Buchbachs Mittelfeldmotor im großen Interview

Im Sommer ging Aleksandro Petrovic in seine sechste Saison beim TSV Buchbach. Dass der Mittelfeldspieler nicht nur richtig gut kicken kann, sondern auch neben dem Platz ein richtig cooler Typ ist, beweist er im ersten Teil des großen Interviews.

Dabei spricht der 27-Jährige über den Saisonstart des TSV Buchbach, Trashtalk bei Facebook und verrät, gegen wen er am liebsten seinen ersten Lupfer von hinter der Mittellinie versenken würde.

Beim TSV Buchbach läuft’s in dieser Saison noch nicht rund. Woran liegt’s Aleksandro?

Petrovic: Gute Frage, wir haben ja bisher eigentlich selten richtig schlecht gespielt. Wir hatten im Sommer einige Abgänge, wie die von Daniel Maus, Mijo Stijepic und Maxi Knauer zu verkraften, haben aber trotzdem auch in dieser Saison wieder eine gute Mannschaft zusammen. Diese muss sich noch finden, dann werden die Resultate sicher bald wieder besser. Wir brechen deswegen jetzt nicht in Panik aus, auch in den letzten Jahren sind wir oft nicht so gut aus den Startlöchern gekommen.

Am Wochenende gegen den kleinen Club hast du den möglichen Ausgleich in der 90. Minute vom Punkt vergeben. Schnappst du dir beim nächsten Elfer trotzdem wieder den Ball?

Definitiv werde ich den nächsten auch wieder schießen, wenn ich mich gut fühle. Mit 17 von 20 ist meine Bilanz ja nicht so schlecht (lacht). Mit 27 Jahren gehöre ich bei uns zu den erfahreneren, wenn nicht schon alten, Spielern und will dementsprechend Verantwortung übernehmen. Sollte ich mich nicht gut fühlen, bin ich aber keine Egoist und werde einem anderen den Vortritt lassen.

Ein Drittligaspieler und ehemaliger Juniorennationalspieler mit Perspektive wechselt in die Regionalliga zum kleinen TSV Buchbach. Wie kams?

Mein Vertrag in Dresden ist im Sommer 2010 ausgelaufen. Ich hatte damals einige Optionen, die sich aber allesamt zerschlagen haben. Über meinen Schulfreund Sandro Volz, den ich seit 15 Jahren kenne, bin ich dann im Winter 2011 zum TSV Buchbach gekommen.

Sandro Volz ist zurück in Buchbach. Wer ist jetzt der erste Vorsänger, Aleksandro Petrovic oder der Keeper mit Krücken?

Als Sandro weg war, habe ich das für ihn übernommen. Ich überlasse ihm sein Amt aber jetzt sehr gerne wieder. Er hat einfach eine lautere Stimme als ich. Auch mit Krücken ist Sandro voll dabei im Mannschaftskreis, auch die Mannschaftsabende lässt er sich nicht nehmen (lacht).

Du battlest dich gerne mit Kumpels wie Orhan Akkurt oder Daniel Majadancevic bei Facebook. Wer ist der härteste Gegner in diesen Battles? Wer reagiert am schlagfertigsten?

Mit Orhan Akkurt sind es ja keine echten Battles. Zwischen Heimstetten und Buchbach wird aber gerne gestichelt, auch bei Spielen gegen Garching oder Wacker Burghausen wird gerne mal gefrotzelt. Am heftigsten war eigentlich immer der Trashtalk mit Danijel Majdancevic, egal ob er in Heimstetten oder Rosenheim gespielt hat. Nach dem Spiel war aber alles vorbei, wir kennen uns ja auch schon länger.

Du probierst immer wieder den Keeper von hinter der Mittellinie zu überlupfen. Wann klappt es endlich?

Ich bin überzeugt, dass es in dieser Saison so weit ist! Auf jeden Fall werde ich es weiter probieren. Am liebsten wäre es mir, wenn es gegen Andi Rössl klappt. Wir kennen uns noch aus der Zeit mit der bayrischen Auswahl, als er noch Torhüter in der Jugend der Sechzger war. Wenn es gegen die kleinen Bayern zum ersten Mal hinhauen sollte, werde ich mit Heiko Vogel zusammen an der Seitenlinie jubeln (lacht).

In jeder Regionalligasaison musstest du bisher eine Gelbsperre absitzen. Warum bist du bisher nicht drum rumgekommen?

Als Mittelfeldspieler muss man ab und zu eine taktische gelbe Karte in Kauf nehmen. Ich muss aber auch mein südländisches Temperament in den Griff bekommen, um keine unnötigen Karten mehr zu bekommen.

Vollende bitte diesen Satz: Ich bekomme in dieser Saison keine fünf gelben Karten, weil…

…ich clever genug bin, um dem aus dem Weg zu gehen.

Wie ist dein Verhältnis zu deinem Trainer Anton Bobenstetter?

Anton vertraut mir und gibt mir auf dem Platz alle nötigen Freiheiten. Aber auch menschlich ist er unglaublich gut. Wir Spieler können immer zu ihm kommen, egal ob ein Problem sportlicher Natur ist oder nicht. Ich sehe mich in der Pflicht mit Leistung und Führung für die jungen Spieler zurückzuzahlen, was er mir an Vertrauen vorschießt.

Quelle: http://www.fussball-vorort.de / Stefan Huber

Sonderzug Jahn Regensburg

Achtung: Tickets können auch direkt im Zug gekauft und bezahlt werden!
Der 12.9.15 wäre eigentlich ein Regionalliga-Spieltag wie jeder andere auch. Der TSV Buchbach muss um 14.00 Uhr beim aktuellen Tabellenführer Jahn Regensburg antreten. Aber dieser Samstag wird sicherlich in die Annalen des Buchbacher Kultvereins eingehen. Nach einjähriger Pause wird in Zusammenarbeit mit der Südostbayernbahn wieder ein Sonderzug starten. Die bisherigen Fahrten nach Augsburg und Nürnberg wurden von vielen hundert Fans begleitet. Und Organisator Wolfgang Bauer ist sich sicher, dass auch diese Fahrt nach Regensburg ein Highlight in der Geschichte des Buchbacher Fußballs werden wird. „Wir wollen in der neuen Regensburger Fußballarena gegen den aktuellen Tabellenführer mit vielen hundert Fans und unterstützt durch die Buchbacher Blasmusik friedlich, aber lautstark für Furore sorgen“, so Wolfgang Bauer.
Der Sonderzug startet um 8.20 Uhr in Schwindegg (Rückkehr um 21.14 Uhr). Zusteigemöglichkeiten sind dann in Ampfing um 8.36 Uhr (20.58 Uhr), in Mühldorf um 8.48 Uhr (20.50 Uhr), in Vilsbiburg um 9.32 Uhr (20.15 Uhr) und in Landshut um 10.05 Uhr (19.52 Uhr). Der Sonderzug wird um 11.33 Uhr in Regensburg ankommen. Von dort wird ein Busshuttle zur neuen Regensburger Fußballarena eingesetzt. Dies gilt auch für die Fahrt zurück zum Bahnhof, von wo der Sonderzug um 18.13 Uhr abfahren wird.
Tickets für dieses herausragende Event können ab sofort bei jedem Heimspiel des TSV Buchbach erworben werden. Darüber hinaus öffnet am 17.8.15 bei der VR-Bank Buchbach eine Vorverkaufsstelle. Und auch über das Internet (www.tsvbuchbach-fussball.de) können Tickets geordert werden. Die Preise incl. Eintrittskarte zum Spiel betragen 30 € für Erwachsene und 20 € für Jugendliche unter 16 Jahren. Bei einer Online-Bestellung werden die Karten per Nachnahme-Einschreiben versandt. Hier beläuft sich die Gebühr auf 5 € pro Versandvorgang.

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Buchbach marschiert souverän ins Viertelfinale

Totopokal: Bobenstetter nach dem 3:0 in Ruhmannsfelden hoch zufrieden

Erstmalig seit vielen Jahren steht der TSV Buchbach im bayerischen Totopokal wieder im Viertelfinale, das im April nächsten Jahres ausgetragen wird. „Es ist natürlich schön, wenn man im Pokal unter den besten acht Mannschaften Bayerns ist“, freute sich Trainer Anton Bobenstetter nach dem 3:0-Erfolg am Dienstagabend beim Bayernligisten SpVgg Ruhmannsfelden.

In der umkämpften, aber sehr fairen Partie – Schiedsrichter Michael Freund kam mit drei gelben Karten aus – dominierten die Buchbacher schon vor der Pause, konnten aber ihre Möglichkeiten ebenso wenig nutzen wie die Gastgeber. „Wir hatten zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber der Gegner ist hinten gut gestanden und hat auch einige Male gefährlich gekontert“, so Bobenstetter. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn tanzte Thomas Breu zwei Gegenspieler aus, doch Keeper Manuel Kopp drehte seinen platzierten Schuss noch um den Pfosten. In der 53. Minute kam Michael Scheßl freistehend zum Kopfball, konnte aber Maxi Weber im Kasten der Rot-Weißen nicht überwinden und so dauerte es bis zur 62. Minute, ehe der erste Treffer fiel: Nach einer Ecke von Breu brachten die Gastgeber den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Maxi Hain, der in den letzten beiden Ligaspielen mehrmals großes Pech im Abschluss hatte, jagte die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen.

„Danach war der Bann gebrochen, da war klar, dass wir das Spiel gewinnen würden“, so Bobenstetter, der sein Team lobte: „Es ging ja schon zuvor meist nur in eine Richtung. Die Jungs haben schön über die Flügel gespielt, haben gut hinterlaufen.“ In der 73. Minute ließ Lukas Dotzler den zweiten Treffer folgen, als er zwei Gegner aussteigen ließ und auch noch Keeper Kopp das Nachsehen gab. Der Ex-Bamberger, der ja auch zuletzt in Aschaffenburg den späten Ausgleich für Buchbach erzielt hat, machte dann in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer alles klar.

„Wir gehen absolut gestärkt aus den drei Pokalspielen raus und freuen uns natürlich  über die 500 Euro Siegprämie“, erklärte Bobenstetter, der auch mal in der Defensive rotieren konnte und keine neuen Verletzten zu beklagen hat: „Das Thema Pokal ist jetzt bis Frühjahr abgearbeitet. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir am Sonntag um 13 Uhr zu ungewohnter Stunde gegen Ingolstadt II auch in der Liga nachlegen.“

TSV Buchbach: Weber – Scott, Leberfinger (46. Hain), Drum (75. Löffler), Motz – Grübl (60. Drofa), Hamberger, Petrovic, Alschinger – Breu, Dotzler. Trainer: Bobenstetter/Werner.

Tore: 0:1 Hain (62.), 0:2 Dotzler (73.), 0:3 Dotzler (88.)

Schiedsrichter: Freund (Perlesreut)

Zuschauer: 160

Gelb: Wittenzellner, Pfeffer – Scott.

Besonderheiten: keine.

(c) Michael Buchholz

Bobenstetter: Wollen unter die letzten Acht

Buchbach gastiert am Dienstag um 18 Uhr bei der SpVgg Ruhmannfelden

Weiter geht’s im dicht gedrängten Buchbacher Sommerprogramm: Pokal-Achtelfinale am heutigen Dienstag um 18 Uhr bei der SpVgg Ruhmannsfelden. „Wir wollen mit aller Macht in die Runde der letzten Acht“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter und kündigt an: „Wir bereiten uns vor wie auf ein Spiel in der Fußball-Regionalliga.“

Heißt: Die Spieler nehmen sich frei, gegen 14 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen, dann geht es in den Bus und ab nach Niederbayern. „Bislang haben wir die englischen Wochen gut weggesteckt und sind einigermaßen gesund raus gekommen“, hofft Bobenstetter, dass sich seine Spieler heute keine weiteren Blessuren einhandeln. Neben den beiden verletzten Torhütern Sandro Volz und Thomas Reichlmayr fehlen weiterhin Maxi Hellinger (Aufbautraining) und Stefan Denk, dessen Bluterguss im Oberschenkel selbst leichtes Lauftraining nicht zulässt. Passen muss heute auch Angreifer Maxi Bauer, der am gestrigen Montag seinen 22. Geburtstag gefeiert hat: Er hat sich am Samstag in Aschaffenburg eine Schienbeinprellung zugezogen, sollte aber bis zum Sonntagsspiel gegen Ingolstadt II wieder hergestellt sein.

„Wir werden bis auf die Verletzten mit unserer besten Mannschaft spielen“, nimmt Bobenstetter die Aufgabe im Landkreis Regen sehr ernst, wohl wissend: „In einem einzigen Spiel ist der Unterschied zwischen Regional- und Bayernliga nicht sehr groß. Uns wird mit Sicherheit alles abverlangt, um eine Runde weiter zu kommen.“ Im Training ließ Bobenstetter zur Vorsicht auch gleich noch Elfmeterschießen üben, um gewappnet zu sein, wenn es nach 90 Minuten Unentschieden stehen sollte.

(c) Michael Buchholz