth der Fall war.

von Michael Buchholz

Buchbach will gegen Bayreuth nachlegen

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Fällt verletzt aus: Thomas Hamberger. Foto Michael Buchholz

Am Freitag um 19 Uhr gegen den Tabellennachbarn – Hamberger fällt aus

Der TSV Buchbach möchte am Freitag den Auswärtsdreier aus Illertissen vergolden: Die Rot-Weißen erwarten im letzten Flutlichtspiel des Jahres um 19 Uhr die SpVgg Bayreuth, die vor dem 15. Spieltag mit den Buchbachern punktgleich in der zweiten Tabellenhälfte der Fußball-Regionalliga Bayern rangiert.

Wie die Hausherren haben die Oberfranken bislang vier Siege und fünf Unentschieden bei fünf Niederlagen verbuchen können, zwei davon datieren aus den letzten beiden Wochen, als sich die Mannschaft von Trainer Christoph Starke in Unterhaching (1:6) und zuletzt beim 0:4 gegen die Junglöwen gleich zehn Gegentreffer eingefangen hat. Dementsprechend verunsichert könnte die Hintermannschaft der Bayreuther sein, doch Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter sagt: „Wir messen Bayreuth an Leistungen wie beim 1:1 in Regensburg oder den Siegen in Illertissen und in Fürth oder gegen Amberg.“

Mit Anton Makarenko (27), der vor der Saison aus Cottbus kam und dem Ex-Burghauser Sebastian Glasner (30), der bis zum Sommer in Chemnitz gespielt hat, konnten sich die Oberfranken, die ja ihren Torjäger Dominik Stolz nach Sandhausen ziehen lassen musste, im Angriff Profi-Ersatz besorgen. Makarenko (4 Tore), Glasner, der in sechs Spielen drei Mal getroffen hat, und Tobias Ullbricht (4) haben durchaus schon nachgewiesen, dass sie wissen, wo die Kiste steht. „Da kommt einiges an Arbeit auf unsere Hintermannschaft zu“, vermutet Bobenstetter, der nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder auf Maxi Drum zurückgreifen kann. Thomas Leberfinger ist wieder im Lauftraining, wird aber am Freitag wohl noch nicht zum Einsatz kommen. Bobenstetter: „Da wollen wir kein Risiko eingehen.“ Verzichten muss der Coach auf Thomas Hamberger, der sich am Dienstag im Training eine Oberschenkel-Zerrung eingehandelt hat. „Schade für ihn, da er in Illertissen ein gutes Spiel mit großem Laufpensum hingelegt hat“, so der Trainer. Noch ein Spiel pausieren muss Thomas Breu (Rotsperre aus dem Amberg-Spiel).

Keine guten Erinnerungen haben die Buchbacher an das letzte Heimspiel gegen die „Oldschdod“ vor ziemlich genau elf Monaten, als die Oberfranken einen wahnsinnigen Lauf hatten und mit 3:0 in der SMR-Arena gewannen. „Da haben wir noch was zum Gutmachen“, findet Bobenstetter, der „sehr optimistisch“ in die Partie geht: „Wenn man sieht, mit welcher Leidenschaft und welchem Herzblut die Mannschaft Woche für Woche spielt, freut das natürlich das gesamte Trainerteam. Wir sehen ja auch, dass die Spieler in jedem Training hundertprozentigen Einsatz zeigen. Das macht schon viel Spaß.“

Wie wichtig es wäre, wenn die Buchbacher am Freitag einen Dreier nachlegen könnten, zeigt der Blick auf die Tabelle: Den Tabellenneunten 1860 München II und den Drittletzten aus Schalding trennen nach dem Fürther Coup am Dienstag gegen die kleinen Bayern gerade mal zwei Punkte, andererseits haben die Buchbacher als Zehnter auch nur drei Zähler Rückstand auf Platz sechs, den derzeit der FC Amberg einnimmt. Das nächste Auswärtsspiel bestreiten die Buchbacher dann am Samstag in einer Woche ohnehin bei den kleinen Löwen, Anmeldungen für den Fanbus, der um 11 Uhr am Stadion abfährt, werden am Fanshop entgegengenommen.

von Michael Buchholz