Buchbach marschiert souverän ins Viertelfinale

Totopokal: Bobenstetter nach dem 3:0 in Ruhmannsfelden hoch zufrieden

Erstmalig seit vielen Jahren steht der TSV Buchbach im bayerischen Totopokal wieder im Viertelfinale, das im April nächsten Jahres ausgetragen wird. „Es ist natürlich schön, wenn man im Pokal unter den besten acht Mannschaften Bayerns ist“, freute sich Trainer Anton Bobenstetter nach dem 3:0-Erfolg am Dienstagabend beim Bayernligisten SpVgg Ruhmannsfelden.

In der umkämpften, aber sehr fairen Partie – Schiedsrichter Michael Freund kam mit drei gelben Karten aus – dominierten die Buchbacher schon vor der Pause, konnten aber ihre Möglichkeiten ebenso wenig nutzen wie die Gastgeber. „Wir hatten zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber der Gegner ist hinten gut gestanden und hat auch einige Male gefährlich gekontert“, so Bobenstetter. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn tanzte Thomas Breu zwei Gegenspieler aus, doch Keeper Manuel Kopp drehte seinen platzierten Schuss noch um den Pfosten. In der 53. Minute kam Michael Scheßl freistehend zum Kopfball, konnte aber Maxi Weber im Kasten der Rot-Weißen nicht überwinden und so dauerte es bis zur 62. Minute, ehe der erste Treffer fiel: Nach einer Ecke von Breu brachten die Gastgeber den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Maxi Hain, der in den letzten beiden Ligaspielen mehrmals großes Pech im Abschluss hatte, jagte die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen.

„Danach war der Bann gebrochen, da war klar, dass wir das Spiel gewinnen würden“, so Bobenstetter, der sein Team lobte: „Es ging ja schon zuvor meist nur in eine Richtung. Die Jungs haben schön über die Flügel gespielt, haben gut hinterlaufen.“ In der 73. Minute ließ Lukas Dotzler den zweiten Treffer folgen, als er zwei Gegner aussteigen ließ und auch noch Keeper Kopp das Nachsehen gab. Der Ex-Bamberger, der ja auch zuletzt in Aschaffenburg den späten Ausgleich für Buchbach erzielt hat, machte dann in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer alles klar.

„Wir gehen absolut gestärkt aus den drei Pokalspielen raus und freuen uns natürlich  über die 500 Euro Siegprämie“, erklärte Bobenstetter, der auch mal in der Defensive rotieren konnte und keine neuen Verletzten zu beklagen hat: „Das Thema Pokal ist jetzt bis Frühjahr abgearbeitet. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir am Sonntag um 13 Uhr zu ungewohnter Stunde gegen Ingolstadt II auch in der Liga nachlegen.“

TSV Buchbach: Weber – Scott, Leberfinger (46. Hain), Drum (75. Löffler), Motz – Grübl (60. Drofa), Hamberger, Petrovic, Alschinger – Breu, Dotzler. Trainer: Bobenstetter/Werner.

Tore: 0:1 Hain (62.), 0:2 Dotzler (73.), 0:3 Dotzler (88.)

Schiedsrichter: Freund (Perlesreut)

Zuschauer: 160

Gelb: Wittenzellner, Pfeffer – Scott.

Besonderheiten: keine.

(c) Michael Buchholz

Bobenstetter: Wollen unter die letzten Acht

Buchbach gastiert am Dienstag um 18 Uhr bei der SpVgg Ruhmannfelden

Weiter geht’s im dicht gedrängten Buchbacher Sommerprogramm: Pokal-Achtelfinale am heutigen Dienstag um 18 Uhr bei der SpVgg Ruhmannsfelden. „Wir wollen mit aller Macht in die Runde der letzten Acht“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter und kündigt an: „Wir bereiten uns vor wie auf ein Spiel in der Fußball-Regionalliga.“

Heißt: Die Spieler nehmen sich frei, gegen 14 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen, dann geht es in den Bus und ab nach Niederbayern. „Bislang haben wir die englischen Wochen gut weggesteckt und sind einigermaßen gesund raus gekommen“, hofft Bobenstetter, dass sich seine Spieler heute keine weiteren Blessuren einhandeln. Neben den beiden verletzten Torhütern Sandro Volz und Thomas Reichlmayr fehlen weiterhin Maxi Hellinger (Aufbautraining) und Stefan Denk, dessen Bluterguss im Oberschenkel selbst leichtes Lauftraining nicht zulässt. Passen muss heute auch Angreifer Maxi Bauer, der am gestrigen Montag seinen 22. Geburtstag gefeiert hat: Er hat sich am Samstag in Aschaffenburg eine Schienbeinprellung zugezogen, sollte aber bis zum Sonntagsspiel gegen Ingolstadt II wieder hergestellt sein.

„Wir werden bis auf die Verletzten mit unserer besten Mannschaft spielen“, nimmt Bobenstetter die Aufgabe im Landkreis Regen sehr ernst, wohl wissend: „In einem einzigen Spiel ist der Unterschied zwischen Regional- und Bayernliga nicht sehr groß. Uns wird mit Sicherheit alles abverlangt, um eine Runde weiter zu kommen.“ Im Training ließ Bobenstetter zur Vorsicht auch gleich noch Elfmeterschießen üben, um gewappnet zu sein, wenn es nach 90 Minuten Unentschieden stehen sollte.

(c) Michael Buchholz

Nach zwei Wochen Pause: Buchbach heiß auf Memmingen

Bobenstetter-Elf will am Freitag um 19 Uhr den zweiten Saisonsieg einfahren

Zwei Wochen lang musste der TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga Bayern seit der 0:2-Heimniederlage gegen den SV Schalding-Heining pausieren. Weil das Spiel beim FC Bayern München II auf den 23. September verlegt worden ist und weil das geplante Testspiel gegen AL Shaab Cultural & Sport Club von den Arabern kurzfristig abgesagt wurde, geht es erst am morgigen Freitag um 19 Uhr gegen den FC Memmingen wieder zur Sache.

„Wir haben sehr intensiv trainiert und wollen jetzt unbedingt den zweiten Saisonsieg einfahren“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, der jedoch weiß, dass die Aufgabe alles andere als einfach wird: „Wir brauchen die volle Unterstützung unserer Fans, damit wir Memmingen schlagen können.“ Und natürlich brauchen die Rot-Weißen auch mal das Quäntchen Glück, dass ihnen bei den Niederlagen in Burghausen und gegen Schalding nicht hold war. „Irgendwann muss mal wieder ein Ball ins Tor gehen“, fordert Bobenstetter, zumal sein Team gute Leistungen gezeigt hat: „Wir müssen uns jetzt für unser enormes Laufpensum belohnen. Wir haben viel investiert, aber in einigen Situationen einfach kein Glück gehabt. Sowohl in Burghausen als auch gegen Schalding hätten wir den Sieg verdient gehabt.“

Mit den drei Punkten aus den drei Spielen ist Buchbach nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Rain von der Tabellenspitze bis auf Platz 16 abgerutscht, also in eine Tabellenregion, in der sich die Rot-Weißen schon lang nicht mehr wiedergefunden haben und die sie möglichst schon am Freitag verlassen wollen. „Wir wussten ja schon vorher, dass die Saison nicht einfach werden würde und wer am Sonntag das Derby zwischen Bayern und Sechzig im Fernsehen gesehen hat, weiß, wie hoch der Hammer in dieser Liga inzwischen hängt. Aber wir müssen vor allem zu Hause wieder eine Macht werden und deswegen werden alles für einen Sieg tun“, so Bobenstetter.

Der Buchbacher Trainer erwartet dass die Gäste aus dem Allgäu mit breiter Brust anreisen werden: „Die Memminger haben Sechzig 2:0 geschlagen und auch Illertissen mit 4:1 besiegt. Das ist ihnen vorher noch nicht geglückt. Das gibt ihnen bestimmt Auftrieb.“ Auf der anderen Seite ist Memmingen so etwas wie der Lieblingsgegner der Buchbacher – alle bisherigen sechs Duelle in der Regionalliga konnte Rot-Weiß für sich entscheiden, zu Bayernligazeiten nahmen sich die Verhältnisse noch anders aus: Da gelangen den Allgäuern in vier Vergleichen zwei Siege und zwei Unentschieden.

Für Bobenstetter ist der Tabellensechste weiterhin einer der Top-Vereine Bayerns: „Memmingen hat es geschafft den heiß umworbenen Torjäger Michael Geldhauser zu halten. Zusammen mit Ex-Profi Bobo Mayer, der für seine Freistöße gefürchtet ist, ist das schon ein extrem gefährliches Duo. Diese beiden Schlüsselspieler müssen wir in den Griff bekommen.“ Nicht dabei auf Seiten der Buchbacher ist Maxi Hellinger, der im Training umgeknickt ist und sich eine Bänderverletzung zugezogen hat. „Schade, er war ganz dicht dran an der Start-Elf. Ebenfalls passen muss Keeper Thomas Reichlmayr, der sich das Knie verdreht hat. Maxi Weber wird also gegen Memmingen wieder ins Tor zurückkehren, sein Backup ist Alex Wolf.

von Michael Buchholz

Schalding stellt Spielverlauf auf den Kopf

2:0 am Freitagabend in Buchbach – Brückl und Rott die Torschützen

Der SV Schalding-Heining hat die Mittwochs-Klatsche gegen die Junglöwen gut weggesteckt und den zweiten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Beim 2:0 am Freitagabend in Buchbach hatten die Gäste vor der Pause Glück, drehten aber die Partie und blieben zum fünften in Folge gegen Buchbach ungeschlagen.

Während beim TSV Buchbach Thomas Reichmayr sein Debüt im Tor gab, setzte Schaldings Trainer Mario Tanzer, der die Abwehr im Vergleich zum Dienstagsspiel kräftig durchgewürfelt hat, erstmalig auf die Dienste von Adrian Gahabka, der aus Hankofen-Hailing gekommen ist. Aber auch Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter rochierte kräftig, zumal Thomas Leberfinger und Kapitän Maxi Hain nicht hundertprozentig fit waren.

Die Gastgeber versuchten von Beginn an Druck aufzubauen, zeigten einige schöne Spielzüge, doch die Abwehr der Schaldinger mit Fünferkette stand dicht gestaffelt, so dass die Rot-Weißen häufig hängen blieben und neu aufbauen mussten. Patrick Drofa hatte die erste gute Möglichkeit, doch sein Drehschuss strich am langen Pfosten vorbei (15.), auch Freistöße von Maxi Drum und Aleksandro Petrovic gingen in der Folge ganz knapp vorbei, ehe Drofa mit einem erneuten Drehschuss Werner Resch zu einer Flugeinlage zwang. Bei einem ersten Schaldinger Konter über Michael Pillmeier geriet der Abschluss von Christian Brückl zu harmlos (23.). Buchbach drückte weiterhin mit Macht, hatte ein deutliches Chancenplus, doch die Tanzer-Truppe warf sich immer wieder in die Angriffe.

Gleich nach Wiederbeginn die ersten Großchance für die Gäste, aber nach Zuspiel von Patrick Rott konnte Christopher Scott gerade noch vor Pillmeier klären (47.) – der Auftakt für eine deutlich stärkere zweite Hälfte der Jungs aus dem Passauer Westen. Und in der 65. Minute stellte Jinx Brückl den Spielverlauf mit einem Freistoßhammer aus 30 Metern auf den Kopf – Reichlmayr machtlos.

Die Gastgeber, nun sichtlich aus dem Konzept gebracht, ahnten bereits, dass es nun ganz schwer werden würde: Die Angriffe waren nicht mehr so durchdacht und Schlading lauerte natürlich jetzt noch mehr auf Konter. Erfolgreich, als sich  Albert Krenn im Mittelfeld energisch den Ball angelte, Patrick Rott bediente, der nach einem Turbosprint flach und eiskalt vollendet.

TSV Buchbach: Reichlmayr – Grübl, Scott, Drum, Brucia – Walleth (73. Hellinger), Petrovic, Alschinger – Drofa (73. Breu), Dotzler (62. Bauer), Denk. Trainer: Bobenstetter/Werner

SV Schalding-Heining: Resch – Buchinger, Gahabka, Escherisch, Gashi (78. Alagöz), Lüftl – Krenn – Wirth (38. Maxi Huber), Brückl (81. Rene Huber) – Rott, Pillmeier. Trainer: Tanzer

Tore:  0:1 Brückl (65.), 0:2 Rott (82.)

Schiedsrichter: Beretic (TSV Friedberg)

Zuschauer: 944

Gelb: Brucia, Petrovic – Rott, Wirth, Gahabka, Maxi Huber

Bobenstetter: „Brauchen unbedingt den Dreier“

Buchbach heute um 19 Uhr gegen Schalding – Test gegen AL Shaab Cultural & Sport Club

Es geht Schlag auf Schlag in der Fußball-Regionalliga Bayern: Nur eine Woche nach dem Auftakt steht für den TSV Buchbach am heutigen Freitag um 19 Uhr bereits der dritte Spieltag auf dem Programm. Zu Gast in der SMR-Arena ist der SV Schalding-Heining, der am Dienstag eine böse 1:5-Packung gegen die U21 des TSV 1860 München einstecken musste.

Dieses Ergebnis hat nicht nur den Schaldingern nicht gefallen, sondern passt auch Trainer Anton Bobenstetter überhaupt nicht: „Wir kriegen ja auch manchmal so eine Klatsche und sind dann im nächsten Spiel umso besser. Das ist bei Schalding auch nicht anders. Letzte Saison hat Schalding fünf Stück gegen Schweinfurt bekommen und war danach gleich acht Mal ungeschlagen.“ Dennoch will der Coach unbedingt, dass die drei Punkte in Buchbach bleiben: „Wir brauchen den Sieg, weil ja nächste Woche unser Spiel gegen die Bayern verlegt worden ist. Ansonsten hinken wir hinterher. Anstelle des Punktspiel gegen die kleinen Bayern haben die Buchbacher ein weiteres Testspiel vereinbart, um im Rhythmus zu bleiben. Am 31. Juli gastiert mit AL Shaab Cultural & Sport Club eine Mannschaft aus der 1. Liga der Vereinigten Arabischen Emirate in der SMR-Arena.

„Ich bin mir ja mit Anton in vielen Punkten einig, aber bei einem Buchbacher Heimsieg kommen wir nicht zusammen“, sagt Schaldings Abteilungsleiter Markus Clemens, der auf ein Unentschieden hofft: „Wenn wir mit einem Punkt aus Buchbach heimkommen, haben wir alles richtig gemacht.“ In der vergangenen Saison gelang den Schaldingern ein 1:1 in Buchbach, umgekehrt holten die Buchbacher Anfang August letzten Jahres mit viel Glück ein 0:0 in Schalding. Im Pokal setzte sich Schalding dann aber ein paar Wochen später ebenso mit 5:2 durch wie beim Heimspiel der Saison 2013/14. „Fakt ist nun mal, dass wir die letzten vier Spiele gegen Schalding nicht mehr gewonnen haben und deswegen wird es jetzt Zeit für einen Dreier“, so Buchbachs Trainer.

Sowohl Bobenstetter als auch Clemens rechnen mit einem „ganz engen Spiel“, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden. „Wir hatten in Burghausen mehr Torchancen als gegen Rain und haben dennoch verloren, weil die Schlüsselsituationen gegen uns gelaufen sind. Gegen Schalding müssen wir die drei oder vier wichtigen Situationen wieder für uns entscheiden“, fordert  Bobenstetter.

Bei den Hausherren ist der Einsatz von Thomas Leberfinger (leichte Zerrung) noch nicht gesichert, bei den Gästen fehlt Markus Gallmaier (Eignungstest fürs Studium) und auch Kapitän Josef „Beppo“ Eibl ist noch nicht ganz so weit. „Er wird wohl nicht rechtzeitig fit werden. Dabei war er der Mann, der uns beim Sieg in Bayreuth die nötige Stabilität gegeben hat“, so Clemens, der sich auf die Partie in Buchbach schon freut: „Das ist immer eine reizvolle Aufgabe. Das ganze Umfeld, die Stimmung, viele unsere Fans kommen mit, weil das ja nicht so weit zum Fahren ist.“ Und auch die Buchbacher, die zur Feier des Tage mal wieder eine Sau vom Grill servieren, fiebern der Partie mit Vorfreude entgegen. „Es ist immer schön gegen unsere Freunde aus Schalding zu spielen. Die beiden Vereine haben sehr viele Gemeinsamkeiten, man kennt sich, man schätzt sich“, sagt Bobenstetter, der gegenüber der Partie in Burghausen wieder die eine oder andere Veränderung im Team vornehmen wird: „Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Burghausen, dementsprechend werden wir reagieren.“ Aber auch Mario Tanzer plant Änderungen. „Wir haben gegen Sechzig viele Fehler gemacht, schon aus diesem Grund bieten sich Veränderungen an. Und natürlich ist es auch gut, wenn ein paar frische Spieler auf den Platz kommen“, findet Clemens.

Fußball-Spektakel in der „Wacker-Sauna“

1850 Fans erleben Burghauser 3:2 gegen Buchbach – Hingerl erhält Jahresvertrag

„Wer das Spiel gesehen hat, der schaut sich auch die nächsten Heimspiele von Burghausen und Buchbach an“, schwärmte Burghausens Sportlicher Leiter Mario Demmelbauer von dem Fußballfest, das die 1 850 Zuschauer am zweiten Spieltag der Regionalliga Bayern in der Wacker-Arena geboten bekamen.

Auch Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter war trotz der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft am Dienstagabend mehr als angetan: „Riesiges Kompliment an beide Mannschaften, das war ein großes Spiel mit tollem Tempo. Und das bei Temperaturen, bei denen uns Trainern auf der Bank das Schnaufen schwer fällt.“ Vollgas-Sprints über den halben Platz, packende Zweikämpfe, tolle Spielzüge, zahlreiche Strafraumszenen und vor allem jede Menge Spannung – ein echtes Fußball-Spektakel in der „Wacker-Sauna“, das Lust auf die nächsten Spiele in Bayerns Belleetage macht. Auf die Spannung hätte Burghausens Trainer Uwe Wolf freilich getrost verzichten können: „Darüber müssen wir reden. Nach dem 3:0 haben wir uns taktisch schlecht verhalten. Die Zuschauer haben ein klasse Derby mit fünf Tore gesehen, für meinen Geschmack waren es zwei zu viel. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei zwei Gegentoren nicht zufrieden sein kann, aber die Mannschaft hat mit den drei Punkten ihre Aufgabe erledigt.“

Es hätte allerdings durchaus anders kommen können, denn die Anfangsphase gehörte eindeutig den Rot-Weisen und so beklagte Bobenstetter auch: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, als wir zwei Mal die Latte getroffen haben und Maxi Bauer seine beiden Chancen nicht genutzt hat.“ Der Buchbacher Trainer bekundete aber auch, dass er und seine Mannschaft erhobenen Hauptes die Heimreise angetreten haben: „Im März haben wir hier 0:1 verloren, damals haben wir uns versteckt. Das war dieses Mal ganz anders. Eigentlich war ja schon das erste Tor die Entscheidung, dass wir nach einem 0:3 noch einmal zurückkommen und fast noch den Ausgleich machen, das ist  Buchbach. Das habe ich meinen Spieler über viele Jahre eingeimpft.“

Dass die Buchbacher seiner Truppe alles abverlangt haben, ist natürlich auch Wolf nicht entgangen, der mit den Leistungen der Anfangsphase überhaupt nicht einverstanden war, lautstark dirigierte und schließlich auch noch mal in die Taktik-Kiste greifen musste. Erst als das Wacker-Spiel mit dem 1:0 im Rücken in der Spitze breiter wurde, bekamen die Buchbacher vermehrt Probleme und fingen sich auch einige gefährliche Konter. Neben der taktischen Variabilität ist sicher auch die Physis einer der Burghauser Trümpfe. Wolf: „Diese Laufstärke habe ich gefordert, dieses einfach noch mal über den Punkt gehen.“ Ein Trumpf-Ass, das schon so lange im Ärmel steckte, dass es fast in Vergessenheit geraten wäre, konnte Burghausen am Dienstag ebenfalls noch in den Ring werfen. „Die Unterstützung von der West hat mich besonders gefreut“, dankte Wolf den Fans, aber auch dem „Verein und den Sponsoren“. Die haben nämlich am Montagabend die kurzfristige Verpflichtung von Kevin Hingerl ermöglicht. „Wie wichtig Hingerl ist, hat man heute gesehen“, so Wolf, der den Ex-Buchbacher gleich mit der Rolle des Abwehrchefs betraute. Hingerl, dessen Spielgenehmigung erst am Dienstagnachmittag eingetroffen ist, hat einen Vertrag bis Saisonende bekommen und somit ist der Wunsch von Wolf „jede Position doppelt zu besetzen“ auch noch erfüllt.

SV Wacker Burghausen: Eiban – Hofstetter, Hingerl, Rech – Burkhard, Knochner, Kauffmann, Moser – Schwarz (46. Weiß) – Mosch (66. Kindsvater), Duhnke (83. Kadijaj) Trainer: Wolf.

TSV Buchbach: Weber – Grübl, Hain, Drum, Alschinger (56. Denk) – Walleth, Leberfinger, Petrovic – Bauer (46. Drofa), Hamberger (70. Dotzler), Brucia. Trainer: Bobenstetter/Werner.

Tore: 1:0 Mosch (29.), 2:0 Kindsvater (71.), 3:0 Burkhard (73.), 3:1 Petrovic (81., Foulelfmeter), 3:2 Denk (83.)

Schiedsrichter: Beitinger (DJK Regensburg 06)

Zuschauer: 1850

Gelb: Schwarz, Knochner, Burkhard, Kindsvater, Weiß – Alschinger, Drofa, Leberfinger, Walleth

Gelb-Rot: Kindsvater (92.) wegen wiederholten Foulspiels