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Bayernliga-Rückblick für das Spieljahr 2009 PDF Drucken
Geschrieben von Dirk Meier   
Donnerstag, 24. Dezember 2009

Die 47. Bayernliga-Saison seit Einführung dieser Spielklasse 1963 ist in die Winterpause gegangen.

198 Partien wurden gespielt. Herbst-Meister und auch Erster über den Winter hinaus ist der FC Memmingen. Auf Rang zwei folgt der stark verbesserte der TSV Rain/Lech, der im Sommer noch zwei Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt bestreiten musste. Der Regionalliga-Absteiger SpVgg Unterhaching II ist Dritter vor dem TSV Buchbach und dem FC Ismaning, der sich mehr erwartet hatte. Der FSV Erlangen-Bruck hat sein gutes Startjahr mit Platz sechs bestätigt. Vizemeister TSV Aindling überwintert als Siebter vor der punktgleichen SpVgg Bayern Hof, die auch hinter den Erwartungen zurück geblieben ist.

Bis zu Platz 13 sind die Mannschaften noch relativ gesichert. Dann beginnt die Abstiegszone. Punktgleich auf dem letzten rettenden Rang und dem Relegationsplatz liegen der VfL Frohnlach, der am zweiten und dritten Spieltag Tabellenführer war, und der SV Memmelsdorf. Einen Zähler weniger hat die SpVgg Ansbach und einen weiteren Punkt dahinter folgt der zweite Regionalliga-Absteiger, der TSV Großbardorf. Vorletzter mit vier Punkten Rückstand auf die rettenden Plätze ist die TSG Thannhausen, die gerade erst den Trainer gewechselt hat. Abgeschlagen Letzter ist der 1. FC Bad Kötzting. Das ist insofern völlig unerklärlich, weil die Konkurrenz den Bayerwäldlern einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zugetraut hatte.
Knapp 110.000 Zuschauer kamen bisher in die 19 Stadien. Das ist gegenüber der Vorsaison ein deutlicher Rückgang um mehr als 120 Besucher pro Partie. „Ich bin dennoch nicht ganz unzufrieden“, sagt Verbandsspielleiter Jürgen Faltenbacher aus Waldsassen. Denn die Bayernliga ist nach wie vor eine attraktive Marke, auch wenn in diesem Jahr die ganz großen Namen weniger geworden sind.

Die Attraktivität der Bayernliga belegen auch die Zugriffe im Internet auf das seit einem guten Jahr aktive „BFV-TV“. Überhaupt erfreut sich die Homepage des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) nach wie vor großer Beliebtheit. „Die Bayernliga konnte sich als Spitzenprodukt unseres Verbandes ganz oben in der Skala halten. Wir sind auch von den Zuschauerzahlen her bundesweit noch gut platziert“, ergänzt Faltenbacher. Der lobt die guten Schiedsrichter-Leistungen und den hervorragenden Schiedsrichter-Austausch mit Tschechien,  Salzburg und Oberösterreich. Auch gab es für die Zuschauer tolle Spiele zu sehen. Das Niveau der Bayernliga konnte auf einem hohen Level gehalten werden. Mit drei Aufsteigern und zwei Rückkehrern aus der Regionalliga Süd ging es in die 47. Spielzeit. „Wie zu erwarten war sind die Aufsteiger eine Bereicherung für unsere bayerische Spitzenliga“, fügt der Bayernliga-Spielleiter hinzu. Der SV Schalding-Heining aus Niederbayern ist als Neunter bester Aufsteiger. Der TSV 1860 Rosenheim ist als Zwölfter relativ gesichert. Nur der SV Memmelsdorf steht auf dem Relegationsplatz und ist als Neuling vom Abstieg bedroht.

Besonders heraus sticht aus dem bunten Bayernliga-Feld der TSV Buchbach, der auch mit einem Schnitt von knapp 1.350 Fans pro Begegnung an zweiter Stelle der Zuschauerbilanz steht. Das Maß aller Dinge in Sachen Zuschauer, sportlich auf Platz eins und fairstes Team ist Wintermeister FC Memmingen, der wohl dieses Mal einen Lizenzantrag für die vierte Liga stellen wird. Die Memminger beherrschen als Bayernliga-Dino diese 47. Saison sportlich deutlich: „Ich freue mich für den seriös und gut geführten FC Memmingen“, sagt Ligenleiter Faltenbacher. Die Allgäuer haben derzeit sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten bei zwei Spielen weniger. Zum Dritten Unterhaching II sind es acht Zähler bei einer Partie weniger. Die Memminger sollten also den Vorsprung ins Ziel retten können. In der Abstiegszone dürften die letzten sechs Klubs die vier Absteiger und den Qualifikanten ausspielen, wobei beim 1. FC Bad Kötzting mit zwölf Punkten Rückstand und voller Spielanzahl die Lichter nach sechs Jahren Bayernliga wohl schon ausgegangen sind.

13 Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt, waren sogenannte Dauerbrenner. Darunter waren, wie nicht anders zu erwarten, sieben Torhüter und zwar: Thomas Geisler (Aindling), Florian Körner (Ansbach), Rainer Hausner (FSV Erlangen-Bruck), Michael Karnitzschky (SpVgg Bayern Hof), Christian Bergmann (SV Memmelsdorf), Sascha Jöckel (TSV Rain/Lech) und Sebastian Steidle (TSG Thannhausen). Im Feld heißen die Dauerarbeiter Florian Jakl und Ingo Walther (beide SpVgg Bayreuth), Ralf Klingmann (TSV Buchbach), Benjamin Kauffmann, Markus Rosenwirth (beide FC Ingolstadt 04 II) und Bernd Taglieber vom TSV Rain/Lech. Ältester eingesetzter Spieler war Torwart Peter Martin (40) vom TSV 1860 Rosenheim, der im Dezember noch 41 Jahre alt wird. Es folgt Ingo Walther (39) von der SpVgg Bayreuth als ältester Feldspieler. Auch Frohnlachs Torhüter Alexander Weber ist 39 Jahre alt. Der jüngste Kicker war Unterhachings Thomas Angermeier, der erst am 13. November 2009 das 17. Lebensjahr vollendet hat. 18 Jahre alt sind: Marcel Findeiß (Bayern Hof), Philipp Hannemann (Bayreuth), Marco Rammel (Ingolstadt II) und Andreas Martin (Unterhaching II).

446 Spieler wurden in dieser Saison bisher eingesetzt. Die SpVgg Unterhaching II benötigte mit 34 Akteuren mit Abstand die meisten Spieler. Mit nur 19 Kickern kamen der FC Ismaning und der SV Schalding-Heining aus. Die Rangfolge lautet: SpVgg Unterhaching II (34), FC Ingolstadt 04 II (28), SpVgg Ansbach (27), 1. FC Bad Kötzting (26), VfL Frohnlach (25), SpVgg Bayern Hof (25), FSV Erlangen-Bruck (24), TSV Großbardorf (24), FC Memmingen (24), TSG Thannhausen (24), SpVgg Bayreuth (22), TSV 1860 Rosenheim (22), TSV Buchbach (21), TSV Rain/Lech (21), SV Seligenporten (21), TSV Aindling (20), FC Memmingen (20), FC Ismaning (19) und SV Schalding-Heining (19).

49 Schiedsrichter haben die 198 Spiele geleitet. Mit Jiri Bures und Tomas Mokrusch aus Tschechien sowie Hans-Jürgen Buchner, Thomas Hochstaffl und Patrick Karassek aus Österreich kamen auch wieder Unparteiische aus den Nachbarländern im Rahmen des Schiedsrichter-Austausches in der Bayernliga zum Einsatz. Als Belohung, weil sie am Saisonende aufhören, durften die beiden Landesliga-Schiedsrichter Walter König aus Grüntegernbach und Joachim Nürnberger aus Köditz ein Bayernliga-Spiel leiten. 822 Mal zückten die 49 Regelhüter die gelbe Karte, das waren zehn weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Referees zeigten 30 (Vorjahr 47) Mal Gelb-rot, sprachen 29 (19) Platzverweise aus und verhängten 53 (48) Elfmeter. Die Zahl der roten Karten lag somit deutlich höher als 2008.

26 Trainer standen bei den 198 bisher absolvierten Saison-Spielen an der Außenlinie, entweder als Chefcoach, als Interims-Trainer oder nur in Vertretung. Mehr als zwei verschiedene Übungsleiter hatte kein Verein. Sieben Klubs kamen auf zwei verantwortliche Anweiser. Beim TSV Rain/Lech wurde Kurt Kowarz von Josef Maier vertreten, weil Kowarz mit der U20-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Ägypten weilte. Bei der SpVgg Unterhaching II musste Coach Fredi Ruthe eine Sperre von drei Spielen absitzen und wurde vier Mal, einmal wegen Krankheit, durch Florian Stenzel vertreten.

568 Tore wurden in den 198 Spielen erzielt, was einen Schnitt von 2,87 (Vorsaison 3,07) Treffern pro Partie bedeutet. Führender in der Torschützenliste ist Mijo Stijepic vom FC Ismaning mit 13 Toren. Es folgen mit je zwölf Erfolgen Christian Doll (Aindling), Stefan Hillinger (Buchbach), Mario Meth (Memmelsdorf) und Sebastian Mützel (Unterhaching II). Christopher Klaszka (Bayreuth), Thomas Masberg (Rosenheim) und Ralf Zimmermann (Thannhausen) haben jeweils zehn Mal getroffen. 179 Schützen trugen sich in die Torschützenliste ein. 52 Mal (Vorjahr 67) stachen Joker und trafen ins Schwarze. Fünf Jokertore gelangen Stefan Lex vom TSV Buchbach. Drei Mal nach Einwechselungen trafen Tobias Eichhorn (Frohnlach) und Michael Geldhauser (Thannhausen). Ohne Tor eines eingewechselten Spielers blieb kein einziger der 19 Bayernligisten. Nur ein Tor eines Einwechselspielers verzeichneten Bayreuth, Ismaning, Memmingen und Memmelsdorf.

10 Mal half der Gegner mit Eigentoren. Zwei Eigentore produzierte Philipp Zacher vom Schlusslicht 1. FC Bad Kötzting. Der Kötztinger Sebastian Niebauer unterstützte mit dem dritten Eigentor der Bayerwäldler den Gegner. Die sieben anderen Selbsttore wurden von sieben verschiedenen Spielern aus sieben Vereinen erzielt.

4 Tore in einem Spiel gelangen dem Unterhachinger Ömer Kanca beim 5:2 gegen Bayern Hof. Dreimal in einer Partie traf Mario Meth beim 3:1-Sieg seines SV Memmelsdorf gegen den SV Seligenporten. Ebenfalls drei Torerfolge gelangen Christopher Klaszka beim 4:1 seiner SpVgg Bayreuth gegen die TSG Thannhausen. Stefan Hillinger vom TSV Buchbach schaffte vier Mal einen Doppelpack. Daniel Böck vom FC Memmingen traf sieben Mal, davon in drei Spielen doppelt.

7 Tore in einem Spiel gab es bisher nur drei Mal. Beim 5:2-Sieg der SpVgg Unterhaching II gegen die SpVgg Bayern Hof und beim 5:2 des FC Ismaning gegen den TSV Großbardorf. Sieben Treffer fielen auch beim 4:3-Erfolg der TSG Thannhausen beim SV Memmelsdorf. Den höchsten Sieg feierte der TSV Buchbach mit 6:0 über die SpVgg Ansbach. Das häufigste Ergebnis war ein 1:0 oder 0:1 (31 Mal). Es folgen 2:0 und 0:2 (26), 1:1 (23), 2:1 und 1:2 (22), 3:1 und 1:3 (20), 3:2 und 2:3 (15) und 0:0 (12).

53 Elfmeter verhängten die Schiedsrichter, fünf mehr als 2008. Die Unparteiischen zeigten 47 Mal wegen Foulspiels und sechs wegen Handspiels auf den ominösen Punkt. 42 Strafstöße wurden verwandelt, elf vergeben. Das ist eine Erfolgsquote von 79,2 Prozent. Acht Foul- und drei Handelfmeter wurden verschossen. Das bedeutet, dass die Hälfte aller Handelfmeter vergeben wurde. Bester Elfmeterschütze war Bernd Taglieber vom TSV Rain/Lech, der alle fünf Versuche nutzte. Fünf von sechs Mal traf Ralf Klingmann vom TSV Buchbach. Roland Graf traf für Erlangen vier Mal. Ralf Zimmermann (Thannhausen), Sascha Steinacher (Ismaning) und Thomas Schwarzbauer (Ismaning) trafen je dreimal vom Punkt. Kein Spieler verschoss mehr als einen Strafstoß. Folgende sechs Torhüter hielten oder wehrten je einen Strafstoß ab: Rainer Hausner (Erlangen-Bruck), Sascha Jöckel (Rain/Lech), Marcel Wehr (Großbardorf), Christian Wloch (Schalding-Heining), Franz Demmel (Buchbach) und Kai Fritz (Unterhaching II). Die restlichen Schützen trafen Metall oder schossen am Tor vorbei. Die meisten Elfmeter gegen sich bekam die SpVgg Bayern Hof mit sechs. Ohne Elfer gegen sich blieb der TSV 1860 Rosenheim. Acht Strafstöße zugesprochen bekam der FC Ismaning. Keinen Schuss vom Punkt erhielt die SpVgg Ansbach. Hier die Elfmeter-Bilanz aller 19 Vereine: TSV Aindling (1 für sich/1 gegen sich), SpVgg Ansbach (0/4), 1. FC Bad Kötzting (3/3), SpVgg Bayreuth (4/3), TSV Buchbach (6/4), FSV Erlangen-Bruck (4/2), VfL Frohnlach (1/3), TSV Großbardorf (3/3), SpVgg Bayern Hof (2/6), FC Ingolstadt 04 II (2/3), FC Ismaning (8/1), SV Memmelsdorf (4/2), FC Memmingen (1/1), TSV Rain/Lech (5/5), TSV 1860 Rosenheim (1/0), SV Schalding-Heining (2/4), SV Seligenporten (1/3), TSG Thannhausen (3/4) und SpVgg Unterhaching II (2/1).

109.092 Zuschauer strömten bisher in die 19 Stadien, Schnitt 551 Fans pro Spiel. Damit ging der Besuch gegenüber der Vorsaison (672 pro Spiel) deutlich und wie schon im Vorjahr erneut zurück. Der Rekord wurde beim schwäbischen Derby FC Memmingen gegen TSG Thannhausen mit 2.270 Fans registriert. Auch den zweitbesten Besuch gab es mit 2.100 Besuchern in Memmingen gegen den TSV Rain/Lech. Zum oberbayerischen Vergleich TSV Buchbach gegen TSV 1860 Rosenheim pilgerten 2.040 Interessierte. Zum Eröffnungsspiel SpVgg Ansbach gegen die TSG Thannhausen kamen leider nur 1.100 Fans. Die Minuskulisse von nur 100 Zusehern gab es bei der Partie der Ingolstädter Reserve gegen Rosenheim. Zuschauerkrösus ist Memmingen mit einem Schnitt von 1.442. Es folgen Buchbach (1.331), Bayern Hof (755), Rain/Lech (662), Schalding-Heining (616), Bad Kötzting (593), Memmelsdorf (535), Bayreuth (518) und Großbardorf (517). Am Ende dieser Skala befinden sich Ismaning (299), Rosenheim (295), Frohnlach (247), Ingolstadt II (213) und Unterhaching II (194). Es gibt Gründe für den deutlichen Rückgang der Besucherzahl. In der Vorsaison gab es in Unterfranken die Stadtderbys in Würzburg und die Spiele mit Schweinfurt 05. Zum Eröffnungsspiel nach Bad Kötzting kamen damals 2.500 Zuschauer. Fast alle Klubs verzeichneten einen Rückgang, was sich auf die Gesamtsumme auswirkte. Übrigens: Obwohl in der Regionalliga Süd bisher 40 Spiele weniger ausgetragen worden sind, lag dort das Zuschauer-Interesse im Schnitt bei 1.422 Besuchern oder um gut 100.000 Fans über der Bayernliga.

0 rote Karten gab es für vier Vereine und zwar für: Memmingen, Thannhausen, Schalding-Heining und Frohnlach. Mit dem FC Memmingen kam nur ein einziger der 19 Klubs ohne Hinausstellung über die Runden. Die Allgäuer sind ja schon seit Jahren fast immer die fairsten, zumindest ganz vorne dabei. Ohne Gelb-rote Karte blieben Rosenheim, Aindling, Memmelsdorf und Erlangen-Bruck. Fairstes Team ist Memmingen gefolgt von Buchbach, Rosenheim, Bad Kötzting und Rain/Lech. Die weitere Rangfolge lautet: Großbardorf, Bayreuth, Aindling, Unterhaching II, Memmelsdorf, Seligenporten, Erlangen-Bruck, Thannhausen, Ingolstadt II, Ansbach, Schalding-Heining, Ismaning, Bayern Hof und Frohnlach. Die meisten Hinausstellungen kassierten Bad Kötzting (2 Gelb-rot, 3 Rot), Rain/Lech (3/2), Ismaning (2/3) und Bayern Hof (3/2). Je vier Gelb-rote Karten für Schalding-Heining und Frohnlach sind der Spitzenwert. Die wenigsten gelben Karten erhielt der TSV Buchbach mit 25, vor Memmingen (28) und Bad Kötzting (33). Die meisten Verwarnungen sammelten Erlangen-Bruck und Thannhausen mit je 58 Karten. Memmelsdorf (53), Frohnlach (52) und Schalding-Heining (51) folgen.

17 Punkte in der persönlichen Strafenstatistik erhielt Florian Wolf vom FC Ismaning mit sieben gelben und zwei roten Karten. Wolf ist damit der „böse Bube“ der Bayernliga. Es folgt mit 15 Punkten Tobias Stumpf vom SV Memmelsdorf. Auf den weiteren Plätzen liegen: Ralf Zimmermann (14,  Thannhausen), Matthias Wolf (13, Seligenporten), Tomas Peterik (12, Bad Kötzting), Daniel Sam (12, Bayern Hof), Jan Velkoborsky (12, Bad Kötzting) und Yasin Yilmaz (12, Unterhaching II). Je zweimal Rot sahen Wolf von Ismaning und Peterik von Bad Kötzting. Zweimal Gelb-rot erhielt Oliver Riley aus Frohnlach. Rot und Gelb-rot erhielt Matthias Jörg von Bayern Hof. Die meisten gelben Karten mit je elf erhielten Ralf Zimmermann (Thannhausen), Mario Hermannsdörfer (Memmelsdorf) und Josef Krieg (Schalding-Heining). Zehn Mal Gelb sahen sich Tobias Stumpf (Memmelsdorf) und Matthias Wolf (Seligenporten) an, was im Profibereich zu zwei Spielen Sperre geführt hätte. 44 weitere Spieler sammelten fünf und mehr Verwarnungen, was im Profibereich zumindest ein Spiel Sperre bedeutet hätte.

11 Spiele in Folge ungeschlagen ist der TSV Rain/Lech geblieben. Acht Mal gelang das dem FSV Erlangen-Bruck. Je sieben Mal ohne Niederlage blieben der FC Memmingen, der TSV Buchbach, die SpVgg Bayern Hof und der TSV Aindling. Die Serie von Aindling läuft noch.

7 Siege am Stück gelangen dem Wintermeister FC Memmingen. Der FC Ingolstadt 04 II konnte fünf Mal hintereinander drei Punkte holen.

13 Mal nicht gewonnen hat der 1. FC Bad Kötzting, deren Serie noch aktuell ist. Zwölf Mal ohne Dreier blieb der VfL Frohnlach. Je sieben Mal ohne Sieg in Serie sind das Schlusslicht aus Bad Kötzting und der TSV Großbardorf geblieben. Die TSG Thannhausen konnte sechs Mal nicht gewinnen.

6 Niederlagen am Stück hatte der 1. FC Bad Kötzting zu verzeichnen. Fünf Spielverluste in Folge mussten die TSG Thannhausen, der TSV Großbardorf und der SV Memmelsdorf hinnehmen. Vier mal in Folge verloren haben zweimal Bad Kötzting sowie die SpVgg Ansbach und die SpVgg Bayreuth.

9 Unentschieden hat der TSV Rain/Lech auf dem Konto, ist damit Remis-König der Bayernliga. Ismaning und Bayern Hof teilten acht Mal die Punkte. Nur einmal unentschieden spielte Schalding-Heining. Ansbach, Bayreuth, Ingolstadt II und Memmingen schafften nur drei Mal einen Gleichstand. Mehr als drei Unentschieden in Folge schaffte kein Klub.

5 Trainer wurden bisher ersetzt. Den Anfang machte Richard Nitzl, der nach drei Spieltagen beim TSV Buchbach ohne Niederlage aufhörte. Spieler hatten den Aufstand geprobt, der Verein musste sich beugen. Nitzls bisheriger Co-Trainer Helmut Wirth wurde neuer Chef. Der zweite Tausch folgte Mitte Oktober. Uli Karmann musste beim Bayernliga-Letzten 1. FC Bad Kötzting gehen, wo Präsident Hans Kuchler übernahm. Ein Novum in der Bayernliga, dass der Klubchef selber coacht. Kuchler will auch noch bis zum Saisonende bleiben. Der Trainerwechsel in Bad Kötzting war bisher nicht von Erfolg gekrönt, denn Kuchler holte aus neun Spielen nur zwei Punkte. Bei der SpVgg Bayern Hof wurde im November Michael Voigt durch Thomas Kost ersetzt und im gleichen Monat traf es Werner Gückel beim VfL Frohnlach, wo interimsweise Thomas Hüttl im Amt ist. Erst im Dezember trennte sich die TSG Thannhausen von Markus Pleuler. Sein Nachfolger ist Uwe Neunsinger, der bisher in der Bezirksoberliga Mittelfranken beim ASV Vach tätig war.

5 Tabellenführer durften sich an den 23 Spieltagen über den Platz an der Sonne in der Bayernliga freuen. Halbzeitmeister wurde der FC Memmingen, der erst am sechsten Spieltag erstmals von ganz oben grüßte und seither die Spitzenposition nicht mehr abgegeben hat. Zeitweise betrug der Vorsprung der Allgäuer schon neun Punkte. Auf Rang eins stand am häufigsten der Vorrundenbeste aus Memmingen mit 18 ersten Plätzen. Die weiteren Leader lauten: VfL Frohnlach (2), FC Ismaning (1), TSV Rain/Lech (1) und die SpVgg Unterhaching II (1).   Dirk Meier

 
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